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am Samstag, 14. April 2018 um 09:43

Wissenschaftliche Bankrotterklärung?

Kommentar zur Nachricht
Schon geringe Menge Alkohol steigert Sterberisiko
vom Freitag, 13. April 2018
Diese Studie ist ein Musterbeispiel für undiszipliniertes, chaotisches Denken, vorgefasste Ergebnisformulierungen, methodisch irregeleitetes Vorgehen, waghalsige Extrapolierungen und wissenschaftliche Unredlichkeit. 

In "Risk thresholds for alcohol consumption: combined analysis of individual-participant data for 599 912 current drinkers in 83 prospective studies" von Angela M. Wood et al. werden völlig unbewiesene Behauptungen aufgestellt, weil jegliche Vergleichsgruppen fehlen.

Um die Ausgangshypothese: "To define thresholds associated with lowest risk for all-cause mortality and cardiovascular disease, we studied individual-participant data from 599 912 current drinkers without previous cardiovascular disease" nicht zu gefährden, wurden Nicht-Trinker als mögliche Vergleichsgruppe gegenüber "current drinkers" komplett ausgeschlossen, was allerdings äußerst kryptisch formuliert wird: "Of the 786 787 participants with sufficient information for inclusion in this consortium, 186 875 (19%) reported not drinking at baseline, leaving 599 912 current drinkers without a history of cardiovascular disease at baseline who were eligible for the prespecified principal analysis."

Von diesen 599.912 "current drinkers" wurden allerdings nur 152.640 serielle Alkoholmessungen bei lediglich 71.011 Teilnehmern in 37 Studien gemacht: "...using 152 640 serial alcohol assessments obtained some years apart (median interval 5·6 years [5th–95th percentile 1·04–13·5]) from 71 011 participants from 37 studies." Pikant dabei, das "some years apart" bezieht sich auf 1964 bis 2016! 
http://www.thelancet.com/action/showFullTableImage?tableId=tbl1&pii=S014067361830134X

In Ermangelung von Morbiditäts- und Mortalitäts-Basiszahlen ohne regelmäßigen Alkoholkonsum bzw. von jeglichen Vergleichsangaben zur allgemeinen Morbidität und Mortalität ("Leben gefährdet Ihre Gesundheit") wurde in der vorliegenden Studie u.a. auf massive Trinkgewohnheiten bis zum chronischen Äthylismus/Alkoholabhängigkeit abgehoben. Wenig überraschend,  dass in der höchsten Alkoholkonsum-Stufe sich die Lebenserwartung im Alter von 40. Jahren bei mehr als 350 g reinem Alkohol pro Woche (das sind mehr als 18,2 Kilogramm pro Jahr!) um 4-5 Jahre verkürzte: "In comparison to those who reported drinking >0–≤100 g per week, those who reported drinking >100–≤200 g per week, >200–≤350 g per week, or >350 g per week had lower life expectancy at age 40 years of approximately 6 months, 1–2 years, or 4–5 years, respectively."

Die Ungenauigkeiten und Unsicherheiten des Autorenteams bei ihren "Interpretationen" (nicht Schlussfolgerungen!) sprechen Bände: Nicht nur, dass der Schwellenwert von max. 100 g reinem Alkohol pro Woche bemerkenswert vage formuliert wurde. Die  Myokardinfarkt-Häufigkeit blieb von jeglicher Alkoholkonsum-Höhe unbeeindruckt. Auch für alle anderen Untergruppen kardiovaskulärer Krankheiten habe es keinen deutlich niedrigeren Risiko-Schwellenwert gegeben, unterhalb dessen geringerer Alkoholkonsum aufhört, mit geringerem Krankheitsrisiko assoziiert zu sein: "Interpretation - In current drinkers of alcohol in high-income countries, the threshold for lowest risk of all-cause mortality was about 100 g/week. For cardiovascular disease subtypes other than myocardial infarction, there were no clear risk thresholds below which lower alcohol consumption stopped being associated with lower disease risk."

Der Nachweis, dass die Studiendaten niedrigere Grenzwerte beim Alkoholkonsum unterstützen, als in den meisten aktuellen Leitlinien empfohlen ["These data support limits for alcohol consumption that are lower than those recommended in most current guidelines"] konnte m.E. nicht mal ansatzweise erbracht werden.

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
am Sonntag, 15. April 2018 um 07:20

Studienaussage 100% bestätigt

Ich kann für mich bestätigen, daß der Nullkonsum von Rauschmitteln mit einer deutlich gesteigerten geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit verbunden ist.

Es reicht wiederum nicht aus, lediglich eine Sache zu unterlassen, um auf ein langes gesundes Leben in Lebendigkeit zu hoffen. Auf der anderen Seite muß man auch Dinge dafür tun (Aktivitätsklausel). Und noch andere unterlassen und wieder andere tun.

Bei meinem eng gestaffelten Zeitplan, den der Beruf mit sich bringt, kann ich es mir aus Gründen der Regeneration schon nicht leisten, ein Zellgift getarnt als Genußmittel zu mir zu nehmen. Meine hohe körperliche Fitness muß ich mir täglich durch Leibesübungen erarbeiten. Ganz ohne Ehrgeiz und fixe Pläne. Achtsam mit den körperlichen und geistigen Ressourcen umgehen, das ist die Devise.

Da bleibt schlicht kein Raum für Alkohol, hochkalorisch, aber wenig nahrhaft. Akut euphorisch entrückend auf Kredit, der körperlich und geistig zurückgezahlt werden muß.

Die Physiognomie eines Alkhoholisierten ist ekelerregend, weil eine Art von Irrsinn in ihr liegt. Daher ruhig die Finger von solchen Getränken lassen.

Gerade in der heutigen Zeit sollte man alles unternehmen, um nüchtern zu bleiben. Keine Art von Besoffenheit war dem Leben als Menschen je angemessen.
https://www.youtube.com/watch?v=50tlF3kGbT4

Alkohol dient auch der Unterdrückung bzw. als Herrschaftsinstrument. Der Unmündige flüchtet sich in die vergorene Welt.

Sonst wären solche Sachen mit Haftstrafen verbunden, weil sich kein gesundes und nüchternes Volk so etwas gefallen läßt:

„[...]Die rechtsstaatliche Ordnung in der BRD ist [...] außer Kraft gesetzt [...].“
OLG Koblenz 1. Senat für Familiensachen, 14.02.2017, AktZ. 13 UF 32/17, Dokumenttyp Beschluß
http://www.landesrecht.rlp.de/jportal/portal/t/7qe/page/bsrlpprod.psml?pid=Dokumentenanzeige&showdoccase=1&doc.id=KORE242742017&doc.part=L

Und die Verschwörung gegen den Weltfrieden natürlich nicht zu vergessen, Zitat Genscher (den könnte man noch vor den Kadi zerren, den Kohl schon nicht mehr):
»Die Bundesregierung schließt sich der Erklärung der vier Mächte an und stellt dazu fest, daß [...] ein Friedensvertrag oder eine friedensvertragsähnliche Regelung nicht beabsichtigt sind.«

Rauschmittel weg lassen, gesunden und mündig werden!
am Sonntag, 15. April 2018 um 07:30

Alkoholkonsum

Das Problem vieler Studien ist die Feststellung des tatsächlichen Konsums. Selbstauskünfte sind extrem problematisch und könnten die Studien beeinflusst haben
am Sonntag, 15. April 2018 um 07:33

Alkoholkonsum

Das Problem ist die Feststellung des tatsächlichen Konsums. Selbstauskünfte sind nicht verlässlich, was die Aussagekraft vieler Studien erheblich mindert.
am Sonntag, 15. April 2018 um 11:06

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ZITAT:
600.000 Probanden eingeschlossen
Das Forscherteam analysierte 83 Studien aus 19 wohlhabenden Ländern, an denen fast 600.000 Menschen teilgenommen hatten. Abstinenzler waren ausgeschlossen. Die Studien erfassten die Menge des Alkoholkonsums und beobachteten die Teilnehmer mindestens ein Jahr lang nach. Bei der Datenanalyse berücksichtigten die Autoren Alter, Geschlecht, Tabakgebrauch, Diabetes und andere Faktoren, die mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Zusammenhang stehen.
Ergebnisse: Ab einer Menge von 100 Gramm pro Tag ging Alkohol bei Männern wie bei Frauen generell mit einem höheren Sterberisiko einher./////// Hier wollten Sie sicher 100 Gramm pro Woche schreiben?

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