DÄ plusForenKommentare NewsFrage an Dr. Katarina Barley bezüglich Inneres und Justiz

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Avatar #33377
am Freitag, 19. Januar 2018 um 23:15

Beschneidung aus rituell-religiösen Gründen = Genitalverstümmelung

Es gibt Aussagen der Ärzteschaft, aber eben nur von Teilen: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/86976 .
Meines Wissens fehlt eine klare Position des Deutschen Ärztetages oder der Bundesärztekammer. Letztlich geschieht hier im Zeichen der Religionsfreiheit tagtäglich Barbarisches, das ohne den Kontext des Ritus mehrfach strafbedroht wäre.
Avatar #727963
am Mittwoch, 25. Juli 2018 um 21:19

Frage an Dr. Katarina Barley bezüglich Inneres und Justiz

Sehr geehrte Frau Ministerin Dr. Barley,

erstmals in der Geschichte der USA begann im April 2017 ein Strafprozess nach 18 USC 116 (female genital mutilation, FGM). In Detroit, Michigan, waren Dr. Nagarwala sowie die Eheleute Attar angezeigt worden, drei Angehörige der schiitischen Dawudi Bohra, denen FGM religiöse Pflicht ist (https://tinyurl.com/y7wearfe).

Islam der Sunniten. Im islamischen Recht der Schafiiten gilt die männliche wie weibliche Beschneidung als wâdschib (farD), religiös verpflichtend. Die anderen sunnitischen Rechtsschulen bejahen die weibliche Beschneidung, den Malikiten gilt sie als sunna (unbedingt nachzuahmen), Hanafiten wie vielen Hanbaliten als makrumâ (ehrenwert), die übrigen Hanbaliten bewerten sie als religiöse Pflicht (https://tinyurl.com/yamu9kvt).

Sind Sie der Auffassung, dass eine religiös begründete FGM Typ Ia oder FGM Typ IV durch Art. 4 Grundgesetz gedeckt und auch nicht durch § 226a StGB verboten ist? (https://tinyurl.com/qzxoz2k)

Auch die Jungenbeschneidung, die männliche „Genitalverstümmelung ist immer ein massiver Eingriff, der nicht selten den Tod und häufig lebenslange Schmerzen und psychologische Traumata nach sich zieht“, um Ihre, für das männliche Geschlecht ebenfalls zutreffende, Aussage zur FGM zu zitieren. Die Grund- und Freiheitsrechte des Individuums betreffend, hat das Grundgesetz zwischen Frau und Mann, zwischen Mädchen und Junge nicht zu differenzieren (https://tinyurl.com/yb8dvgau).

Bekennen Sie sich zum Beibehalten der WHO-Kategorisierung weiblicher Genitalverstümmelung, welche FGM definiert als Typ I, II, III, IV? Kämpfen Sie mit uns gegen die Straffreistellung der Chatna (chitan al-inath, sunat perempuan), auch der milden Sunna? Jede Form von FGM (I, II, III, IV) gehört verboten – überall auf der Welt.

Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge (FH)

https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/dr-katarina-barley/question/2018-03-28/297901
Avatar #79783
am Mittwoch, 25. Juli 2018 um 21:40

Die Duldung

der männlichen Genitalverstümmelung einwilligungsunfähiger Säuglinge (Judentum) oder Kinder (Islam) leistet diesen Praktiken bei Mädchen Vorschub, schließlich ist auch hier eine "religiöse Vorschrift" zu befolgen, die Eltern zur Misshandlung iher Kinder zwingt. Vor lauter Besognis von Rassismus oder gar Antisemitismus wurde ein fataler Üräzedenzfall geschaffen
Avatar #79783
am Mittwoch, 25. Juli 2018 um 21:42

Die Duldung

der männlichen Genitalverstümmelung einwilligungsunfähiger Säuglinge (Judentum) oder Kinder (Islam) leistet diesen Praktiken bei Mädchen Vorschub, schließlich ist auch hier eine "religiöse Vorschrift" zu befolgen, die Eltern zur Misshandlung iher Kinder zwingt. Vor lauter Besognis von Rassismus oder gar Antisemitismus wurde ein fataler Präzedenzfall geschaffen

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