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Avatar #88767
am Dienstag, 23. April 2019 um 20:14

Hätten die Apotheker erst nachgedacht und dann gehandelt

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DocMorris wittert Millionengeschäft mit E-Rezepten
vom Dienstag, 23. April 2019
… dann wäre sie vielleicht zum Ergebnis gekommen, dass sie besser MIT den Ärzten als GEGEN die Ärzte angetreten wären. Nun denn, die Apotheker wollen unbedingt in die Domäne der Ärzte einbrechen, Stichwort Impfen, um so ihr Geschäft auszuweiten. (Ob das aus rein ökonomischer Sicht ein kluger Schachzug ist, wird sich zeigen. Es könnte auch ein Schuss in den Ofen sein.)

Nun droht den Apotheken Unheil von ganz anderer Seite. DocMorris steht in den Startlöchern, um den klassischen Apotheken beim eRezept Umsätze abzujagen.
Ein unausgesprochener Deal zwischen Apothekern und Ärzten hätte können wie folgt aussehen: Ihr Apotheker gebt das an die Patienten ab, was wir Ärzte rezeptieren und haltet euch aus der Behandlung von Patienten raus. Im Gegenzug werden wir das eRezept nur äußerst dosiert einsetzen, so dass DocMorris et al. nicht mit Macht in den Markt eindringen können.

Alles Schnee von gestern. Die Apotheker haben ihre Wahl getroffen und schon die alten Römer wussten um das Problem: Quidquid agis, prudenter agis et respice finem.

P.S.:
Weit über 50% aller Medikamente könnten von DocMorris, Amazon et al. genau so gut an die Patienten abgegeben werden wie von Präsenzapotheken. Damit dürfte die Hälfte aller klassichen Apotheken in ihrer Existenz bedroht sein, falls DocMorris et al. in den Markt eindringen können.
Dagegen wird die Ärzteschaft selbst bei einem massiven Eindringen der Apotheken im Bereich Impfen so gut wie keine Auswirkungen auf die Höhe der Nachfrage nach ärztlichen Leistungen erleben. Sollten es die Apotheker schaffen, die Ärzteschaft gegen sich aufzubringen, unterschreiben viele Apotheker damit den Beschluss zur Schließung ihrer Präsenzapotheke.
Avatar #764331
am Mittwoch, 24. April 2019 um 12:35

Hätten der Arzt erst nachgedacht, nachgelesen und dann geschrieben....

... es ggf. noch verstanden, dann hätte er begriffen, dass nicht die Apotheker das Impfen wollen, sondern unser aller Spahn
Avatar #88767
am Mittwoch, 24. April 2019 um 13:22

@ Ärzteblatt2018 - Wer lesen kann, ist eindeutig im Vorteil

Zitat:
"Ausdrückliche Unterstützung für die Idee kommt nun vom Apotheken-Beirat der Gehe-Apothekenkooperation gesund leben."
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2018/10/17/gesund-leben-apotheken-pro-impfen

Abgesehen davon:
Ärzte sind gemeinhin nur selten in der Lage, sich rational zu verhalten. Selbst wenn ein Teil der Apotheker Impfen als Chance zur Ausweitung der eigenen Kompetenz betrachtet, ist also noch lange nicht gesagt, dass die Ärzte in ihren Wartezimmern auf die Lieferfähigkeit von DocMorris, amazon und Co. hinweisen.

Hätten sich die Apotheker geschlossen GEGEN Impfen in den Apotheken ausgesprochen, wäre das Thema sofort beerdigt gewesen. Aber es gibt nun mal einige, die wollen es ganz genau wissen was passieren wird, wenn sie ihren Kompetenzbereich in Richtung ärztliche Behandlung ausweiten.
Avatar #109757
am Mittwoch, 24. April 2019 um 14:11

hui, wo sind wir denn hier gelandet?

Wird jetzt echt ums rote SChäufelchen im Sandkasten diskutiert ? A la "wenn ihr uns das abnehmt, geben wir Euer Geld lieber an DocMorris"?

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