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Avatar #110206
am Samstag, 16. März 2019 um 08:15

Ist Kriedel ein Leihmaul der Industrie, oder noch immer ein Standesvertreter?

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Ärzte sollten Zugang zur Telematik­infrastruktur bestellen
vom Freitag, 15. März 2019
Das Verhalten eines KBV-Vorstands kann man allein daran messen, ob er sich für die Belange der Ärzte einsetzt, die er vertreten soll.
Basta!
Wenn Kriedel so tut, als läge es nur noch formal daran, daß man endlich den Antrag stellen soll, ein technisch unausgereiftes Spionagegerät zu bestellen, dann irrt er.
Es ist eine Schande, daß die Kriedels dieser Welt es überhaupt zugelassen haben, daß schon jetzt Milliarden in dieses Phishing-and-Spying-Produkt geflossen sind.
Es ist ein Trauerspiel, daß sich eine Clique, zu der Herr Kriedel wohl zählt, sich nicht um die Einwände der Datenschützer, der IT-Spezialisten, der Techniker und natürlich der Ärzte an der Basis schert.
"Ärzte sollten den Zugang zur Telematik-Infrastruktur bestellen?" - Nein!
Ärzte sollten sich auf ihren ärztlichen Auftrag besinnen.
Das gilt auch für den Arzt Dr.Kriedel.
Avatar #110206
am Samstag, 16. März 2019 um 08:17

Ist Kriedel ein Leihmaul der Industrie, oder noch immer ein Standesvertreter?

Das Verhalten eines KBV-Vorstands kann man allein daran messen, ob er sich für die Belange der Ärzte einsetzt, die er vertreten soll.
Basta!
Wenn Kriedel so tut, als läge es nur noch formal daran, daß man endlich den Antrag stellen soll, ein technisch unausgereiftes Spionagegerät zu bestellen, dann irrt er.
Es ist eine Schande, daß die Kriedels dieser Welt es überhaupt zugelassen haben, daß schon jetzt Milliarden in dieses Phishing-and-Spying-Produkt geflossen sind.
Es ist ein Trauerspiel, daß sich eine Clique, zu der Herr Kriedel wohl zählt, sich nicht um die Einwände der Datenschützer, der IT-Spezialisten, der Techniker und natürlich der Ärzte an der Basis schert.
"Ärzte sollten den Zugang zur Telematik-Infrastruktur bestellen?" - Nein!
Ärzte sollten sich auf ihren ärztlichen Auftrag besinnen.
Das gilt auch für den Arzt Dr.Kriedel.
Avatar #88767
am Samstag, 16. März 2019 um 15:27

Nicht zu bestellen könnte billiger werden

Ein Prozent von 100T Umsatz entspricht 1.000 Euro. Eine normale konservative GOUDAH-Praxis setzt vielleicht 160T p. a. mit der KV um, also Kosten p. a. von 1.600€. In drei Jahren summiert sich das auf 4.800€. Bei der Installation legt die Praxis ungefähr 1.000€ drauf, weil die Erstattung nicht kostendeckend ist.

Nach ca. 3 Jahren muss die Hardware ersetzt werden, weil sie maximal 54 Monate Laufzeit hat (ab Herstellungsdatum). Bis sie dann eingebaut ist, vergeht wieder Zeit - also nach 3 Jahren zahlt der Arzt dann ca. 4.000€. Und das alle drei Jahre wieder.

Pro Monat zahlt die Praxis rund 50€ drauf, weil die Kosten und die Erstattung in der Größenordnung auseinander klaffen. Mach pro Jahr 600€, in drei Jahren also 1.800€

Was ein Kartenlesegerät ist, ist bekannt. Ist auch bekannt, dass diese Kartenlesegeräte "einfach so" ihren Dienst quittieren und die Meldung kommt "Sicherheitsalarm"? Nachdem die Meldung Sicherheitsalarm gekommen ist, kann man das Lesegerät gleich entsorgen. Es ist nämlich irreparabel defekt! Eine Hotline dazu: "Haben Sie das Gerät manipuliert?" Blöde Frage, natürlich nicht. Eben ging es noch, jetzt die Fehlermeldung (die man auch nicht quittieren oder überspringen kann). Ob man das Gerät hat fallen lassen? Das war die nächste blöde Frage.

Ein neues Gerät kostet so um die 600€. Alle zwei Jahre Austausch, also 1.000€ in zwei Jahren. Denn nur ein zertifizierter Techniker darf das austauschen und muss dazu persönlich vorbeikommen - und das kostet nun mal (viel) Geld (des Arztes).

Reparaturen, Austausch, Wartung und Service an der Hardware - das zahlt der Arzt.

Schon mal erlebt, dass Chipkarten nicht eingelesen werden können? Schon mal protokolliert, wie lange es dauert, um trotzdem einen Patienten anlegen zu können, um später abrechnen zu können? Kommt nur in 10% aller Fälle vor? Phantastisch, also 100-mal pro Quartal. Ihre MFA kostet Geld und wenn ihre MFA mit der Behebung von TI-induzierten Problemen beseitigt sind, dann sind das direkte Folgekosten der TI!

Haben Sie Spahn gelesen? Der will die Terminvergabe für alle Praxen zentralisieren. Das wiederum geht nur, wenn die Praxis "online" ist. Um online zu sein, muss die Praxis an die TI angebunden sein. Mit anderen Worten: Ohne TI keine Terminvergabe durch die TSS!

Wollen Sie, dass die TSS für Ihre Praxis Termine vergibt? Falls nein, warum wollen Sie dann die dafür erforderlichen Voraussetzungen schaffen?

Ach so, wollen Sie nicht.

Gut, dann lassen Sie die Finger von der TI und zahlen 1% Strafporto. Dürfte unterm Strich weitaus günstiger werden.

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