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Avatar #113003
am Mittwoch, 27. Juni 2018 um 19:51

Nicht wundern!

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Sexueller Kindesmissbrauch: Kritik am Aufarbeitungswillen der Kirchen
vom Mittwoch, 27. Juni 2018
Nicht jeder, der ein geistliches Amt ausübt, ist von Jesus Christus berufen.
Manch einer wollte Medizin, Jura usw. studieren und hat keinen Studienplatz bekommen und dann Theologie studiert.
Bei anderen war das Motiv, dass man als Pfarrer ja nicht einer Aufsicht und den Anforderungen wie in einem Wirtschaftsunternehmen unterliegt... Andere wollten ein sicheres Einkommen und nichts für ihre Altersvorsorge einzahlen.

Neben den im Artikel geschilderten Verbrechen gibt es noch andere rechtswidrige Handlungen, nur ein Beispiel:
Ich bin Mitglied der Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin und hatte zweckgebundene Spenden entrichtet. Nachdem ich rechtswidrige Handlungen in dieser Gemeinde festgestellt hatte (auch vom kirchlichen Verwaltungsgericht: Gemeinsames Verwaltungsgericht der Union Evangelischer Kirchen in der EKD..., bestätigt), verlangte ich einen Nachweis über die Ausgaben meiner zweckgebundenen Spenden. Dieser Nachweis wurde mir verweigert (Schreiben vom 1. Juli 2003, Tgb-Nr.: 085/2003/Ku). Das ist ein Beispiel für das Finanzgebaren der Kirche!
Avatar #749539
am Freitag, 29. Juni 2018 um 09:54

Die Aufarbeitung ist unvollständig

Ich bin Überlebender des sexuellen Missbrauchs in Etterzhausen im Jahr 1967. Herr RA Weber hat nur die Fälle aufgearbeitet, die bisher bekannt wurden, denn er schloss ja, wie man nachlesen kann, bestimmte Fälle von vornherein aus. "Missbrauch unter Schülern". Solange die Aufarbeitung aber unvollständig ist, kann sich sexueller Missbrauch immer und immer wieder wiederholen. Ich, als ehemaliger Trostknabe, warne dringend davor, nur einen Teil aufzuklären und den anderen Teil einfach liegen zu lassen. Ich bot Herr Bischof Voderholzer ein Gespräch an und warte nun wieder (wie so oft - manchmal sogar jahrelang) auf eine Antwort. Ob die Kirche antwortet oder nicht, das weiß ich nicht. Wissen Sie es? Es ist einfach so, wie in dem Artikel gesagt wird: Immer sind wir Trostknaben diejenigen, die die Aufarbeitung anstoßen. Die Gesellschaft zwingt die Kirche nicht, endlich vollständig mit der Aufarbeitung zu beginnen. Die strukturellen Besonderheiten in der katholischen Kirche führen dazu, dass eine Aufarbeitung verhindert wird; ich kann mich in dem Zusammenhang an eine Situation als Sozialpädagoge in einem Kinderheim - ich arbeitete dort - erinnern, denn ich sollte anhand eines Aufklärungsbuchs der katholischen Kirche, in dem kein Wort davon stand, wie Sexualität funktioniert, sondern nur Sätze wie "da muss man besonders vorsichtig sein, damit mit man seine Keuschheit nicht verliert", also anhand dieser Schrift sollte ich die Kinder aufklären. Die Kirchen müssen diese rigide Politik einfach fallen lassen.

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