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am Dienstag, 13. Februar 2018 um 20:57

ÖPNV gratis geht nicht

Kommentar zur Nachricht
Bundesregierung erwägt für Luftverbesserung kostenlosen Nahverkehr
vom Dienstag, 13. Februar 2018
Dann bricht den Kassenautomatenherstellern und Servicebetrieben die Kundschaft weg, und außerdem könnte es passieren, daß dann die Menschheit wirklich auf Bus und Bahn umsteigt - massenhaft. Das geht leider auch nicht, weil diese Verkehrsmittel sowieso schon lange an der Kapazitätsgrenze sind (im Ballungsraum), und das in den nächsten mind. 10 Jahren auch so bleiben wird, weil man nicht so einfach mal paar Gleise neben die vorhandenen legen kann.
Aber wenn die Chaoko eine geniale Eingebung hätte, und jemand das alles bezahlt... wäre es prima.
am Mittwoch, 14. Februar 2018 um 08:36

Hoffnungslos

Ich gebe Adolar recht. Kostenloser ÖPNV wäre sinnvoll, aber es ist jetzt schon absehbar, dass die Politik, sowohl auf Bundes-, als auch auf Landes- und Kommunalebene, es wieder nicht hinkriegen wird. Wer traut heute noch irgend einer Regierung irgend etwas zu? Keine hat es in den mindestens letzten beiden Jahrzehnten geschafft, eines der vielen drängenden Probleme dieses Staates auch nur annähernd zu lösen. Das aktuelle Personal- und Pöstchengeschacher lässt leider keine Hoffnung aufkommen, dass sich daran etwas ändern könnte. Man hat den Eindruck, dass nicht nur die Fähigkeit, sondern auch der Wille dazu fehlt, und es formt sich automatisch die Frage, wer eigentlich die politischen Wege in diesem Land bestimmt.
am Mittwoch, 14. Februar 2018 um 09:19

Die Bürger müssen vor den Auswirkungen der Luftverschmutzung auf das Leben und die Gesundheit der


Die Bürger müssen vor den Auswirkungen der Luftverschmutzung auf das Leben und die Gesundheit der Bürger in den EU-Mitgliedstaaten geschützt werden .

Ich möchte Sie darüber informieren, dass die Europäische Kommission sehr besorgt über die Luftverschmutzung ist. Auf der letzten Ministertagung zur Luftqualität hat Kommissionsmitglied Karmena Vella die Umweltminister, darunter auch die deutsche Umweltministerin Barbara Hendricks, an die rechtlichen Konsequenzen ihrer Untätigkeit erinnert. Kommissarin Vella hat deutlich gemacht, dass die Bürger vor den Auswirkungen der Luftverschmutzung auf das Leben und die Gesundheit der Bürger in den EU-Mitgliedstaaten geschützt werden müssen. Sie finden die vollständige Erklärung unter folgendem Link:

http://europa.eu/rapid/press-release_STATEMENT-18-508_de.htm

Ferner möchte ich Ihnen mitteilen, dass das Vertragsverletzungsverfahren gemäß Art. Art. 258 AEUV betreffend des Falls "AIR - Verstoß gegen die Richtlinie 2008/50 / EG hinsichtlich der Einhaltung der NO2-Grenzwerte in Deutschland" noch nicht abgeschlossen ist.

http://ec.europa.eu/atwork/applying-eu-law/infringements-proceedings/infringement_decisions/index.cfm?lang_code=EN&r_dossier=&noncom=0&decision_date_from=&decision_date_to=&active_only=0&EM=DE&title=2008%2F50%2FEC&submit=Search (englischsprachig)

Eine generelle Regelung zum Schutz vor Straßenverkehrslärm gibt es in Deutschland leider nicht. Nur beim Neubau oder einer wesentlichen Änderung einer Straße sind zum Lärmschutz Immissionsgrenzwerte festgelegt. Aber bis dahin sind viele Menschen inklusiv Steuerzahler schwer erkrankt oder gestorben. Mehr Informationen finden Sie auf der Internetseite des Umweltbundesamts:

https://www.umweltbundesamt.de/themen/verkehr-laerm/verkehrslaerm/strassenverkehrslaerm#textpart-1

Luftverschmutzung
Der lange Bremsweg des dreckigen Diesels
Die Luft in vielen Städten ist seit Jahren zu dreckig, die EU-Kommission droht mehreren Ländern mit Klagen. Umweltministerin Hendricks nimmt die Autobauer in die Pflicht - und fordert die Umrüstung alter Diesel.

Erst zitierte Karmenu Vella die Umweltminister von neun EU-Staaten nach Brüssel, dann gab der Umweltkommissar den harten Verteidiger von europäischem Recht: Bis Ende nächster Woche müssten die betreffenden Staaten, darunter Deutschland, Maßnahmen ergreifen, um die seit Jahren zu hohe Luftverschmutzung in Ballungsgebieten in den Griff zu bekommen. Nur Schritte, die "ohne jegliche Verzögerung" zur Einhaltung der Grenzwerte führten, könnten noch eine Klage der Kommission vor dem Europäischen Gerichtshof abwenden, sagte Vella am Dienstag.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/diesel-abgase-eu-kommission-und-staaten-jahrelang-untaetig-a-1190575.html

Autoslaerm und Schienenlaerm und Gesundheitsschaeden wie Herzinfarkt , Hirnschlag und Hypertonie u.a.m. .
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/77694/Laerm-und-Isolation-machen-Stadtbewohner-krank

Nabil Abdul Kadir DEEB ;
Arzt . médecin . doctor .

Postfach 20 10 53 ;
P.O. Box 20 10 53 ;
53140 Bonn - Bad Godesberg :
GERMANY

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/77694/Laerm-und-Isolation-machen-Stadtbewohner-krank

Vermischtes
Lärm und Isolation machen Stadtbewohner krank
Freitag, 18. August 2017
Berlin – Stressforscher Mazda Adli fordert eine systematische Umgestaltung der Innenstädte, um die Gesundheit der Stadtbewohner zu verbessern. Veränderungen seien in einer „sich rasant urbanisierenden Welt das Gebot der Stunde“, sagte der Psychiater der Berliner Charité der Wochenzeitung Das Parlament. Nach Ansicht Adlis müssen vor allem die Verkehrskonzepte besser an die Bedürfnisse der Menschen angepasst werden.
Die Wahrscheinlichkeit für psychische Erkrankungen ist laut Adli bei Stadtbewohnern messbar größer. So sei das Risiko einer Schizophrenie bei Stadtbewohnern im Ver­gleich zum Durchschnitt mindestens doppelt, das Depressionsrisiko anderthalb Mal so groß. Auch Angsterkrankungen finde man in Städten häufiger als auf dem Land. Dies ist nach Einschätzung des Psychiaters vor allem der Kombination aus sozialer Dichte und sozialer Isolation geschuldet. „Wirkt beides gleichzeitig auf uns ein, wird sozialer Stress gesundheitsrelevant“, warnte der Experte.

http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/sendung-vom-09-08-2017-verkehrslaerm100.html

Mit freundlichen Gruessen
Ihr

Nabil Abdul Kadir DEEB ;
Arzt . médecin . doctor .

P.O. Box 20 10 53 ;
53140 Bonn - Bad Godesberg :
GERMANY

am Donnerstag, 15. Februar 2018 um 00:13

Wir sind Weltmeister bei Gerechtigkeitsdiskussionen

Der Anlaß für diese Diskussion ist ja die schlechte Luft in den Ballungszentren. Wenn der Nahverkehr kostenlos werden soll, dann nicht nur für die zusätzlichen Nutzer, sondern auch für diejenigen, die bisher dafür bezahlt haben. Das bedeutet, die gesamten Kosten für einen deutlich erweiterten ÖPNV müssen aus anderer Quelle kommen. Andererseits gibt es Dörfer in Brandenburg oder Niedersachsen, die kaum an den ÖPNV angeschlossen sind, es dürfte den Bewohnern dort schwer zu vermitteln sein, warum sie zusätzlich Geld für das Florieren der Ballungszentren bezahlen sollen. Um eine derartige Gerechtigkeitsdiskussion zu vermeiden, sollte das Geld für einen kostenlosen ÖPNV vor Ort eingezogen werden. Ob dies z.B. durch eine City-Maut erfolgt oder durch einen Aufschlag auf die Grundsteuer, darüber dürfen sich die Lokalpolitiker den Kopf zerbrechen. Was die Probleme der technischen Umsetzbarkeit betrifft, haben bereits meine Vorredner alles Notwendige gesagt.

Prinzipiell halte ich die Idee eines kostenlosen ÖPNV für faszinierend. Wir haben gerade die Diskussion über die Zweiklassenmedizin, die aus meiner Sicht völlig überflüssig ist. Es mag Komfortunterschiede zwischen GKV und PKV geben, diese rechtfertigen aber nicht die Risiken eines Systemwechsels. Dagegen würde ein kostenloser ÖPNV mehr Chancengleichheit beim Zugang zu Bildung oder Arbeit bedeuten, in meinen Augen ein wesentlich bedeutsamerer Beitrag zur Gerechtigkeit in diesem Land. Aber das wäre wie gesagt ein Projekt für etliche Jahre.

Eine kleine, aber wirkungsvolle Maßnahme könnte die Bundesregierung sofort ergreifen, und das Beste ist, diese Maßnahme wäre komplett kostenlos. Die Elektrifizierung des Individualverkehrs funktioniert bisher nur bei den Fahrrädern. Pedelecs sind ein Selbstläufer und funktionieren auch ohne staatliche Förderung. Der nächste logische Schritt wäre die Elektrifizierung von Kleinkrafträdern. Der Vorteil hier wäre, die Batteriepacks sind noch tragbar und können überall aufgeladen werden, also ohne spezielle teure Infrastruktur. Dies wird aber nicht passieren, solange die aktuellen Führerscheinkassen existieren. Kleinkrafträder dürfen maximal 45 km/h erreichen, sind damit eine Spassbremse und ein Verkehrshindernis. Dies mag für laute und stinkende Benzinmotoren sinnvoll sein, für den Einsatz von Elektrorollern ist es ein KO-Kriterium. Dabei gibt es bereits eine Ausnahmeregelung: Kleinkrafträder aus DDR-Produktion (S50, Schwalbe etc.) können bis 60 km/h fahren und dürfen trotzdem mit der Führerscheinklasse AM gefahren werden. Man müsste also nur die Ausnahmeregelung auf Kleinkrafträder mit Elektroantrieb bis 60 km/h erweitern und hätte dann interessante Alternativen für zahlreiche Pendler.

https://www.welt.de/motor/fahrberichte-tests/elektro-hybrid/article168071606/Schwalbe-du-bist-aber-schwer-geworden.html
http://www.myschwalbe.com

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