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am Montag, 30. Juli 2018 um 20:43

Kinderarzt in Deutschland

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Kinder- und Jugendärzte sehen Landarztquote kritisch
vom Montag, 30. Juli 2018
Es wuerde sicher helfen wenn 1. man Vollzeitstellen als normal empfindet auch in der Paediatrie und nicht 19.5 Stunden oder weniger - davon kann selbst eine Frau in Deutschland nicht leben 2. wie kommt es dass ein niedergelassener Kinderarzt die Anstellung so kalkuliert, dass er einem zum Sommer 2 Wochen vor Ende der Probezeit (30 Jahre Arbeitserfahrung) kuendigen darf und die Aerztekammer akzeptiert dass ein Praxenbesitzer nur fuer die Schnotternasensaison einstellt, dies aber nicht im Vertrag deutlich zu machen hat ? 3. wie kann es sein dass ein Chefarzt 2017 beim Bewerbungsgespraech sagt (sagen darf): "na dann wissen Sie ja mehr als meine Oberaerzte ?"- na, soll er sich doch freuen ueber soviel 'Mehrwert' ! 4. wie kann es sein, dass man einen Facharzt in einem Job (als mehr laesst es sich wohl die Taetigkeit nicht bezeichnen) ueberhaupt anbieten darf, der aus 20Stunden/Woche Nachtdiensten besteht an einer kleinen Kindeabteilung ? 5. Wieso muss ein Kinderarzt in einer deutschen Kinderarztpraxis taeglich mindestens einmal einen Kinderkopf nach Laeusen absuchen - wenn doch jeder weiss, dass Kopflaeuse keine Krankheiten uebertragen und nichts anderes als ein aestethisches/soziales Problem sind ? Koennen Eltern und Kindergaertnerinnen keine Laeuse von Regenwuermern unterscheiden ? Europa lacht wenn man davon jenseits der Grenzen erzaehlt 6. Wieso muss man als Kinderarzt in Deutschland 35 mal am Tag feststellen, ja dass Kind hat seit gestern Schnupfen bzw einen roten Hals, wenn alle Eltern genau wissen dass das wieder vorrueber geht und den Aufwand nicht wert ist. 7. Warum werden vorallem Muetter behandelt als waere ihr IQ so gerade mal 70 - natuerlich weiss sie selber, dass ihr Kind noch keine 3 Tage Fieber ohne Fokus hat, trinkt und spielt und gern ein paar Gummibaerchen aus der Tuete fischt, also nicht in die Kategorie fatale Erkrankung faellt. Geht es um Ueberwachung der Mutter und ihrer Kompetenzen ist das bei dem flow einer dt Kinderarztpraxis nicht hinzukriegen - eine Kinderkrankenschwester oder Sozialarbeiterin waere da angemessen 8. Wo ist die Evidens dafuer, dass eine Kinderarztpraxis dann gut ist, wenn 1 Kinderarzt 60 Kinder (mit Eltern) 'ansieht' - waehrend das ausser in Indien oder in einem Kriegsgebiet nicht ueblich ist ? 9. Wieso kann man bei sovielen Kindern in Deutschland mit Indikatoren fuer suboptimale Kindergesundheit es sich ueberhaupt leisten, nicht einzustellen, den Kindern eine 60/Tag flow anzubieten und dann noch abzuwerben in die 'Weiterbildung" zum Allgemeinmediziner (Gehalt kommt von der KV) mit 2 Jahren Praxis und 2 Jahren Innerer - ironischerweise wuerden meine 2 Jahre Kinderchirurgie und 6 Monate Gyn/obs dann als ''Chirurgie' zaehlen. Ist das der richtige Einsatz von Wissen und Koennen und Zeit und Geld und Energie ? Ich wuensche den jungen Landaerzten viel Spass mit den paediatrischen Symptomen und Diagnosen.

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