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Avatar #746127
am Freitag, 11. Januar 2019 um 13:08

Die Politik holt das Heft des Handelns zurück nach Berlin

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Spahn will Liposuktion zur Kassenleistung machen
vom Freitag, 11. Januar 2019
Das Spiel zwischen Legislative und Judikative in Bezug auf die Liposuktion geht in die Verlängerung: Nachdem der Gesetzgeber 1:0 in Führung gegangen war (§ 137c Abs. 3 SGB V, 23.07.2015), hat das Bundessozialgericht am 24.04.2018 souverän ausgeglichen (B 1 KR 13/16 R).
Man darf gespannt sein, was die Einwechslung von Stürmer Jens Spahn bringt.
Avatar #103205
am Freitag, 11. Januar 2019 um 14:15

Schönheitsoperationen von der Gesetzlichen Krankenkasse?

Fettabsaugungen grundsätzlich durch die Krankenkassen bezahlen zu lassen halte ich für völlig falsch.
Medizinische Leistungen sollten nicht durch das Ge­sund­heits­mi­nis­terium am Gemeinsamen Bundes­aus­schuss vorbei in den Katalog der von der GKV zu zahlenden Leistungen aufgenommen werden. Da wäre einer politischen Instrumentalisierung Tür und Tor geöffnet.
Und das im TVSG zu verstecken, halte ich für eine dreiste Trickserei.
Avatar #88767
am Freitag, 11. Januar 2019 um 16:36

Ärzte bezahlen die Fettabsaugung ihrer Patienten!

Dem Minister geht im Gesundheitswesen alles viel zu langsam, das ist bekannt. Und überhaupt, diejenigen, die etwas zu entscheiden haben, entscheiden in der Sache nicht so, wie sich der Minister das vorstellt.

Beispiel Fettabsaugung:
Der Minister will, dass das Ministerium allein entscheiden kann, welche Untersuchungs- und Behandlungsmethoden die Kassen bezahlen müssen. Weder Kassen noch G-BA noch KBV sind zu involvieren.

Was bedeutet es für die oben Genannten, wenn das Ministerium entscheidet?
Nun ja, der G-BA kann sofort einpacken und gehen.
Den Kassen kann es letztlich völlig egal sein, ob der Minister den Leistungskatalog verkürzt oder verlängert. Wird es teurer, werden eben höhere Zusatzbeiträge erhoben. Wird es billiger, wachsen die Finanzreserven der Kassen.
Für die KBV spielt es ebenfalls keine Rolle, ob der Leistungskatalog ausgeweitet wird. Einfach neue EBM-Ziffern aufnehmen, mit irgendwelchen Punktmengen versehen – fertig. Einem Funktionär ist nur eines wichtig, das eigene Wohlergehen. Wie es denjenigen geht, die man zu vertreten behauptet, ist sekundär.

Bleiben noch die Ärzte. Für die bedeutet das Vorhaben des Ministers eine Dekapitierung.
Denn der Minister erhöht großzügig einseitig den Leistungsumfang der GKV. Soweit es den ambulanten Bereich betrifft, zahlen die Ärzte bei jeder Leistungsmengen ausweitung die Zeche selbst. Denn die Kassen haben ja bezahlt und ein finanzieller Nachschlag auf Grund von Ausweitung des Leistungskatalogs ist nicht vorgesehen. Die Kassen werden sich also hinstellen und die Forderungen aus dem ambulanten Bereich zurückweisen. Begründung: Wir zahlen euch eine sehr, sehr gut bemessene Gesamtvergütung – mit befreiender Wirkung. Wenn jemand bei euch glaubt, dass seine Leistungen nicht angemessen bezahlt werden, dann müsst ihr Ärzte eben das vorhandene Geld besser unter euch aufteilen.

Alles klar? Die Geldmenge bleibt unverändert, die Leistungsmenge steigt – also müssen die Preise pro Leistung fallen.

Ob eine Fettabsaugung ambulant oder stationär erfolgt, entzieht sich meiner Kenntnis. Sollte sie ambulant erfolgen können, zahlen die Ärzte für das Wohlergehen ihrer Patienten. Was kommt nach der Fettabsaugung? Zahlen die Ärzte auch für den Besuch von Fitness-Studios, weil damit die Rückenschmerzen von Patienten reduziert werden könnten? ;-)

Spahn ist dabei, die gesamte Selbstverwaltung zu zerlegen und durch eine zentrale Planwirtschaft, oberste Planer sitzen dabei im BMG, zu ersetzen. Die nächsten Schritte von ihm könnten sein:
- Einführung einer EGO (Einheitsgebührenordnung) im ambulanten Bereich
- Reduzierung der Anzahl der Kassen auf ein Dutzend
- Einführung eines staatlichen ambulanten Gesundheitswesens
- Halbierung der Krankenhäuser
- …..

Vor 35 Jahren gab es eine prägnante TV-Werbung: „Nichts ist unmöglich“

Toyota hatte hellseherische Fähigkeiten :-D
Avatar #758744
am Freitag, 11. Januar 2019 um 19:35

Bitte um Sachlichkeit - es ist eine Krankheit - wichtige Info von einer Betroffenen

Habe eine RIESENGROSSE BTTE an alle, die momentan auf Überschriften oder zum Schutz "Ihrer Gilde" reagieren und argumentieren....
SICHT UND NOT DER BETROFFENEN FRAUEN UNF IHRER FAMILIEN:
Denn was in der aktuellen Berichterstattung völlig untergeht sind wichtige Fakten zum Lip-Ödem:
Es ist eine -vermutlich durch Gen-Defekt- bei Hormonschüben (typisch Pubertät, Schwangerschaft oder Wechseljahre) ausgelöste und leider weitestgehend unerforschte Krankheit, für die KEINE BETROFFENE etwas kann…
es liegt dummerweise leider in den Genen jeder 10. Frau..
.Männer können es nicht bekommen, sind aber Träger der Gene…
und bricht es einmal aus, ist es kaum zu stoppen…
....und schon garnicht mit den konventionellen Methoden (Lymph-Drainage und das Tragen einer dicken und sehr unangenehmen Kompression - im schlimmsten Fall an Armen UND Beinen - idR 12-16 Stunden und wenn es einen ganz übel erwischt, auch noch Nachts…
außerdem in der Regel Dauerschmerzen wie Weichteil-Rheuma, ebenfalls kaum beeinflussbar...
....auch um die von Kassen bei Ablehnung der OP gerne zitierten "konventionellen Methoden" müssen viele Betroffene kämpfen oder es privat zahlen
.....es ist also KEIN SPASS, KEIN "ICH WILL BISSCHEN SCHÖNER WERDEN" SONDERN EIN "ICH MÖCHTE EIN BISSCHEN AM LEBEN TEILNEHMEN KÖNNEN"
Ich verstehe, das die blöden und sehr missverständlichen Überschriften der Berichterstattung das in ein ungünstiges Licht setzen,
WERDE ABER NICHT AUFHÖREN; DIE FAKTEN ZU BENENNEN und wüsche nichtmal meinem ärgsten Feind, das er dieses Leben leben muß...und da bin ich noch nicht einmal beim Hochsommer, sondern im ganz normalen Leben.

Für alle, die nicht betroffen sind, einige wichtige Fakten, die der G-BA Artikel und die meiste der aktuellen Berichterstattung leider einfach „auslässt“
Durch das langwierige Verfahren sind seit über einem Jahr und für weitere Jahre Einzelfall-Entscheidungen NICHT mehr möglich und in dieser Zeit schreitet der Krankheitsverlauf weiter fort und es entsteht zahlreiche Sekundär-Erkrankungen
Die viel zitierten anerkannten konventionellen „Alternative-Behandlungen“ sind meist maximal zur Schmerzminderung, halten weitere Verschlechterungen seltenst auch nur auf und belasten die Allgemeinheit mit höheren Kosten als die Liposuktion.
Viele der Betroffenen werden Berufs- und Erwerbsunfähig, von den psychischen Belastungen der Betroffenen durch die Stigmatisierung, Schmerzen und Einschränkungen, mit massiven Auswirkungen auch auf Partner, Familien und vor allem der Kinder ganz zu schweigen .....
Wenn schon Fakten benennen wollen, DANN BITTE VOLLSTÄNDIG LIEBER G-BA und liebe Journalisten
Stehe -wie viele andere- fest im Leben stehende betroffene Frauen, gerne für Rückfragen und ernstgemeinte Berichterstattungen zur Verfügung !!!
Avatar #545734
am Samstag, 12. Januar 2019 um 01:30

Spahn dreht durch!

Nach FAZ bis zu 3 Mill. Betroffene bei geschätzten Kosten 10.000€ pro Behandlung nach Wikipedia macht 30.000.000.000 €. Wenn Herr Spahn dafür ist, sollte er den Bundeszuschuß für den Gesunheitsfond um diesen Betrag erhöhen. Dann kann man ja anschließend eine Wirksamkeitsstudie durchführen.

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