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am Donnerstag, 4. Juli 2019 um 21:50

Realitätsverlust

Kassen, KBV und Politik leiden offenkundig unter Realitätsverlust. In 5 Jahren gehen rund 30.000 Ärzte in Ruhestand, die Kassenpatienten werden immer älter und kränker und anspruchsvoller. Wer bitte soll denn in dem System der FlatrateMedizin mit ärztlicher Selbstausbeutung bleiben? Woher nimmt die Politik den Mut zu glauben, dass wir nicht früher die Kassen"zulassung" abgeben?
Bei Ärztemangel Druck auf Ärzte auszuüben ist das unklügste, was die Verantwortlichen tun können.
Avatar #776021
am Freitag, 5. Juli 2019 um 08:10

@Dr. med. Armin Conradt

das interessiert die Entscheidungsträger wenig, zumeist privatversichert, da findet sich schon wer, der gegen Geld alles für sie tut, daran mangelts denen nicht, schon aufgrund solcher "Leistungen".

"Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott." - auf "Glauben" beruhen die "Christlichen Werte" unser CDU-dominierten-Politik, nicht auf Wissen.
Der "Nächste" ist denen scheißegal.
Avatar #88767
am Freitag, 5. Juli 2019 um 12:53

Was schert die Kassen das SGB V?

Die Kassen zahlen an die KVen mit befreiender Wirkung eine Gesamtvergütung. Immer dann, wenn Ärzte jammern, dass sie zu wenig bekommen, verweisen die Kassen darauf, dass sie genug zahlen - und es im Zweifelsfalle ein innerärztliches Verteilungsproblem wäre, wenn einzelnen Ärzte bzw. Fachgruppen nicht genügend Honorar bekämen.

Jetzt, wo Ärzte Geld für eine erbrachte Arbeit qua Gesetz abgezogen wird, wollen die Kassen an dieses Geld ran. Aber es steht ihnen definitiv nicht zu. Denn die Kassen haben "mit befreiender Wirkung" gezahlt und die Leistung wurde auch in vollem Umfange erbracht.

Dass die Juristen auf Seiten der Ärzteschaft nicht in der Lage sind, ihren Funktionären die richtigen Argumente in die Hand zu geben - Schwamm drüber. Wer erwartet, dass auf Seiten des KV-Systems kompetente Leute sitzen, der glaubt auch noch an den Weihnachtsmann.
Avatar #755239
am Mittwoch, 10. Juli 2019 um 10:08

Frage!

Eine Frage stellt sich mir bei der Erhöhung der Strafe. Warum sind die Ärzte nicht stinksauer, also so richtig?

Zuerst heißt es: "Wer nicht mitmacht, muss 1% Honorarkürzung in Kauf nehmen."
Einige Ärzte denken sich, dass die Honorarkürzung von 1% das kleinere Übel sei.

Politik merkt, dass 1% zu niedrig ist, um alle zu zwingen mitzumachen. Folglich erhöhen sie auf 2,5%. Ist es nicht abzusehen, wohin das führt, wenn man die Strafe beliebig weit hochstellen kann und das nach kurzer Zeit schon? "Oh wir sind bei 25% und es fehlen immer noch 5% der Ärzte, da müssen wir wohl auf 50% hoch."

Ich wäre als Arzt RICHTIG sauer. Das darf man natürlich nicht an den Patienten auslassen, z.B. durch schlechtere Behandlung, aber man kann auch gerne mal den Patienten/dem Wähler sagen, mit welchen Methoden aktuell in der Politik gearbeitet wird.

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