am Montag, 12. März 2018 um 19:32

Akupunktur

Kommentar zur Nachricht
Wissenschaftler streiten über Stellenwert der Akupunktur
vom Montag, 12. März 2018
ist so wirksam wie Gesundbeten und hat in der etablierten Medizin nichts zu suchen. Es ist ein Armutszeugnis unserer Standesvertretungen - offenbar hoher Lobbydruck - , daß diese ‚Heilmethode‘ von ihnen anerkannt und durch einige Kassen auch honoriert werden. Warum hat niemand den Mut, festzustellen, daß es sich um fernöstliches mystisches Strandgut ohne erkennbare Wirkung handelt, und all die Kollegen à la #meetoo sich damit ein zusätzliches Einkommen sichern. Als ich kürzlich einen orthopädischen Rat benötigte, war festzustellen, daß sie alle die Akupunktur im Beifang praktizierten, mit einer Ausnahme: diese Kollegin suchte ich auf.
am Montag, 12. März 2018 um 20:13

Akupunktur wirkt!

und zwar unabhängig davon, wo gestochen wird. Jeder kann erfolgreich Nadelstichtechniken anwenden, ohne sündhaft teuren Kurse zu belegen und sich in magisch-mythischen Heilslehren "prüfen" zu lassen. Der Inhalt der für die Abrechnung geforderten "Diplome" ist dabei so sinnhaft wie das Auswendiglernen eines Telefonbuchs.
Auch die Homöopathie "wirkt" ja unabhängig davon, ob das mühsam (und teuer!) gefundene Arzneimittel verabreicht wird oder nicht...
Entweder dürfen das alle Ärzte anwenden (und bezahlt bekommen) oder keiner - warum sollen sich da nur Kammern und Lehrinstitute eine goldene Nase damit verdienen dürfen?
am Dienstag, 13. März 2018 um 08:31

Helfen statt Wirken

Ja, Akupunktur und Homöopathie können „helfen“, aber sie „wirken“ nicht - zumindest nicht in der Weise, wie die jeweilige fiktionale Theorie dies behauptet. Bei der Homöopathie sind es reine Placeboeffekte, bei der Akupunktur kommt noch eine unspezifische Stimulation des Schmerzverarbeitungssystems dazu, deren Effekt allerdings nicht besonders groß ist, wie die bescheidenen Wirkungsnachweise in den Studien zeigen. Problematisch bei der Anwendung solcher Verfahren ist, wenn der ärztliche Therapeut von der Gültigkeit der (mit dem Stand der Wissenschaft unvereinbaren) ideologischen Grundlagen absolut überzeugt ist, oder, schlimmer noch, dem Patienten gegenüber vorgibt, absolut davon überzeugt zu sein, obwohl er selbst nicht daran glaubt.
am Dienstag, 13. März 2018 um 09:52

Vielleicht doch nicht ganz so klar?

Auch wenn die bisherigen Studien keine allzu großen Effekte der Akupunktur zeigten - was im Übrigen für erstaunlich viele regelhaft angewendeten Medikamente und Therapieverfahren gilt - sollte man m. E. die zahlreichen Berichte zum Beispiel zur Akupunkturanästhesie zumindest zur Kenntnis nehmen: So wurden etwa in Japan (werden?) Kaiserschnitte/Appendektomien mit ausschlielicher Akupunkturanästhesie durchgeführt. Gut in Erinnerung ist mir ein Selbstversuch eines deutschen Allgemeinmediziners und Akupunkteurs, der sich vor einer anstehenden Hernien-OP selbst akupunktiert hatte. Immerhin "reichte" diese Akupunktur-Anästhesie für den Hautschnuitt von sechs Zentimetern Länge und einer Tiefe von 15 Millimetern...Dann kamen zusätzliche Lokalanästhertika zum Einsatz. Alles nur Plazebo? Nun ja...Veröffentlicht wurde der Selbstversuch auch, u.a. in CHIRURGISCHE ALLGEMEINE 2011, Heft4, S. 200.
am Dienstag, 13. März 2018 um 21:06

Glaube + Umstände = Wirkung?

Vermutlich muß man an die Wirkung nur ganz fest glauben.

Ich habe mal einen Arzt erlebt, der packte mich in seinem engen Labor auf eine Liege, 4 Rotlichtlampen drüber, unter mir ein Kühlschrank neben mir ein Spülbecken und machte die Akupunktur. Das konnte nicht wirken...

Allerdings hätte er sich meine Röntgenbilder besser ansehen sollen, dann hätte er gewußt, dass die Ursache eine Hyperkyphose und nicht die Psyche war, welche mir die Schmerzen verursachten. Mittlerweile wurde die Psyche mit 16 Schrauben in der BWS und einem Stabsystem therapiert.

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