DÄ plusForenKommentare NewsRe: Könnte eine einmalige Dialyse das Nikotin aus dem Blut entfernen ?

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Avatar #731292
am Freitag, 26. Oktober 2018 um 22:01

Kein Enzym notwendig!

Kommentar zur Nachricht
Enzym, das Nikotin im Blut abbaut, könnte Rauchstopp erleichtern
vom Freitag, 19. Oktober 2018
Mit der E-Zigarette braucht man kein Enzym um rauchfrei zu sein!
MfG
Avatar #747495
am Freitag, 2. November 2018 um 12:16

Könnte eine einmalige Dialyse das Nikotin aus dem Blut entfernen ?

Der Hund beißt sich selbst in den Schwanz : Das im Blut vorhandene Nikotin erzeugt die physische
Abhängigkeit von Nikotin. Wenn die Sucht so stark ist, das man nicht über die Willenskraft vom Nikotin
loskommt, könnte ich mir vorstellen, dass eine einmalige Dialyse das Nikotin (und viele andere Gifte) aus dem Blut entfernt, so dass die Abhängigkeit von Nikotin beendet wird. Mit E-Zigaretten beendet
man die psychische Abhängigkeit vom Rauchen, nicht jedoch die physische Abhängigkeit von Nikotin.
Avatar #715180
am Freitag, 2. November 2018 um 13:13

Re: Könnte eine einmalige Dialyse das Nikotin aus dem Blut entfernen ?

Die Pharmakokinetik von Nikotin (zB nach Knut-Olaf Haustein, Tabakabhängigkeit, Deutscher Ärzte-Verlag 2001) zeigt, dass es schon spontan über Nacht regelhaft zu einem substanziellen Abklingen des Blutspiegels kommt. Eine Dialyse ist also definitiv nicht erforderlich, und wäre zB wegen der Erfordernis eines großlumigen zentralvenösen Zugangs auch ein völlig unvertretbares Risiko.

Abgesehen davon habe ich (Nephrologe) noch nie Entzugserscheinungen von Nikotin (im Ggs. zu Alkohol) an der Dialyse beobachtet, obwohl einige Dialysepatienten auch rauchen, zT unmittelbar vor der Behandlung. Früher wurde – anekdotisch – zT sogar WÄHREND der Dialyse geraucht, was jedenfalls einem zu niedrigem Blutdruck durchaus entgegenwirkte. Daher erscheint mir eine "Dialysierbarkeit" (ohne Daten zu kennen; auch bei akuten Intoxikationen scheint dies keine Rolle zu spielen?) wenig plausibel bzw. hilfreich.

Abgesehen davon sind (je nach Untersuchung) ca. 30-50% der aktuellen Nichtraucher ehemalige Raucher, die somit von allein das Rauchen drangegeben haben.

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