DÄ plusForenUSAwas soll da nicht zutreffen?

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Wer einen Arbeits­aufenthalt im Ausland plant, hat viele Fragen. In diesem Forum können Ärzte aus dem Ausland ihre Erfahrungen weitergeben und sich mit mit Ärzten in Deutschland austauschen.Wer einen Arbeits­aufenthalt im Ausland plant, hat viele Fragen. In diesem Forum können Ärzte aus dem Ausland ihre Erfahrungen weitergeben und sich mit mit Ärzten in Deutschland austauschen.

Avatar #674014
am Sonntag, 25. November 2018 um 14:32

Als Facharzt für Gastroenterologie in den USA arbeiten.

Als Facharzt in den USA arbeiten.

Zu diesem Thema wurden viele Beiträge verfasst, ich habe leider keinen
gefunden, welcher auf mein Profil bzw. meine Frage zugeschnitten ist.
Mein Anliegen:

1. Lohnt sich eine Tätigkeit in den USA als deutscher Facharzt?
2. wie stehen die Chancen, an invasiven Diagnostik teilzunehmen.

Mein Profil:
Facharzt für Innere Medizin/Gastroenterologie/Notfallmedizin, European Board of Gastroenterology and Hepatologie (EBGH). DEGUM Level I Certificate. Selbstständige Durchfürhung für viele invasive/nichtinvasive gastroenterolgische Diagnostik. DGVS-Zertifikaten in Hepatologie/onkologische Gastroenterologie/gastroenterolgische Infektion. Diabetologie Ddg würde ich bestimmt einem anderthalb Jahr schaffen. Erste Autor für mehrere Publikationen/systematische Übersichten. Habilitationsverfahren läuft, wissenschaftlich ambitioniert.
Fließend in Englisch/Deutsch/Arabisch. Gut in Spanisch.
Mitte 30, Familie mit 3 Kindern.

Ist das USMLE mit Mitte 30 noch sinnvoll oder bin ich zu alt dafür? Für Fellowship ist die USMLE-Prüfung ein Muss'?

Ist mein Profil für potentielle AG in den USA von Interesse?

Ist möglich einen Platz in Gastroenterologie ggf. Advance Endoscopy fellowship zu bekommen? Wie stehen die Chancen für ausländische (relativ alt) Ärzte eine Residency dort zu bekommen?Ist es möglich dort während der Weiterbildung (residency) aktiv an der Endoskopie teilzunehmen?

Ich bedanke mich vorab für das Interesse und die Hilfe!
Avatar #90444
am Sonntag, 16. Dezember 2018 um 05:03

was soll da nicht zutreffen?

Haben Sie sich mal den Beitrag von surgeonusa vom
Avatar #90444
am Sonntag, 16. Dezember 2018 um 05:30

was soll da nicht zutreffen?

Haben Sie sich mal den Beitrag von surgeonusa vom 31.08. angesehen? Dort werden nahezu wortwoertlich dieselben Fragen wie in Ihrem Beitrag gestellt, und IMHO sind die Antworten fuer Ihren Fall genauso zutreffend.

Hier die Kurzfassung:
1. "Lohnt sich die USA?" Das haengt nur von Ihrer Erwartungshaltung und Motivation ab. Was wollen Sie dort? Soll das nur ein zeitlich begrenztes Intermezzo sein oder langfristige Auswanderung?
2. "Bin ich dafuer zu alt?" Nein. Viele der international medical graduates kommen nach abgeschlossener Facharztausbildung und ggf. auch Berufserfahrung im Heimatland in die USA.
3. "Lohnt sich das USMLE?" Das hat nichts mit "Lohnen" zu tun. Es ist eine unumgaengliche Voraussetzung fuer die Zulassung als Arzt in den USA.
4. spezifische Taetigkeiten in der Inneren Medizin/Gastroenterologie: => https://www.abim.org/ , dort finden Sie die derzeitigen Anforderungen fuer die US Facharztausbildung und Unterspezialisierungen.

Auch wenn ich kein Internist oder Gastroenterologe bin, hier drueben ist der Weg in die Gastrologie ziemlich kompetiv, d.h. da haben die fellowship program bereits ueppige Auswahl unter den einheimischen Kandidaten. Das macht es fuer alle nicht Ami Kandidaten relativ schwer, aber nie unmoeglich. Wenn Sie also irgendwelche gastroenterologischen Kontakte in die USA haben, dann kommen Sie zu einem Besuch rueber und erkunden welche Chancen Sie haben eine fellowship und residency zu bekommen.

Viel Erfolg!
Avatar #674014
am Dienstag, 25. Juni 2019 um 14:52

Danke

Vielen Dank für Ihre Antwort

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Zusatzinfos

Mehr zu den USA

Eine Tätigkeit in den USA ist für Ärzte mit Approbation und seit dem 1.Juli 1998 auch für Ärzte im Praktikum innerhalb des sogenannten Residency Program (Weiterbildungsprogramm, das auch als Einstieg für Fachärzte notwendig ist) möglich. Voraussetzung für den Fall einer zeitlich begrenzten klinischen Tätigkeit in den USA (max. 7 Jahre) ist das ECFMG Standard Certificate. Es wird nach Bestehen von Step 1 und Step 2 des USMLE-Examens (United States Medical Licensing Examination), des TOEFEL-Tests (verlangt wird eine bestimmte Punktzahl) und des sogenannten Clinical Skills Assessment Test (CSA) ausgestellt. Die Prüfungen für Step 1 und Step 2 werden von dem ECFMG (Educational Commission for Foreign Medical Graduates in Deutschland in Testzentren in vier Städten (Berlin, Hamburg, Frankfurt und München) abgenommen. In diesem Jahr wurde der schriftliche Test durch einen Computer-Test ersetzt. Prüfungstermine werden über das ganze Jahr verteilt angeboten. Der CSA-Test, eine klinisch-praktische Prüfung wird jederzeit, jedoch nur in einem Testzentrum in Philadelphia angeboten

Für die Beantragung der sogenannten Green Card - Voraussetzung für eine langfristige Tätigkeit- ist schließlich noch die Absolvierung der 3. Stufe des USMLE-Examens notwendig.

Allgemeine Informationen über die Zulassung zum Arztberuf in den USA und eine Adressenliste der einzelnen Zulassungsbehörden sind erhältlich bei der:

Federation of State Medical Boards of the U.S. (FSMB)
400 Fuller Wiser Road
Suite 300
Euless, Tx 76039-3855
USA

Tel: (817) 571 2949
http://www.fsmb.org

Die offizielle Informationsbroschüre über die Tests mit den Anmeldeformularen schicken wir Ihnen auf Anforderung gerne zu, diese sind aber auch im Internet abrufbar unter:

Educational Commission for Foreign Medical Graduates
(ECFMG)
3624 Market Street
Philadelphia, PA 19104-2685, U.S.A.

Tel.: 001-215-386-5900
Fax: 001-215-387-9963
http://www.ecfmg.org

United States Medical Licensing Examination (USMLE)
3750 Market Street
Philadelphia, PA 19104-3190

Tel.: 001-215-590-9600
http://www.usmle.org

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