DÄ plusForenKommentare News"Scheindebatte über Grenzwerte" – oder aufgedeckte SCHARLATANERIE ?!?

Kommentare News

Kommentare News

Alle Kommentare zu Online-News

Avatar #715180
am Dienstag, 29. Januar 2019 um 20:45

"Scheindebatte über Grenzwerte" – oder aufgedeckte SCHARLATANERIE ?!?

Kommentar zur Nachricht
Schadstoffdebatte spaltet Regierung
vom Montag, 28. Januar 2019
ZWEIFEL ist bekanntlich Grundlage aller Wissenschaft, und ein Beitrag zur Versachlichung.

FALLS die Vorwürfe von Köhler und Kollegen zutreffen sollten, reden wir hier schlicht und einfach über – ggf. groß angelegte, systematische – "SCHARLATANERIE".
DAGEGEN Einspruch zu erheben, ist FUNDAMENTALE ärztliche Tradition, und mMn aller Ehren wert.

Wie redlich argumentieren also "epidemiologische Studien", wenn der "Surgeon General" (2014, The Health Consequences of Smoking, S. 384) im Kontext mit "Passivrauch", also u.a. nichts wirklich anderem als "Feinstaub", angibt:

»risk factors that are neither necessary nor sufficient have been interpreted as causal«? (*)

Wie wohl ist zu erklären, wenn zB Barbara Hoffmann (aerzteblatt.de vom 24. Mai 2018) behauptet, Menschen würden an der sprichwörtlichen "frischen Luft" quasi massenweise "tot umfallen" (»Herzinfarkte, Schlaganfälle und erhöhte Sterblichkeit«; angeblich überblicke sie "Tausende von Studien". Jos Lelevield sprach am 17.1.2019 in der ARD-Sendung "Monitor" sogar von jährlich 120.000 toten NICHTRAUCHERN: "genau so viele wie Raucher"), nunmehr aber sinngemäß von "vorsorglichem Gesundheitsschutz" (Bundesumweltministerin Svenja Schulze, 24.1.2019) die Rede ist?

Liegt allein dazwischen – toxikologisch – etwa nicht ca. der Faktor HUNDERT?

Etliche Tatsachen sind inzwischen bekannt (zB 1-4.000 µg/cbm in Innenräumen, 6.000 µg an Schweizer Arbeitsplätzen). Handeln also bspw. Behörden wirklich VÖLLIG unverantwortlich, wenn sie solche Werte zulassen?

Ist die erste Aussage ("akute Todesgefahr" bei 40µg) also nicht ganz offensichtlich MASSLOS ÜBERTRIEBEN?

Wird sie von Aussagen wie "mit Sicherheit ungefährlich auch für Risikogruppen" – also quasi von "eigenen" Leuten – nicht sogar der "Lüge" geziehen?

Ist es somit etwa unzulässig, eine offensichtliche "Bagatellgrenze" (40-110 µg/cbm) in Abwägung verschiedener Grundrechte (Eigentum, Reisefreiheit) – angesichts unmittelbar um sich greifender Konsequenzen – neu zu überdenken?

Zu Ende gedacht, stünden hier nicht nur Diesel und Benziner auf dem Prüfstand, sondern folgerichtig JEGLICHE Verbrennungsprozesse, auch Schiffs- und Flugreisen, bis hin zu HEIZUNGEN (!!!) in Privathäusern (Manfred Neuberger, 2008: Feinstaub und akutes Koronarsyndrom).

Dürfen wir demnächst also "zum Schutz der Umwelt" auch noch ERFRIEREN?

FALLS also Dieter Köhler und Kollegen – in bester galiläischer Tradition – sozusagen "Fakten gegen Glaubenskrieger" verteidigen, kann daran ja nun nichts "Verwerfliches" sein (der Vorwurf, man setze sich nicht für den Gesundheitsschutz ein, ist schlicht irreführend, wenn man – ggf. allzu naiv nachgebetete – "Scharlatanerie" aufzudecken sucht!).

Sie müssen vorerst auch keine "Mehrheit" hinter sich wissen: "Objektivität" sollte ggf. genügen.

Wenn eine "erste Sichtprüfung an der Realität" ergibt, dass es sich hier einzig und allein um "Berechnungen" handeln kann, wird man sehr wohl die Frage stellen dürfen, ob denn hier alles seine Richtigkeit hat (FALLS bspw. Jos Lelieveld nicht SORGFÄLTIGST "Raucher" herausgerechnet hätte, und man ihm keine "geistige Umnachtung" zugutehalten will, ... ??? Beschuldigungen gegen Bauern gingen dann aber schon in die Richtung "Falsche Verdächtigung", tangieren also potentiell – zumindest moralisch – sogar das Strafrecht ...).

Und darf man nicht hellhörig werden, wenn sich jetzt einzelne Stimmen auf "Autoritäten" wie die WHO anstelle von Fakten (!) berufen?

FALLS hingegen die "Feinstaubgegner" Recht haben, sollen sie doch einfach die Nachprüfung abwarten. Wozu dann die Polemik?

___________________________
*) Dagegen Jöckel KH (2001; Gesundheitsrisiken durch Passivrauchen: Schlusswort. Deutsches Ärzteblatt 13:A847-8): »(...) dass ich keinesfalls das Passivrauchen als genügende und/oder notwendige Bedingung für die Manifestation des Lungenkrebses darstellen wollte. (...) Absolut unhaltbar ist [die Gleichsetzung] signifikante[r] Korrelationen mit kausalen [...]. Es gehört zu den Präliminarien jedes epidemiologischen Standardlehrbuches, auf diese Problematik hinzuweisen.«
Avatar #87626
am Mittwoch, 6. Februar 2019 um 15:59

Was die WHO sagt...

Unsere EU-Grenzwerte für Luftschadstoffe sind der WHO noch zu hoch. Darüber streiten nun Epidemiologen und andere Wissenschaftler.
Was die WHO vor vielen Jahren (2006) sagte, dass DDT nicht für Menschen gesundheitsschädigend ist, wurde aber kaum von Experten beachtet.
Man fragt sich zu recht, wem nützt die jetzige Dieselabgasdebatte. Die Grünen werden uns das noch erklären, und die EU-Wahl wird spannend.

Letzte Beiträge zu diesem Thema

Zusatzinfos