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Avatar #666815
am Freitag, 6. April 2018 um 08:57

und wer schützt die Ärzte vor immer häufiger werdenden haltlosen Anschuldigungen der Patienten

Kommentar zur Nachricht
Patientenbeauftragte will Beweislast für Behandlungsfehler überprüfen
vom Donnerstag, 5. April 2018
Die Vorwürfe von Patienten sind teilweise hanebüchen. Wer schützt dann die Ärzte vor ungerechtfertigten Behauptungen? Eine Schuld sollte in einem Rechtsstaat bewiesen werden und sonst nicht zu Verurteilungen führen. Alles andere ist die Perversion des Rechtsstaat. Wenn, dann sollten solche Regeln auch für Beamte, Politiker, und alle Berufsgruppen gelten. Das diffamiert einen ganzen Berufstand. Medizin als Arbeitsumfeld wird zunehmend unattraktiv.
Avatar #738234
am Freitag, 6. April 2018 um 10:08

Der Anspruch der Medizin erfordert offensichtlich Ingenieurleistung

J.-D. Hoppe: „Besinnung auf ärztliche Werte. Moral ist wichtiger als Mammon. Wir müssen aber auch das Unsrige dazu beitragen, dass die sich aufbauende neue Vertrauenskultur nicht durch Fehlverhalten einzelner Kollegen wieder infrage gestellt wird. … Jeder einzelne von uns ist aufgerufen, diese Grundsätze ärztlicher Berufsausübung zur ethischen Richtschnur seines täglichen Handelns zu machen.“ DÄB Archiv, 7.1.2010
J.-D. Hoppe: „Die Medizin hatte früher eine starke künstlerische Komponente – man spricht ja von ärztlicher Kunst. In den letzten Jahrzehnten sind aber sehr viele naturwissenschaftliche Anforderungen dazugekommen – das hat das Berufsbild verändert. Der Arzt ist vom Künstler zum Ingenieur geworden.“ RONDO 2/2010, S. 10
Avatar #731002
am Montag, 9. April 2018 um 13:24

Ein wichtiges Vorhaben - Aber bitte auch die Gutachter auf den Prüfstand stellen

Als Geschädigte im Bereich der Psychotherapie kann ich dieses Vorhaben nur unterstützen. Es war trotz einer Vielzahl vorgelegter Beweise und eindeutiger Faktenlage schier ein Ding der Unmöglichkeit, gegen die Allmacht der psychologischen Schön-Reder und des vermeintlich neutralen Gutachters anzukommen, dem es augenscheinlich nur darum ging, den Kopf der Kollegin aus der Schlinge zu ziehen. Dem Geschädigten ist eine solche vielfache Nachweis-Last auferlegt, dass man sich - insbesondere noch als psychisch Erkrankter - keine Chancen auszurechnen braucht. Man hat sie einfach nicht. Hier endlich einmal unbedingt genauer hinsehen.
Ansonsten stimmt: die psychische Belastung solcher Klageverfahren ist extrem hoch, da man durch Schädigung selbst ja schon belastet ist. Deshalb ist die Dunkelziffer mit Sicherheit nicht gerade gering anzusetzen, man darf sich also keineswegs auf den Zahlen der Statistiken ausruhen.

Im Bereich der Psychotherapie müsste es solche Fehler übrigens nicht einmal geben, würde nur die Aufklärungspflicht ausreichend ernst genommen und die Behandlung durchgängig transparent gehalten, so dass der Patient ermutigt ist, ohne Scheu nachzufragen und Befürchtungen der Fehlentwicklung rechtzeitig anzusprechen.

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