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am Freitag, 13. Juli 2018 um 12:37

Paragraf 203 reicht nicht

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Bundes­ärzte­kammer warnt vor Aufweichung ärztlicher Schweigepflicht
vom Donnerstag, 12. Juli 2018
Ist man mit einer Verletzung der Schweigepflicht durch seinen Therapeuten konfrontiert, so wird man schnell feststellen, dass § 203 der blanke Hohn ist. Die Verjährungsfrist beträgt nur 3 MONATE! In dieser knappen Zeitspanne wird man sich gerade mal darüber bewusst, welch schädigendes Potential dieses Handeln auf die psychische Verfassung entfaltet und dass es eine Möglichkeit der Anzeige gibt. Diese überhaupt zu erstatten ist ebenfalls eine hohe Hausnummer, bestand doch vorher eben dieses starke Band der engen und vertrauensvollen Beziehung. Folglich zeigt man erst an, wenn man mit dem Fehlverhalten absehbar anhaltend nicht klar kommt. Dann ist es zu spät und man erhält die Mitteilung des eingestellten Verfahrens wegen Verjährung. RUMS!

Im Versuch der zivilrechtlichen Klage wird man feststellen, dass der Gutachter nach Strich und Faden beschönigt, Beweise unter den Tisch fallen lässt und die Richter an Verletzungen der Schweigepflicht im Rahmen psychotherapeutischer Behandlungen gar nicht interessiert sind. Für die Psychotherapie jedenfalls gilt eigenen Erfahrungen zufolge: Die Schweigepflicht ist Augenwischerei.

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