DÄ plusForenKommentare NewsImmer noch: "Des Kaisers neue Kleider"...

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Avatar #715180
am Montag, 5. November 2018 um 01:45

Des Kaisers neue Kleider ...

@Staphylococcus rex
1.
Die These: "(auch) Tabakkontrolle lügt wie gedruckt" am Beispiel TB ist nicht zu widerlegen.
WISSENTLICHE Vorspiegelung falscher Tatsachen.
Ich lasse mir daher den Mund nicht verbieten.

2.
Die genannten Zahlen sind bekannt, und ich habe sie grds. nicht bestritten.
Es handet sich aber um FIKTIVE (= berechnete) "Todesfälle".

Bislang wurde nicht bei einem einzigen Menschen die Todesursache "Passivrauch" objektiv festgestellt, und der Beitrag besagt insofern nichts neues.

Nun ließe sich die Gefährlichkeit von "Passivrauch" ALTERNATIV und OHNE JEDEN VERNÜNFTIGEN Zweifel feststellen, indem nämlich die Zahl der Neuerkrankungen bzw. Verstorbenen ZURÜCKGEHT, wenn immer weniger Menschen rauchen (vgl. Cholesterin und CVD, oder auch: Impfungen und Infektionen).

DAS WENIGSTENS muss sich doch ZÄHLEN lassen, wenn wir hier nicht über ein – mit Verlaub – "Hirngespinst" reden.

"Rosinen" wie die Bremer oder DAK-Daten, geschweige denn "Toskana" oder "Schottland" lassen sich bevölkerungsweit eben nicht nachvollziehen. Interessant: Pötschke-Langer (Pötschke-Langer M: Der Nichtraucherschutz wirkt. Radiologe 2016 · 56:442–444) verschiebt den Nachweis auf den "Sankt-Nimmerleins-Tag", OBWOHL angeblich (2005) "Soforteffekte" gerade für CVD verantwortlich gewesen sein sollen. Ein Schelm, der Böses dabei denkt...

Ach ja: redete sie 2005 noch von "Menschen sterben durch Passivrauch", stellte SIE SELBST 2015 klar: "NACH ANALYSEN ..." (Pötschke-Langer M (2014) Passivrauchen: Sechs Jahre Nichtraucherschutzgesetze in Deutschland und ihre Folgen. Radiologe 54:156–157).
WISSENTLICHE Vorspiegelung falscher Tatsachen.

IHRE Darstellung von "realen" Toten befindet sich also im sachlichen Widerspruch zu der Aussage von Frau Pötschke-Langer. Bitte das zu erklären.

So lange also KEIN TATSACHENBEWEIS vorliegt, ist die These "Passivrauch ist eine FIKTION" (beruht allein auf Berechnungen) nicht widerlegbar.

3.
Wie verhält sich die Forderung nach "verbaler Abrüstung" mit "Raucher sind Mörder"? Sieht so ein gedeihliches Miteinander aus?

MERKEN Sie eigentlich nicht, WIE TIEF Sie Ihre (UNBESCHOLTENEN!) Mitmenschen mit so etwas VERLETZEN? Auf der Basis von HIRNGESPINSTEN (widerlegen Sie das doch endlich!)?

Sorry: "Vor Ihro Kayserliche Majestät hab ich, wie immer, schuldigen Respect. Er aber, sags ihm, er kann mich ..."

"Nein ist Nein": ja sicher, habe ich doch gesagt (gegenseitiger RESPEKT). Aber doch nicht ÜBERALL!!!

Was spricht denn gegen "Raucherabteile"? NIE IM LEBEN würde ich mich mit einem fanatischen Tabakgegner "auf ein Bier" in einem geschlossenen Raum zusammensetzen. Ich erhebe dementgegen ANSPRUCH auf EIGENE Räumlichkeiten. Muslime bekommen ihre Moscheen. Warum also keine Räume für Raucher.

4.
Sie argumentieren doch sonst so rational.
Gehen wir mal gedanklich auf einen Kriegsschauplatz: Tote und Verletzte kann man ZÄHLEN. REAL.

Gehen wir dagegen mal in ein Leichenschauhaus.
Aufgabe: ZEIGEN sie mir EINEN EINZIGEN Toten, der die Hypothese vom Passivrauch bestätigt. Klipp und klar. Ohne jeden "vernünftigen Zweifel".

Und jetzt nochmal: Soldaten sind also POTENTIELLE, Raucher REALE MÖRDER.
Wie irregeleitet ist das denn?

Menschen KÖNNTEN "am Passivrauch" (mit) gestorben sein. Ja, natürlich. Hätte, könnte, wäre, alles ist möglich. SIND: nach derzeitigem Stand der REALEN WELT -- NIE UND NIMMER.

WISSENTLICHE Vorspiegelung falscher Tatsachen.

Avatar #715180
am Montag, 5. November 2018 um 10:05

Immer noch: "Des Kaisers neue Kleider"...

Gerade die Daten zu Lungenkrebs und nichtrauchenden Ehefrauen sind übrigens universitäres Lehrstück einer offensichtlich bemerkenswerten statistischen (Fehl-) Interpretation (1).

ZITAT:
Beispiel: Passiv-Rauchen
In der Fontham-Studie [6] wurde das Risiko des Passiv-Rauchens bei Frauen untersucht. Dazu wurden als Fälle verheiratete Frauen mit Lungenkrebs betrachtet. Die Exposition durch Passiv- Rauchen wurde dann angenommen, wenn die Ehemänner Raucher waren. Alle Frauen waren Nichtraucherinnen.
Die Fontham-Studie ist zweifellos eine der gründlichsten Studien zum Thema Passivrauchen. Die Erhebung der Exposition erfolgte durch Befragung und durch Laboruntersuchungen der Probandinnen. Es handelte sich um keine matched-pairs-Studie, da die Gruppen bezüglich Alter nicht balanciert wurden. (...)
Aus Tabelle 5b ergibt sich ein signifikantes odds ratio von or = 1.37. Die Prävalenz der Exposition, die aus der Exposition der Kontrollen errechnet wurde, beträgt q = 63%. Diese Prävalenz muss repräsentativ für die Referenzbevölkerung (verheiratete Nichtraucherinnen) sein, auf die sich die Aussage der Studie bezieht.
Das würde aber bedeuten, dass 63% aller Ehemänner von Nichtraucherinnen (starke) Raucher sind und dies wäre wohl eher unwahrscheinlich. Es erhebt sich daher die Frage, ob in der Fontham- Studie eine repräsentative Kontrollgruppe für passiv-rauchende Frauen in der Bevölkerung gewählt wurde.
Sollte die Kontrollgruppe nicht repräsentativ sein, ergäbe sich in der Fontham-Studie eine Verzerrung der Ergebnisse durch Selektion. Ist die Prävalenz der Exposition in der Bevölkerung kleiner, dann wird das relative Risiko unterschätzt.
Eine alters-adjustierte Auswertung [6] ergab ein odds ratio von or = 1.29 und ein 95%- Konfidenzintervall von [0.99,1.68]. Das besagt, dass der wahre Wert des odds ratios noch 1 sein kann, d.h. dass die Exponierten und die Nicht-Exponierten das gleiche Lungenkrebs-Risiko haben könnten.
In der Presse war allerdings zu lesen, dass die Studie ergab, dass durch Passiv-Rauchen das Lungenkrebs-Risiko um 30% steigt. Diese Information ist sachlich unrichtig, da die Studie nicht ergab, dass die absolute Risikoreduktion von Nicht-Passiv-Rauchern 30% beträgt, denn die absolute Risikoreduktion lässt sich mit den Daten der Fontham-Studie nicht ermitteln.
Diese Information bezog sich auch nicht auf die ätiologische Fraktion ef = 19%, die bedeuten würde, dass durch diese Studie 19% aller auftretenden Lungen-Karzinome auf Passivrauchen zurückgeführt werden. Vielmehr betrug das alters-adjustierte odds ratio or = 1.29, d.h. es war gegenüber 1 um 29% erhöht. Allerdings war diese Erhöhung nicht signifikant, d.h. dass das Ergebnis auf purem Zufall beruhen kann.

(1)
http://www.uniklinikum-saarland.de/fileadmin/UKS/Einrichtungen/Fachrichtungen_Theor_und_Klin_Medizin/IMBEI/instvers/lernprogramm/

Kapitel 2

Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Medizinische Informatik
Lernprogramm "Medizinische Informationsverarbeitung"
Autoren: Uwe Feldmann, Stefan Gräber

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