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Avatar #715180
am Montag, 12. November 2018 um 01:13

Urheberrecht?

Kommentar zur Nachricht
Elektronische Gesundheitsakte: Erste Erfahrungen im Test und im Betrieb
vom Mittwoch, 24. Oktober 2018
Die EIGENEN Gesundheitsdaten?

Abgesehen von "objektiven" Befunden (Labordaten, Röntgenbilder usw.) GEHÖREN bspw. die DIAGNOSEN dem behandelnden Arzt.

Dieser ist URHEBER. Dieser HAFTET.

Dieser gewährleistet bislang auch VERLÄSSLICH die SCHWEIGEPFLICHT, die ja ihrem Wesen nach BEI WEITEM MEHR ist als reiner "Datenschutz"; wie anekdotische Beispiele der Vergangenheit zeigen, gaben aufrechte Ärzte – ähnlich wie Priester – Einzelheiten auch nicht unter Drohung preis!

Das scheint mir rechtlich bis hin zu verfassungsmäßig noch ganz und gar nicht ausgegoren.

Ganz abgesehen von Aspekten der Datensicherheit ("JEDER Tresor kann irgendwann geknackt werden").

Ganz abgesehen davon, dass "rein hypothetisch" bspw. bei jeder künftigen Bewerbung – natürlich "rein freiwillig" – ein Auszug verlangt werden "könnte" (der PATIENT ist ja jetzt plötzlich "Herr seiner Daten", immer m/w). Usw usf. Wenn die "eidesgemäße Schweigepflicht" nämlich NICHT MEHR zwischen dem Patienten und Begehrlichkeiten Dritter steht, sondern nur noch ein rein technologischer "Datenschutz". Keine Daten, kein Job, könnte es demnächst heißen. Welche Perversion.

Avatar #715180
am Montag, 12. November 2018 um 13:27

Anlasslose Datenfreigabe?

Ich möchte noch zu bedenken geben:
Die geschilderte Vorgehensweise der KK entspricht mMn einer "anlasslosen Datenfreigabe" PRIVATESTER Daten.

Diese nunmehr quasi in einer Art "public domain" befindlichen Daten sind folglich LEDIGLICH per Gesetz geschützt.

"Schlimmstenfalls" bedürfte es quasi eines einzigen "Federstrichs" (Gesetzesänderung), um diese Daten wem auch immer zugänglich zu machen.

Auch wenn es heutzutage quasi "üblich" sein mag, sein gesamtes Privatleben öffentlich zu machen ("ich habe ja nichts zu verbergen"), sei daran erinnert, dass es auch in einer Demokratie nicht völlig ausgeschlossen ist (siehe Polen), dass in den nächsten Jahrzehnten Leute an die Macht kommen, für die Begriffe wie "Stasi" oder "Blockwart" eher "Begehrlichkeiten" repräsentieren.

Oder man bedenke die Einführung eines "Malus-Systems" (vgl. China), für welche Lebensbereiche und zu wessem Nachteil auch immer.

BISLANG sind die Daten SICHER (ich vergaß, neben Ärzten und Priestern auch ANWÄLTE zu erwähnen!).

SELBST UNTER DROHUNG.

Was aber wenn...

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