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Avatar #715180
am Sonntag, 3. Februar 2019 um 00:40

Die SCHARLATANERIE ist langsam NICHT MEHR ZUM AUSHALTEN.

Kommentar zum Print-Artikel
Feinstaub und Stickstoffverbindungen: Die Krux mit den Grenzwerten
aus Deutsches Ärzteblatt 5/2019 vom Freitag, 1. Februar 2019
Da wird allen Ernstes behauptet: "Dem NO2 in der Außenluft sind hingegen alle Menschen rund um die Uhr ausgesetzt".
=>
1. trifft dies allein auf "Obdachlose" zu. Es sollte ja wohl bekannt sein, dass sich die weit überwiegende Mehrheit der Menschen in D die weit überwiegende Zeit des Tages in INNENRÄUMEN aufhält.
2. Die Luft in INNENRÄUMEN ist aber so hoch belastet (teils bis 4000µg/cbm), dass sogar das UBA (Umweltbundesamt, mW 2007 oder 2008) REGELMÄSSIGES LÜFTEN empfiehlt.

FRAGE: WIEVEIEL mehr Menschen müssen also - bei REDLICHER toxikologischer Betrachtung – nach der zeitlichen und mengenmäßigen Exposition am Innenraumbedingten Feinstaub/NOx im Vergleich zur "frischen Luft" "STERBEN"?

2.
"Von den meisten Umweltschadstoffen steht bis heute noch nicht fest, welche gesundheitlichen Schäden sie beim Menschen zur Folge haben."

=> Laut Claudia Traidl-Hoffmann (31.1.2019, ZDF-Sendung "maybrit illner“) existieren inzwischen über 70.000 (in Worten: SIEBZIGTAUSEND!) Studien zum Thema.
Geht es aber – im Prinzip – nicht lediglich um einige wenige (Leit-) Substanzen und einige wenige Krankheiten (vgl. ICD-Verzeichnis!)?

FRAGE 1: Wenn aber Robert Koch (1881) m.W. genau EINE „Studie“ benötigte, um die Ursache von "Tuberkulose“ überzeugend darzulegen, oder eine Pharmafirma geschätzt vielleicht 10-20 Studien, um Wirksamkeit und Risiken einer neuen Substanz erschöpfend zu untersuchen: reden wir hier nicht eher über eine GIGANTISCHE VERSCHWENDUNGSMASCHINERIE, deren (Forschungs-) Gelder möglicherweise an relevanter(er) Stelle fehlen?

FRAGE 2: Von anderen Substanzen kennen wir ziemlich genau, was sie in welcher Dosis machen:
- Beispielsweise kann ARSENMANGEL zu Wachstumsstörungen führen (Tagesbedarf wohl bei 12,5 bis 25 mcg, ungefährlich wohl bis 1 mg/die), wenngleich Arsen in hohen Dosen toxisch bzw. tödlich ist.
- Für ihre Entdeckung von 'Stickstoffmonoxid als Signalmolekül im Herzkreislaufsystem' wurden Robert F. Furchgott, Louis J. Ignarro und Ferid Murad (alle USA) 1998 mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet.

Und dann lautet die Aussage nach SIEBZIGTAUSEND "Studien" LAPIDAR, man wisse nichts genaues?
Wo genau liegt denn nun die toxische (vgl. wirksame) Dosis? Wo eine Bagatellgrenze? Wo ggf. sogar ein TAGESBEDARF? DREI EINFACHE FRAGEN, die bspw. jede Pharmafirma "wie aus der Pistole geschossen" beantworten können MUSS. Siebzigtausend Studien und keine Antwort?

Was ist also mit Quantität, Qualität, oder Relevanz?

LEUTE. Hört endlich auf, uns diesen RIESENBÄREN AUFZUBINDEN.

Politik: steckt UNSER ALLER, SAUER VERDIENTES STEUERGELD ENDLICH in was WICHTIGES.

Wir Ärzte müssen MENSCHENLEBEN RETTEN. Und nicht ständig diesem – mit Verlaub – POPANZ hinterherlaufen.

WENN Menschen durch weitere Reduktion LÄNGER (oder besser) LEBEN KÖNNTEN (was mMn stark zu bezweifeln ist), gerne. Aber – so wie ich das sehe – doch nicht so!
Avatar #579212
am Mittwoch, 6. Februar 2019 um 18:21

Offensichtliche Widersprüche

Der Arbeitsplatzgrenzwert NO2 für Industriearbeitsplätze und im Handwerk liegt bei 950µg/m³, im Büro bei 60µg/m³. Nun arbeiten an solchen Arbeitsplätzen aber auch die erwähnten „empfindlichen Personen“, auch Schwangere und Menschen mit Vorerkrankungen. Personen, die angeblich durch den in der Außenluft festgelegten Grenzwert von 40µg/m³ geschützt werden sollen. Denen ist die Arbeit in diesen Bereichen nicht verboten.

Das Problem an diesen Grenzwerten ist, dass sie an der Lebenswirklichkeit und Alltagserfahrung der Bevölkerung vorbeigehen und deshalb die Sinnhaftigkeit zu Recht infrage gestellt wird. Das Kochen auf einen Gasherd oder Kerzenlicht führt zu einem höheren NO2-Wert, als der im Freien vorgeschriebene Grenzwert. Auch das Grillen und die Ofenheizung wären demnach gefährlich. Es fragt sich, wie es die Menschheit bis hierher geschafft hat, wo sie doch in ihrer Evolution wohl nur mit Schadstoffen umgegangen ist.

Es ist nicht möglich und auch nicht notwendig, alle erdenklich Risiken im Sinne des Vorsorgeprinzips, aus dem Leben zu eliminieren, wie es heutzutage die Politik mit ihren Gesetzen und Richtlinien versucht. Das ist ein hoffnungsloses Unterfangen.
Wenn heute NO2 im Vordergrund steht, wird es in einigen Jahren ein anderer Stoff sein, dem dann eine hohe Gesundheitsgefährdung nachgesagt wird.

Ganz aus dem Fokus der Diskussion gerät die erstaunliche Anpassungsfähigkeit von Lebewesen, also auch des Menschen, an ihre Umweltbedingungen. Das lernt man schon im Biologieunterricht.

Wenn im letzten Absatz festgestellt wird, dass Lungenerkrankungen und Allergien trotz deutlicher Verbesserung der Luftqualität zunehmen, dann stimmt doch etwas mit der Beziehung Ursache und Wirkung nicht.
Avatar #760263
am Samstag, 9. Februar 2019 um 12:54

Zweifelhaft Co-Autoren

Es hat eine lange Tradition, unliebsame Fakten durch Verlautbarungen wie die der 112 Pneumologen in der Öffentlichkeit in eine Meinung zu verwandeln. Der Herr Verkehrsminister freut sich. Wir kennen das von der Tabakindustrie und und den Leugnern der Klimakatastrophe. Umso interessanter, dass der Brief offenbar von zwei Autoren mitverfasst wurde, die der Autoindustrie nahestehen: https://www.lobbycontrol.de/2019/02/dieseldebatte-ein-lungenarzt-aufruf-mit-verbindungen-zur-autoindustrie/
Avatar #715180
am Mittwoch, 20. Februar 2019 um 10:21

Erneut: "Unstatistik des Monats"

Prof. Jörg Peters schreibt in der "Unstatistik des Monats" (Januar 2017: Feinstaub durch Silvesterknaller; http://www.rwi-essen.de/unstatistik/63/):

»Der EU-Richtwert ist mit 50 Mikrogramm pro Kubikmeter darüber hinaus sehr vorsichtig bemessen (...). Zum Vergleich: Für drei Milliarden Menschen in Entwicklungsländern, die ihre Mahlzeiten mangels Strom und Gas mit Feuerholz zubereiten, sind durchschnittliche Feinstaubbelastungen von etwa 900 Mikrogramm pro Kubikmeter tagtäglich Realität. Dies sind die Missstände, die etwa die Welt­gesund­heits­organi­sation bei ihrem Kampf für saubere Luft vor allem im Auge hat.«

NEUNHUNDERT Mikrogramm.

DAS ist eine Zahl, über die zu reden ist.

Der Rest ist – offensichtlich – »Feinstaubhysterie«.

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