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Avatar #760232
am Freitag, 24. Mai 2019 um 09:27

unkritischer Gebrauch der Fluorchinolone

Die neuerdings ganz offiziell ausgesprochene Warnung vor unbedenklichen Verwendung der Fluorchinolone löst eine grundsätzliche Frage aus, denn bekannt waren die gravierenden Nebenwirkungen ja schon lange :
Wieso wurde diese Tatsache von den Ärzten nicht strikt respektiert ?
Denkbar sind mehrere Antworten - die teilweise nicht sehr schmeichelhaft sein würden. Ich sehe allerdings eine Antwort, die nicht nur den Fall der Fluorchinolone betrifft, sondern sehr allgemein gilt.
Sie zielt auf die Tatsache ab, daß Ärzte viel zuwenig bis nahezu überhaupt nicht eine konsequente Nachverfolgung bei medikamentösen Therapien ihrer Patienten betreiben. Sie verordnen ein Medikament - und wenn der Patient dann nicht mehr erscheint, war die Therapie eben erfolgreich - und gut so. Doch diese Schlußfolgerung ist sehr fragwürdig. Natürlich kann es so sein, muß aber nicht. Der Patient kann - weil die Therapie eben nicht erfolgreich war, den Arzt gewechselt haben. Die Therapie kann aber auch nur Linderung gebracht haben, mit der sich der Patient zufrieden gibt - wobei durchaus auch heftige Nebenwirkungen aufgetreten sein können, mit denen der Patient dann aber zu einem anderen Arzt geht.
Dadurch verdichtet sich bei dem das Medikament verordnenden Arzt der sachlich nicht gerechtfertigte Eindruck, das Medikament sei gut geeignet.
Was tun ?
Die Problematik verpflichtet sowohl den Arzt wie auch den (mündigen!) Patienten.
Der Arzt muß konsequent den Therapieverlauf überwachen und der Patient muß gleichsam zu einer Berichtspflicht erzogen werden. Letzteres gehört eben auch zu den ärztlichen Pflichten .
Natürlich wäre hier die ePA sehr hilfreich - aber es muß, wegen der durchaus vorhandenen Problemsituation hinsichtlich des Datenschutzes , auch ohne die gehen. Denn diese Notwendigkeiten haben ja schon immer bestanden - sind aber wohl kaum je wirklich effektiv realisiert worden.
Avatar #772075
am Freitag, 24. Mai 2019 um 11:16

@penangexpag

Hallo,
auf meinen Fall trifft ihre Vermutung nicht zu, ebenso auch nicht auf viele, mir bekannte, andere Betroffene. Es wurde schlichtweg von jedem Arzt abgestritten, dass Fluorchinolone solche Auswirkungen haben können. "Der Stoff ist längst raus aus ihrem Körper, das kann nichts mehr damit zu tun haben".
Selbst jetzt, nach dem neuerlichen Rote Hand Brief (für Levofloxacin gab es 2012 bereits einen) wird dieser chemische Kampfstoff, und als solchen darf man die FC durchaus sehen, weiter unter die Menschheit gebracht. Die Ärzte handeln somit absolut verantwortungslos, das lässt sich nun auch nicht mehr mit Unwissenheit rechtfertigen.
Mir hätte es zwar nicht gegen die Zerstörung meines Lebens geholfen, aber ein "es tut mir leid" hätte es zumindest erträglicher erscheinen lassen.
Ich habe Ärzten immer vertraut, dass sie mir Gutes wollen. Dieses Vertrauen ist unwiderbringlich zerstört. Es gibt Ärzte, denen würde ich raten, es doch selbst mal mit ein paar Dosen FC zu versuchen. Vielleicht kapieren sie es dann?
Avatar #759489
am Mittwoch, 12. Juni 2019 um 14:57

Es wird Zeit...

.... dass sich die WHO um das Thema kümmert, da Teilen der Ärzteschaft das Thema entweder nicht bewusst oder "Wurscht" war (und ist?). Vielen gescholtenen Heilpraktikern - so auch mir - ist diese Problematik schon jahrelang bekannt.
Aber dann wieder auf die Homöopathie schimpfen bzw. eine Impfpflicht einführen (Masern: geschätzte Todesfälle pro Jahr in Deutschland: Ca. 1 Person)...
Beim Thema Fluorchinolone sollte der - sich gerne als "Macher" inszenierende - Meister Spahn mal ein Machtwort sprechen.

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