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Avatar #115734
am Donnerstag, 6. Dezember 2018 um 18:14

Fentanyl

Das überlassen eines Fenranylpflaster an sich finde ich nicht strafbar. Strafbar finde ich wenn man dem patienten nicht sagt, dass man nicht warm duschen soll...Der Patient kann ja auch warm duschen nachdem das pflaster aufgeklebt wurde. Die Patienten gehen normalerweise selbst mit Rezept die pflaster in die Apotheke holen, also was soll da strafbar sein....
Opioide sind indiziert für starke Schmerzen...es geht nicht un die Natur der schmerzen sondern um die Stärke der Schmerzen...
Es hat auch nichts damit zu tun ob man dement ist oder nicht schlucken kann, sondern um die kinetik, das pflaster wirkt langsam, lange aber dafür nicht so stark, also eher für chronische schmerzen, bez schmerzen die schon eine zeit anhalten...eine tablette hat eine andere kinetik, tabletten in nicht retardierter form wirken kürzer und sind eher für akute schmerzen sinvoll....
Avatar #115734
am Donnerstag, 6. Dezember 2018 um 18:19

Fentanyl

Das überlassen eines Fenranylpflaster an sich finde ich nicht strafbar. Strafbar finde ich wenn man dem patienten nicht sagt, dass man nicht warm duschen soll...Der Patient kann ja auch warm duschen nachdem das pflaster aufgeklebt wurde. Die Patienten gehen normalerweise selbst mit Rezept die pflaster in die Apotheke holen, also was soll da strafbar sein....
Opioide sind indiziert für starke Schmerzen...es geht nicht un die Natur der schmerzen sondern um die Stärke der Schmerzen...
Es hat auch nichts damit zu tun ob man dement ist oder nicht schlucken kann, sondern um die kinetik, das pflaster wirkt langsam, lange aber dafür nicht so stark, also eher für chronische schmerzen, bez schmerzen die schon eine zeit anhalten...eine tablette hat eine andere kinetik, tabletten in nicht retardierter form wirken kürzer aber in der Regel stärker ( erreichen in der Regel höhere Blutspiegel) und sind eher für akute schmerzen sinvoll....
Avatar #115734
am Donnerstag, 6. Dezember 2018 um 19:48

Fehlurteil

Ich würde durchaus einem jüngeren patienten mit chronischen Schmerzen eher ein Fentanylpflaster verabreichen als Tabletten. Das Risiko einer versehentlichen Überdosierung mit Tabletten, die sehr schnell sehr hohe Spiegel erreichen können, ist um ein vielfaches höher ( die patienten nehmen eine Tablette nach der anderen)...Die Pflaster sind schon eine sichere Sache, wenn man sie richtig anwendet, ich vermute ein Herstellungsfehler..
Die Verabreichung starker Opioide rechfertigt sich nicht aufgrund der Diagnose, sonder aufgrund der Stärke der Schmerzen....also egal ob Tumorschmerz
oder Bandscheibenvorfall, alleine die Stärke der Schmerzen sind ausschlaggebend.
Also Tumorschmerz: keine starken schmerzen keine opioide , starke schmerzen opioide.... das gleiche gilt für Bandscheibenvorfälle...
Ärzte die berechtigt sind Btm Medikamente zu verschreiben dürfen sie nach meinem Empfinden, klarerweise auch verabreichen und davon gehe ich hier in diesem Fall auch aus...
Leitlinien sind keine Gesetzte die man Punkt für Punkt befolgen muss. Es sind halt Leitlinien, die dazu verleiten sollen in eine gewisse Richtung zu denken....
In der Medizin ist man nie auf der sicheren Seite, man muss immer rechtfertigen können was man getan hat und wieso..
Ich finde dieses Urteil mit dieser aufgeführten Begründung eine Farce..
Bei solchen Urteilen wundert es mich nicht dass viele Ärzte keine Verantwortung mehr übernehmen wollen,sich damit begnügen die patienten an andere Ärzte zu verweisen, rezeptpflichtige Medikamente weitgehend meiden und generell es vermeiden Hand am Patienten aufzulegen, um schlicht und einfach nicht belangt zu werden...
Wenn ich für sowas belangt werden würde, dann würde ich ganz einfach meinen Job an den Nagel hängen...

Avatar #115734
am Freitag, 7. Dezember 2018 um 18:41

Fehlurteil

Wir Ärzte müssen uns darauf verlassen können dass die Medikamente sicher sind.
Für nicht funktionnierende Pflaster die den ganzen Wirkstoff auf einmal abgeben, trägt nicht der Arzt die Schuld, sondern der Hersteller. Man verlässt sich darauf dass ein Produkt das tut was es soll, sonst kann man seine Arbeit nicht tun. Und wenn immer wieder Todesfälle wegen dieser Pflaster auftreten, dann muss der Hersteller diese Pflaster aus dem Verkehr ziehen...
Was ist das für eine Argumentation, der Arzt muss bestraft werden, weil die Indikation nicht gegeben ist, man kann doch nicht einen Todesfall aufgrund einer Indikation rechtfertigen.
Soll man daraus ableiten, dass wenn das Febtanyl pflaster indiziert gewesen wäre der Todesfall weniger schlimm gewesen wäre...
Ich kann nur den Kopf schütteln über soviel Dummheit...

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