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Avatar #88767
am Dienstag, 12. März 2019 um 18:05

Kommt "lernen" bei Politikern auch vor?

Wenn man aktuell feststellt, dass trotz eines Versorgungsgrades von 160% nicht genügend Angebot vorhanden ist, dann sagt das was?
Dass die Grundlage, also die Bedarfsplanung, anhand derer die 160% ermittelt wurden, "für die Tonne" ist.

Statt zu erkennen, dass man Bedarf nicht planen kann und daraus abzuleiten, dass man das Angebot über Marktmechanismen bereitstellen sollte, fällt den Politikern nix besseres ein, als die Planung anzupassen.

Sorry Leute, wer zig Jahre braucht, um festzustellen, dass eine Planung Murks ist, und die 160% gab es schon 2018 und keiner hat darauf angemessen reagiert, der sollt wenigstens soviel Mut haben, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen. Die Wahrheit ist, dass die Bedarfsplanung der Vergangenheit reine Kaffeesatzleserei war. Es gab keine vernünftigen Planungsgrundlagen. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Was wird also rauskommen, wenn jetzt neu "geplant" wird? Wir werden in 20 Jahren feststellen, dass wir entweder viel zu viele oder eben auch viel zu wenige Ärzte der beplanten Fachgruppe haben werden.
Die zugehörige Abweichung von PLAN zu IST beträgt nach 3 Jahren vielleicht 5%, nach 10 Jahren 25% und nach 20 Jahren vielleicht 75%. Wollt ihr den Bedarf wirklich noch einmal so planen, wie er in den 90ern geplant wurde und wo jedermann erkennen kann, wie ungeeignet diese Bedarfsplanung war bzw. ist?

Fragt mal einen Studenten der Wirtschaftswissenschaften aus dem ersten Semester. Der wird euch schon hinreichend erklären können, dass eine Planung eines Bedarfs für die Zukunft ein Harakiri-Vorhaben ist. Eine Planung eines medizinischen Behandlungsbedarfs gar für die nächsten 10 Jahre grenzt an Größenwahnsinn.

Avatar #88767
am Dienstag, 12. März 2019 um 18:16

Kommt "lernen" bei Politikern auch vor?

Wenn man aktuell feststellt, dass trotz eines Versorgungsgrades von 160% nicht genügend Angebot vorhanden ist, dann sagt das was?
Dass die Grundlage, also die Bedarfsplanung, anhand derer die 160% ermittelt wurden, "für die Tonne" ist.

Statt zu erkennen, dass man Bedarf nicht planen kann und daraus abzuleiten, dass man das Angebot über Marktmechanismen bereitstellen sollte, fällt den Politikern nix besseres ein, als die Planung anzupassen.

Sorry Leute, wer zig Jahre braucht, um festzustellen, dass eine Planung Murks ist, und die 160% gab es schon 2018 und keiner hat darauf angemessen reagiert, der sollt wenigstens soviel Mut haben, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen. Die Wahrheit ist, dass die Bedarfsplanung der Vergangenheit reine Kaffeesatzleserei war. Es gab keine vernünftigen Planungsgrundlagen. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Was wird also rauskommen, wenn jetzt neu "geplant" wird? Wir werden in 20 Jahren feststellen, dass wir entweder viel zu viele oder eben auch viel zu wenige Ärzte der beplanten Fachgruppe haben werden.
Die zugehörige Abweichung von PLAN zu IST beträgt nach 3 Jahren vielleicht 5%, nach 10 Jahren 25% und nach 20 Jahren vielleicht 75%. Wollt ihr den Bedarf wirklich noch einmal so planen, wie er in den 90ern geplant wurde und wo jedermann erkennen kann, wie ungeeignet diese Bedarfsplanung war bzw. ist?

Fragt mal einen Studenten der Wirtschaftswissenschaften aus dem ersten Semester. Der wird euch schon hinreichend erklären können, dass eine Planung eines Bedarfs für die Zukunft ein Harakiri-Vorhaben ist. Eine Planung eines medizinischen Behandlungsbedarfs gar für die nächsten 10 Jahre grenzt an Größenwahnsinn.

Avatar #733911
am Mittwoch, 13. März 2019 um 11:05

Interessante Strategien

Nun ist auch die Gesundheitssenatorin von Hamburg, Frau Prüfer-Storcks, dem Mantra der Psychologen erlegen, die seit Jahren behaupten, die Wartezeiten für ambulante Therapieplätze - gemeint sind wohl Termine für Erstgespräche für ambulante Psychotherapie - seien zu lang und leitet daraus eine Veränderung der Bedarfsplanung ab. Das Interessante - und alarmierend Neue - ist allerdings, dass dieser Vorstoß unter der Überschrift "psychiatrische Versorgung" erfolgt! Das unterstellt, dass Psychologen zuständig sind für die Behandlung von allen psychisch Erkrankten - eine Strategie, die psychologische Berufsfunktionäre seit Jahren verfolgen. Dass Frau Prüfer-Storck diesem Mantra jetzt erlegen ist, verwundert, hat sie doch während ihrer Tätigkeit im Ge­sund­heits­mi­nis­terium NRW genügend Zeit gehabt, die unterschiedlichen Arbeitsfelder von Psychiatern, und Psychologischen Psychotherapeuten kennenzulernen. Mit einem "Mehr" an psychologischen Psychotherapeuten ist jedenfalls dem Problem, dass es bei psychisch Kranken zu Krisen kommen kann und akut Hilfe erforderlich ist, nicht beizukommen, deshalb ist es erfreulich, was in Hamburg jetzt an Vernetzung etc. geplant ist. Obwohl: Wenn die Gesundheitssenatorin jetzt noch den ihr vorliegenden Bericht zur psychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung etwas genauer liest und differenziert zwischen den beiden Bereichen, wird sie vielleicht entdecken, dass psychisch Kranke in Krisensituationen (wahrscheinlich von Psychiatern) wohl ganz gut versorgt werden, oder was bedeutet der Satz "...in Hamburg außerhalb von Kriseninterventionen...…."anderes?

B.L.-K.

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