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Avatar #84272
am Donnerstag, 23. Mai 2019 um 18:17

Geburtshilfe: Die Sectiorate zu senken ist schwierig

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Geburtshilfe: Die Sectiorate zu senken ist schwierig
aus Deutsches Ärzteblatt 21/2019 vom Freitag, 24. Mai 2019
Kollegin Lenzen-Schulte ist schon lange darum bemüht, dem kompromisslosen Wunsch-Kaiserschnitt Hof zu machen. Ich vermisse bei fast all ihren Statements und Artikeln auch ein Eingehen auf die nachweisbaren Nachteile, die ein Kaiserschnitt für beide Beteiligten, nämlich Mutter und Kind hat. Man sollte doch auch immer die Probleme schildern, die das Kind als auch die Mutter nach einer primären Sektio hat. Davon lese ich leider kaum etwas. Frau Lenzen-Schulte möchte ich fragen, bei wie viel Bauchoperationen sie mitgewirkt hat, die aufgrund eines vorangegangenen Kaiserschnittes zur operativen Risiko-OP wurden. Ein derart offensichtlich persönlich motivierter Aufsatz, der wirkliche Objektivität in der Aufklärungsarbeit suchen lässt, hilft nicht weiter, vor allem nicht der Schwangeren, die heute ab der 5 ten Schwangerschaftswoche zur einen Informationsspeicher für alle an der Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchung Beteiligten wird. Wie soll eine nicht im medizinischen Bereich tätige Mutter bei all der zur Verfügung stehenden Information entscheiden, was gut und was weniger gut für sie ist? Es kommt mir manches mal so vor, als würde man es einem Passagier ohne Pilotenlizenz überlassen, angesichts einer Gewitterfront zu wählen, ob man darüber hinweg oder lieber rechts darum hin fliegen wolle.
Im übrigen weise ich darauf hin, dass in den Niederlanden, in denen noch größere und noch schwerere Menschen als wir Deutsche es sind, die Kaiserschnitte noch sehr deutlich unter ( ... wohl aber auch mit steigender Tendenz) der deutschen Rate liegt .
..... und noch etwas: Ich habe in meiner beruflichen Laufbahn sehr viel auch außerhalb des Krankenhausbetriebes mit Hebammen zusammen gearbeitet, und habe auch resolute Hebammen kennen gelernt. Eine Hebamme, welche die ihr anvertraute Frau in eine katastrophale Geburt hinein treibt, kenne ich nicht!
Franz Koettnitz
Avatar #678631
am Dienstag, 28. Mai 2019 um 21:25

Danke

Der Artikel gibt viele Aspekte wieder, die in der sehr emotional geführten Debatte kaum erwähnt werden. Warum die Sectioquote ein Qualitätsmerkmal für eine geburtshilfliche Abteilung sein soll erschließt sich mir nicht. Das fetale und maternale Outcome sollte die relevante Größe sein. „Gesunde Mutter, gesundes Kind“ sollte unser Masstab sein. Und vielleicht sollten wir an unserer Sectiotechnik arbeiten, anstatt die Methode an sich zu verteufeln. Das Ergebnis einer OP ist nur so gut wie der Operateur, banal, aber wahr. Man sollte aufhören, hier ideologisch zu argumentieren. Ad Kollegen Koettnitz: In Holland liegt die maternale und fetale Mortalität deutlich über der in Deutschland ...,

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  • Danke
    josi1212 | 28.05.19 21:25

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