DÄ plusForenKommentare NewsVitamin D UNTERDOSIERT ???????

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Avatar #67593
am Donnerstag, 15. November 2018 um 21:35

"Wissenschaft ist irgendwas mit Tabellen" -NEIN !

Die Vital-Studie sollte zurückgezogen werden, das fordern internationale Experten. Die Gründe:
1)Unterdosierung ist eine klassische Strategie, um Unwirksamkeit vorzutäuschen.
2) Jeder weiß, dass Vitamin D auch durch Sonnenstrahlen gebildet wird, nur die Studienautoren scheinbar nicht.
3) Wieso wurden die Teilnehmer der Studie nicht im Bezug auf ihren Vitamin-D-Spiegel ausgewertet?
So wäre ein perfektes Kriterium da gewesen, um den Nutzen des besseren Vitamin-D-Spiegels zu erkennen (oder abzulehnen), so wie dies andere Studien bereits gezeigt haben.
Dr. med. Raimund von Helden, Hausarzt, 57368 Lennestadt
Avatar #715180
am Montag, 19. November 2018 um 16:39

Vitamin D UNTERDOSIERT ???????

2.000 IE tgl. sind die MAXIMAL als gesichert verträglich anzusehende Dosis (zB Dtsch Arztebl Int 2010; 107(37): 638–43; DOI: 10.3238/arztebl.2010.0638). Nebenwirkungen wie Intoxikationen (Hyperkalzämie, Emesis) oder auch "nur" Nephrolithiasis kommen im internistisch-nephrologischen Alltag bei Nichtbeachtung durchaus vor. Zu denken wäre auch an eine langfristig akzelerierte Arteriosklerose.

Nach hiesiger Erfahrung wäre sehr wohl eine gesicherte Indikation abzuwägen, jedoch nicht ewig diese anscheinend v.a. industriegetriggerte "Hype" (vgl. "Die Wahrheit über Vitamine"; WDR vom 13.09.2016).

Aufschlussreich:
- Lancet Diabetes Endocrinol 2017; 5: 986–1004 (Review)
- a-t 2010; 41: 127-9: PRÄVENTION MIT HOCHDOSIERTEM VITAMIN D?
Aus eigener Erfahrung zu ergänzen: eine "Blutspiegelmessung" scheint UNZUVERLÄSSIG zu sein, um Intoxikationen rechtzeitig zu erkennen (Emesis bei 40.000 IE/Woche x 6 Monate, somit ca. 6.000 IE tgl., Serumspiegel um 30 ng/ml; empfohlen wurde dagegen eine NOCH höhere Dosierung...; Besserung nach Absetzen).

@gennaro: im Kommentar wurde allerdings sehr deutlich auf diverse Probleme hingewiesen. Und: "Ein solches Ausmaß statistischer Signifikanz habe ich in all meinen Jahren, in denen ich klinische Studien mache, noch nie gesehen." Na ja, SERIÖS klingt für mich anders...

NB behandeln wir u.a. (supportiv) mit hochdosiertem "Fischöl" bei IgA-Nephropathie schon seit langem (Donadio J V et al. (1994) A controlled trial of fish oil in IgA nephropathy. NEJM 331: 1194). Die Verträglichkeit ist, sagen wir mal, "bescheiden" (Abfallprodukt); wenn schon, dann zB Walnüsse oder andere O3-Träger.

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