DÄ plusForenKommentare Newsdr. Paul-Ulrich Eckhoff

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Avatar #651376
am Mittwoch, 5. Juni 2019 um 18:22

Sicherheit der sensiblen Daten?

Kommentar zur Nachricht
Faxen muss härter bestraft werden
vom Mittwoch, 5. Juni 2019
Sehr geehrte Damen und Herren, Anfang des Jahres bin ich über einen Vortrag gestolpert, der mich nachdenklich stimmte.
https://youtu.be/82Hfh1AItiQ
Wir sollten m.E. nicht zu voreilig handeln.
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am Mittwoch, 5. Juni 2019 um 20:57

Kommunikation bestrafen?

Als Deutscher und erst recht als Arzt in Deutschland ist man ja schon viel Nonsens von Entscheidungsträgern gewohnt. Wenn zu Unfähigkeit, politischer Hysterie und Meinungsunterdrückung nun auch noch totalitäres Denken hinzukommt, ist die Grenze, Anfängen zu wehren, längst überschritten.
"Faxen muss stärker sanktioniert werden."
Herrn Gass muss man fragen, mit welchem Recht er derartige Forderungen formuliert.
Ein Fax ist ebenso unsicher, wie eine Befundübertragung per Telematik. Die Frage ist, ob Einzelbefunde per Fax abgegriffen oder Massen von Befunden online durch Cyberattacken gestohlen werden können. Ein Einzelbefund ist für die Auftraggeber uninteressant.
Aus diesem Grund ist das Fax der TI überlegen. Und ausserdem kann die Praxis- und Klknik-IT über Faxverbindungen nicht attackiert werden.
Fazit: Die TI im jetzigen Technikstand ist und bleibt unsicher. Ärzte zur Teilnahme zu zwingen, ist unethisch und auch verbale Drohungen werden Unsicherheiten nicht beseitigen.
Avatar #88767
am Mittwoch, 5. Juni 2019 um 21:10

Faxen bestrafen? Ihr seid völlig durchgeknallt!

Fax ist ein betriebsbewährtes Mittel, funktioniert eigentlich immer. Und es ist kostengünstig. Wie sieht es dagegen mit der Telematik aus? Überteuert, unzuverlässig, unterirdisches Datenschutzniveau ....

Keine Ahnung, aber davon ganz viel. Aber den Rand aufreißen.
Avatar #109
am Mittwoch, 5. Juni 2019 um 22:45
geändert am 06.06.2019 15:16:28

Digitalisierung = Informations-Overkill = Arbeitsverdichtungs-Stressor

Vor dem PC sitzt der lesende Mensch, hinter der Tastatur der schreibende Mensch, Informations-Empfänger ist der Mensch, Inhalte von Informationen betreffen den Menschen. Das jeweilige Medium und der Mensch kommunizieren auf der letzten Wiese. Die Qualität der übermittelten Informationen bleibt davon unberührt, mit welchem Speed sie übermittelt und rezeptiert werden, das resultierende Handeln beeinflussen. Die Autoren des DÄ und des berichteten Event unterliegen einem erheblich verkürzten Verständnis von Kommunikation im Allgemeinen, von ärztlicher Informationsverarbeitung im speziellen.

Nicht nur Watzlawick hätte seine Bedenken, da erhöhter Informationsfluss (digital) zu (noch mehr) Arbeitsverdichtung - und damit potentiell Erhöhung von menschlichen Fehlerquoten führt. Die Physiologie menschlicher Informationsverarbeitung setzt dem jeweils verwendeten Transportmittel (nichts anderes ist „Digitalisierung“) Grenzen, die insbes. in der Medizin berücksichtigt werden müssen.
Glauben Sie nicht?

Ein Beispiel zum Umgang von Menschen mit Technik:
„...Die staatliche E-ID ist zwar bereits weit verbreitet, kämpft allerdings mit Akzeptanzproblemen. In Deutschland zum Beispiel ist die Hälfte der Bevölkerung mit dem 2010 geschaffenen elektronischen Personalausweis ausgerüstet, nur drei Prozent nutzen die Karte aber auch. Denn die praktische Anwendung ist zu kompliziert und zu teuer. Bis vor kurzem musste sich ein separates Lesegerät anschaffen, wer auf die E-ID zugreifen wollte....“
https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/die-digitale-id-soll-das-online-leben-neu-regeln-doch-es-gibt-auch-kontroversen-134235072

Wehret dem drohenden Informations-Overkill!
Lasst das gute, alte Fax so lange leben, wie es selber überleben kann! Mit Bestrafungen arbeiten nur selbstunsichere Machtfunktionäre...
Avatar #704484
am Donnerstag, 6. Juni 2019 um 14:30

dr. Paul-Ulrich Eckhoff

Gerald Gaß schreibt und begründet die Notwendigkeit der Digitalisierung mit: "die ausufernden Qualitätsvorgaben zu erfüllen.". Ja , wäre es danicht sinnvoller, die ausufernden Qualitätsvorgaben wieder in das BEtt zurückzudrängen ?

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