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Avatar #759489
am Mittwoch, 22. Mai 2019 um 20:12

Frage des Verstands?

Tja, KuhnJ glänzt mal wieder durch (s)einen überheblichen Tonfall. Mit viel Verstand kann man z.B. unschwer erkennen, dass seine diesbez. Ausführungen in sich widersprüchlich sind: "Dass im langfristigen historischen Verlauf die Masernsterbefälle infolge der Impfung zurückgegangen seien, hat meines Wissens nie jemand mit Verstand behauptet. Die Letalität der Masern ging im langfristigen Verlauf mit der Verbesserung der Lebensumstände und dem medizinischen Fortschritt zurück."

Also was nun? Wie wäre es mal mit einer annähernden Quantifizierung? Und - man braucht nicht viel Verstand, offizielle Statistiken einigermaßen korrekt zu interpretieren. Also nochmal deutliche Hinweis(e)/Nachweis(e), dass DER HAUPTRÜCKGANG DER INFEKTIONSKRANKHEITEN EBEN NICHT AUF DIE IMPFUNGEN ZURÜCKZUFÜHREN SIND - PEINLICHERWEISE:

Nehmen wir die an sich unumstrittene Tetanus-Impfung, auch Fehlanzeige:

"Als Beispiel, wie gut die Impfung wirkt, wird häufig auf die USA verwiesen, die ihre Soldaten während des 2. Weltkriegs ausnahmslos gegen Tetanus geimpft hat. Die Gesamtzahl der Tetanus-Fälle unter den US-amerikanischen Soldaten fiel laut Gesundheitsbehörde CDC von 70 während des 1. Weltkriegs auf 12 im 2. Weltkrieg.
Zunächst fällt auf, wie niedrig schon damals die Fallzahlen bei Tetanus waren. US-Soldaten waren nicht am Stellungskrieg in der „Hölle von Verdun“ beteiliegt. Ein Ausbruch von Masern während der Kriegsjahre 1917/18 forderte in der US-Armee vergleichsweise massenhaft Opfer mit 95.000 kranken Soldaten, von denen rund 3.000 verstarben.
Abgesehen von den niedrigen Fallzahlen stellt sich bei Tetanus die Frage: Ist das nun ein Verdienst der Impfung - oder ist der Rückgang den besseren sanitären Verhältnissen sowie den Fortschritten in der medizinischen Versorgung zu verdanken?
Die Zahlen der CDC zeigen, dass der dramatischste Rückgang der Tetanus in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts statt gefunden hat, als die Schutzimpfung noch gar nicht verbreitet war. Große Impfkampagnen starteten in den USA erst gegen Ende der 1940er Jahre. In dieser Zeit gab es jährlich rund 500 bis 600 Krankheitsfälle. Ab den 1970er Jahren waren es 50 bis 100 Fälle und ab der Jahrtausendwende sanken die Zahlen unter 20." etc.

Mehr dazu in dem hervorragend recherchierten Artikel von Bert Ehgartner:
https://ehgartner.blogspot.com/2018/10/mythos-tetanus-vom-nutzen-der.html

Dr. Friedl:
"Kinderarzt Michael Friedl, Vorsitzender der Ärzte für individuelle Impfentscheidung e. V., sieht das ganz anders: Die Ausrottung bestimmter Infektionskrankheiten lasse sich nicht unbedingt auf die Durchimpfung der Bevölkerung zurückführen. Vielmehr zeigten Grafiken einen Rückgang bestimmter Erkrankungen schon vor der Einführung des Impfstoffes. In dieser Dynamik schwinge dann die Impfung einfach mit, ohne einen Beitrag geleistet zu haben. Für Friedl spielen eine verbesserte Hygiene, sauberes Trinkwasser und gesunde Ernährung eine entscheidende Rolle in der Verdrängung ansteckender Kinderkrankheiten." (Quelle Focus)

Wer sich statistisch informieren will, hier ein simpler Trick: Suchmaschine anschalten, Stichworte z.B. Masern, Todesfälle oder ähnliches. Der Sucher bekommt dann OFFIZIELLE u. AMTLICHE Statistiken (die dann die bösen Impfgegner wie Buchwald zitieren, tssstsss), auf denen durchwegs - auch ohne allzuviel Ansprüche an Verstand u. IQ - zu sehen ist, was ich oben konstatiert habe.
Besonders beeindruckend immer wie die offiziellen Zahlen zum Rückgang der Maserntodesfälle VOR der Einführung der Impfung in den USA.
Avatar #759489
am Mittwoch, 22. Mai 2019 um 20:25

BUCHWALD VERSUS LANKA

PS: Zu Kuhn:
"Wer sich wie Sie auf Buchwald beruft, muss sich von Lanka nicht distanzieren."
Mein Gott, wie durchsichtig, immer nur der Versuch impfkritische Stimmen abzuqualifizieren u. in einen Topf zu werfen. Durch "Name-Bashing". Buchwald lag zwar nicht zu 100% immer richtig, aber im Großen u. Ganzen. Das ist sogar Einstein passiert, er hatte auch nicht zu 100% recht. Buchwald hat auch nie die Existenz bzw. Pathogenität von Viren bestritten. Insofern sind Lanka u. Buchwald meilenweit voneinander entfernt.
Und vielleicht darf man noch offizielle Statistiken zitieren, die Buchwald verwendet hat. Die werden nämlich durch Buchwalds Verwendung nicht unrichtiger.
Avatar #103488
am Mittwoch, 22. Mai 2019 um 21:19

Mehr Daten

"Mitdenker", Sie denken so wenig mit, dass Sie nicht einmal merken, wenn man Ihnen in einem Punkt zustimmt. Statt dessen sehen Sie dann da einen Widerspruch. Spätestens seit McKweons "Die Bedeutung der Medizin" kann jeder Erstsemester der Gesundheitswissenschaften, nachts aus dem Schlaf gerissen, bestätigen, dass bei vielen Infektionskrankheiten die Sterbefälle mit der Verbesserung der Lebensbedingungen zurückgingen. Die Frage ist, ob das, was an Sterbefällen dann noch da ist, auch weiter da bleiben soll. Da kommt es den Impfgegnern offensichtlich auf den einen oder anderen Sterbefall nicht so an, Hauptsache die eigene empfindsame Haut wird nicht geritzt. Das ist eine sonderbar egoistische Einstellung der Freunde der "sanften Medizin". Und wie ich weiter unten schon mal sagte: Diese Ignoranz befördert den Willen in der Politik, eine Impfpflicht einzuführen, statt weiter Impfhemmnisse abzubauen, was durchaus in der Vergangenheit erfolgreich war.

Sie wollten eine Quantifizierung des Rückgangs der Masernsterbefälle: Bitte, gerne. 1924 starben an den harmlosen Masern in Deutschland 1.622 Menschen, 1925 waren es 6.858, 1926 dann 3.926. Sie gingen mit gewissen Schwankungen recht stetig zurück, und von dem Niveau, das in den 1960er Jahren da war, dann rapide nach der Impfung, in der DDR wie gesagt früher als im Westen, weil früher geimpft wurde.

Würde nicht mehr geimpft, gäbe es sicher nicht mehr die Sterbezahlen wie Anfang des 20. Jahrhunderts, aber Sie können ja mal die Letalität der Masern bei uns heute auf einen ungeimpften Jahrgang, der an Masern erkrankt, hochrechnen. Ich bin sicher, das kriegen auch Sie hin.

@ Rosenkohl:

Dass man sich mehr auf die Gruppen konzentrieren sollte, bei denen Impflücken bestehen, dem stimme ich zu.
Avatar #759489
am Donnerstag, 23. Mai 2019 um 08:52

KOMMUNIKATION IST WAS ANKOMMT

ZU KUHN: Der o.g. Satz ist mir noch von meinen Psychotherapie-Ausbildungen in Erinnerung. Wie wär's mal mit etwas Selbstreflexion?, offenbar war Ihr Schachtelsatz missverständlich formuliert. Ich will das an dieser Stelle nicht weiter aufdröseln, das möge der geneigte Leser selbst entscheiden.

Erstmal zur Studie des Morgens, zur Frage ob bzw. warum die Herdenimmunität selbst bei der vergleichsweise wirksamen Masernimpfung nicht funktioniert:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8053748

Weiterhin geht es hier primär um die Impfpflicht, die wenigsten sprechen sich dafür aus, die Masernimpfung per se zu unterlassen. Die Krux ist ja, dass diese Impfung dazu geführt hat, dass man sie immer mehr braucht, um dann nach einigen Jahrzehnten festzustellen, wohin das wiederum führt.
Die Absurdität der Masern-Zwangsimpfungsidee zeigt sich, wenn man die Todeszahlen der Influenza vergleicht (einige 1000 pro Jahr), wieso gibts da keine Panik u. Forderungen nach einer Impfpflicht?

Ihren typischen Kuhn-Satz: "Da kommt es den Impfgegnern offensichtlich auf den einen oder anderen Sterbefall nicht so an, Hauptsache die eigene empfindsame Haut wird nicht geritzt" drehe ich mal um: "Da kommt es den Impfmaximalisten offensichtlich auf den einen oder anderen Impfschaden-Sterbefall nicht so an, Hauptsache die heilige Kuh Impfungen wird nicht beschädigt". Ok, ich merke dabei tue ich mir schwer, denn die Kuhn'sche Formulierungsbrutalität (Unterstellungen, das sei Impfgegnern egal) möchte ich nicht 1:1 übernehmen. Natürlich ist das impfenden Ärzten nicht egal, sie wissen es nur nicht, da Impfschadenzahlen nicht in ihrer Gänze bekannt sind. Aber das ändert sich im Laufe der aktuellen Diskussion über die Impfpflicht! Die Krux ist vielmehr die Realität u. die lautet: Es kann Tote geben, wenn wir impfen u. es kann Tote geben, wenn wir nicht impfen. Und ich fordere endlich eine faire u. wissenschaftlich saubere Erfassung der Imfpschäden, damit sich Mutter Musterfrau besser entscheiden kann. Wie man weiß - oder besser: wissen sollte - gibt es auch Todesfälle DURCH die Impfung:

https://articles.mercola.com/sites/articles/archive/2010/10/13/twins-die-minutes-after-measles-vaccination.aspx

Ihre geposteten Zahlen beziehen sich nicht auf meine Frage: Meine Frage war: Wieviel % des Rückgangs liegt an der Impfung u. wieviel % an anderen Faktoren. Und wie man unschwer ersehen kann, spielt die Impfung hierbei nur eine kleine(re) Rolle. Und bei allen anderen Impfungen ist das noch krasser (da die Masernimpfung vergleichsweise eingermaßen funktioniert). Ich habe nie gesagt, dass sie KEINE spielt.
https://www.impfkritik.de/upload/bilder/Masern-Buchwald-S.133.jpg

Aberwitzigerweise schaut die öffentliche Diskussion jedoch anders aus; die Medien u. Impfbefürworter tun stets so, als seien die Impfungen der Grund für den Rückgang der Infektionskrankheiten. Kein Wunder, dass mitdenkende Zeitgenossen zunehmend merken, dass sie belogen werden.

Die extremen Imfgegner sind letztlich auch nicht besser wie die extremen Impfmaximalisten, hier wird Erkenntnissuche zur Ideologie; erinnert mich an religiöse Streits, wer anders denkt soll am besten auf den "Scheiterhaufen". Und der "Dschihad" gegen Impfgegner u. Impfkritiker ist im vollen Gange. Leider.
Avatar #103488
am Donnerstag, 23. Mai 2019 um 11:43

Wirklich Mitdenken

Die „Studie des Morgens“, die Sie verlinkt haben, ist von 1994 und weist anhand kanadischer Fälle auf Defizite der nur einmaligen Impfung hin. In Deutschland hat die STIKO schon 1991 die zweite Impfung empfohlen. Die Studie ist für die Debatte hier und heute also völlig belanglos.

Es ist mit Impfgegnern wie Ihnen immer das Gleiche: Sie denken nicht mit.

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