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Avatar #749369
am Dienstag, 23. April 2019 um 18:02

Exploration von Alternativen zur medikamentösen Therapie bei ADHS legitim, dennoch medikamentöse The

Kommentar zur Nachricht
US-Zulassung eines Trigeminus-Stimu­lators zur ADHS-Behandlung von Kindern
vom Dienstag, 23. April 2019
...und das sage ich als jemand, der von der medikamentösen Therapie der ADHS mit dem einschlägig bekannten Standardmedikament vom 11. bis zum 30. Lebensjahr massiv profitiert hat. Ohne die medikamentöse Unterstützung hätte ich weder mein 1er-Abitur erreichen, noch mein Medizinstudium abschließen können, sondern wäre vielleicht heute "Penner" unter der Brücke oder wäre vielleicht auch schon längst hopps gegangen von der Brücke herunter. Die angeblich unheimlichen und Angst einflößenden Nebenwirkungen der Therapie mit Stimulantien bei ADHS sind das nur angeblich, unheimlich und angsteinflößend... da wird viel gelabert und nachgeplappert, ohne dass man eine Ahnung darüber hat bzw. erst Recht keine persönliche Erfahrung mit der Therapie mit Stimulantien hat... was nun das sogenannte Hirndoping angeht... letzten Donnerstag Abend auf ZDF zur Prime Time , Medizinstudenten, die den Leistungsdruck nicht aushalten und deswegen "Hirndoping" betreiben und dann physisch und psychisch dadurch kaputt gehen... das ist neunmalkluges Nachgeplapper von ganz besonders schlauen Drehbuchautoren... die überragende Mehrheit der sogenannten Hirndoper sind undiagnostizierte Fälle von ADHS , der Rest hat das Ganze vielleicht 1 oder 2 mal ausprobiert und keine nützliche Wirkung dabei festgestellt, schlichtweg deswegen, weil Methylphenidat bei Normalpersonen eine Wirkung hat, die nicht wesentlich über die von Koffein hinausgeht... da gibt es kein von off zu on wie bei ADHS... und zusätzlich ist das "Hirndoping" mit Stimulantien kein neues Phänomen, sondern besteht seit den 60ern mindestens, wohl eher seit den 50ern... damals gabs aber kein Internet... die nebulöse Debatte um Hirndoping oder Neuroenhancement ist ein Schein-Thema , in Wahrheit geht es dabei nur um Ritalin und nur um ADHS (da wird dann von Journalisten als Alibi-Funktion immer noch Modafinil genannt, obwohl gefühlt 90% oder mehr von dem "Hirndoping" mit Methylphenidat betrieben wird) und das ist das eigentliche Thema, dass sich dahinter verbirgt...

Was Alternativen zur medikamentösen Therapie bei ADHS angeht, gegen eine jeweilige Exploration ist nichts einzuwenden, aber gleichzeitig sei auf die sehr viel sicherer als kolportiert und sehr viel effektstärkere Anwendung der medikamentösen Therapie bei ADHS (phasenweise oder kontinuierlich) als Goldstandard verwiesen... zum Schluss nochmal ein kleiner Vergleich: angesichts der Medizinstudentin, die im ZDF-TV-Shocker letzten Donnerstag abends im Hörsaal umgekippt ist wegen der Einnahme von Methylphenidat... da hätten die ganz besonders gut informierten Dramaturgen ja auch die Pille mit anschließender Thrombose und Lungenembolie als Ursache nehmen können, aber da regt sich dann niemand von den unbedarften Zuschauern darüber auf... Selektive Empörung und selektive Wahrnehmung nennt man so was dann...

Avatar #759489
am Mittwoch, 24. April 2019 um 15:17

Ritalin nicht so wirksam wie gedacht

@Ambush: Mag ja sein, dass es dem einen oder anderen einen Vorteil bringt (was nicht heisst, dass eine andere Therapie nicht auch geholfen hätte), aber die Forschungsergebnisse zeigen inzwischen, dass die Stimulantientherapie nicht das Gelbe vom Ei ist:

https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/psychologie/news/tid-13852/adhs-langzeitbehandlung-mit-ritalin-sinnlos_aid_386475.html
Avatar #749369
am Mittwoch, 24. April 2019 um 17:52

ADHS das ganze Leben lang, bis zum Lebensende Pharmakotherapie manchmal sogar ja, jeden Tag Trigemin

Anders als der Vorredner mit Verweis auf eine fragwürdige Quelle behauptet, ist die Therapie Stimulantien bei ADHS gemäß der wissenschaftlichen Datenlage sehr wohl wirksam und am wirksamsten , man kann übrigens ADHS nicht weg therapieren, sondern nur managen, ADHS besteht in zumindest einer Restymptomatik meist bis zum Lebensende, https://www.pharmazeutische-zeitung.de/bei-erwachsenen-haeufig-unterschaetzt/ , dass man nun bis zum Lebensende kontinuierlich Methylphenidat nehmen müsse, in den meisten Fällen nicht natürlich , die Betonung liegt auf phasenweise
Avatar #759489
am Samstag, 27. April 2019 um 19:13

"Fragwürdige Quelle"

Der Spruch kommt immer, wenn einem der Inhalt nicht passt. Wenn DIE Studie zur ADHS-Therapie weltweit eine fragwürdige Quelle sein soll, dann wäre das Posting von Ambush.... (bitte selbst ergänzen).
Das "nicht heilbar" ist m.E. unsinnig, da a) die meisten ADHS-Diagnosen falsch sind (siehe diesbez. Anmerkungen aus der Charité) u. sich die Symptome entweder von selbst erledigen oder aufgrund einer anderen kausaleren Therapie "verschwinden".... und b) folgende Überlegungen....:
https://www.medizin-im-text.de/blog/2014/1907/adhs-ist-heilbar/
Avatar #759489
am Samstag, 27. April 2019 um 19:18

Falschdiagnosen

PS:
Bevor ich wieder nach einer qualifizierten Quelle gefragt werden, hier ist sie (Charitè):

https://dissoziation-und-trauma.de/neues-aus-psychiatrie-und-medien/428-90-prozent-der-adhs-diagnosen-sind-falsch

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