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Avatar #110206
am Freitag, 12. Juli 2019 um 17:35

ist das ein Sommerlochthema?

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Koalitionspolitiker uneinig über Erstattung homöopathischer Mittel
vom Freitag, 12. Juli 2019

Ich bin kein Homöopath. Allerdings, geschätzt ein Viertel bis ein Drittel meiner schulmedizinischen Patientinnen und Patienten stehen der Pharmaindustrie skeptisch gegenüber. Und das teile ich mit diesen Mitbürgern sehr oft.
Wenn schon müßte man tatsächlich gleiche Maßstäbe anlegen. Es mag ja sein, daß homöopathische Medikamente nicht wirken. Oder tun sie es doch? Den strapazierten Begriff des Placebo und der Autosuggestion führen die Gegner der Homöopathie ins Feld. Wie kimmt es aber, daß Homöopathen einen offensichtlich größeren Anteil an Placebo-Heilungen haben als der Schnitt der Schulmediziner? Oder anders gefragt, wie kommt es, daß die Skepsis gegenüber den Medikamenten der Schulmedizin bei den einen mindestens ebenso groß zu sein scheint wie die Skepsis der anderen vor homöopathischen Präparaten.
Wer heilt hat Recht.
Falsch oder richtig? Klar haben die Heiler bessere Chancen, als gute Ärzte bezeichnet zu werden. Was können die Schulmediziner machen, um nicht zu den schlechten Ärzten zu zählen?
Vielleicht wäre es kein Fehler, einem Homöopathen über die Svchulter zu schauen - übrigens, Homöopathen tun das bei den Schulmedizinern eigentlich immer. Wir werden als Ärzte schließlich nicht zu Homöopathen oder Schulmedizinern erzogen, sondern irgendwann werden wir es.
Kein Mensch kauft ein Auto, das keiner will!
Kein Mensch sucht sich eine Medizin aus, der er nicht in irgendeiner Form nahesteht.
Nicht wer heilt hat Recht, sondern der, der versucht den Patienten zu verstehen, selbst dann, wenn seine Neigungen oder Abneigungen anders sein mögen als die eigenen.
Und haben wir Schulmediziner wirklich immer Recht?
Keineswegs.
Die Chemotherapie zeigt ein deutlich schlechteres Erfolgsergebnis als die Homöopathie ... moment, sagen manche, auch in der Onkologie?
Ich denke an meinen Großvater und im Lauf meines Lebens an eine Hundertschaft anderer Männer, die an Prostatakrebs erkrankt sind. Mein Großvater und andere haben sich nicht operieren lassen, keine Medikamente genommen, allenfalls homöopathische.
Die Überlebensrate beim Prostatakarzinom mag schlechter sein.
Die Lebensqualität eindeutig nicht.
Es ist keineswegs das Praxisschild, auf dem "Homöopathie" steht.
Es ist die überzeugende Zuwendung zum Patienten, die - ich will garnicht mal sagen allen - den Homöopathen eigen ist.
Die, bitte, sollte nicht mutwillig zerstören.
Avatar #79783
am Samstag, 13. Juli 2019 um 02:33

Ärztliche Homöopathen

erhalten von der Mehrzahl der GKV-Kassen ein Honorar von 140 EUR plus Ordinationsgebühr für eine sinnlos aufgewendete ärztliche Arbeitszeit und weitere 60 EUR für eine evt "Folgeanamnese!
Für 200 EUR müssen "normale" Ärzte einen GKV-Versicherten 7 Quartale lang behandeln! Das ist die Unverschämtheit! 7.000 ärztliche Homöopathen erzielen zusammen ein Honorar von 700 Mio EUR, also 100.000 pro Kopf und Jahr für eine Tätigkeit, die mit "ärztlich" nichts zu tun hat. Homöopathie ist keine Medizin, und die BÄK und der Ärztetag machen sich lächerlich, dass sie diese "Diplomzauberei" weiter als Zusatzbezeichnung führen.

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