DÄ plusForenKommentare PrintIronie und Homöopathie

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Avatar #781197
am Samstag, 27. Juli 2019 um 10:39

Zusammenfassung des Kuhnschen Links: Studienlage Verbesserungswürdig-Ja---ERGEBNISSE ÜBER PLACEBONIV

aus Homöopaedia-LInk von Kuhn dirkt entnommen:
Kleijnen (1991)
Derzeit sind die NACHWEISE aus klinischen Studien POSITIV, aber sie reichen nicht aus, um endgültige Schlussfolgerungen zu ziehen, weil die Methodik in den meisten Studien von geringer Qualität und der Einfluss des „Publication Bias“[B 2] unbekannt ist.[B 3]
Linde (1997)
Das Ergebnis unserer Meta-Analyse liefert KEINE BESTÄTIGUNG für die HYPOTHESE, dass die klinischen Effekte der Homöopathie alleine auf einer PLACEBOWIRKUNG beruhten. Wir fanden in diesen Studien jedoch nur unzureichende Nachweise dafür, dass die Homöopathie auch nur bei einem einzigen Krankheitsbild wirksam wäre.[B 6]
Linde (1998)
Die Ergebnisse der vorliegenden randomisierten kontrollierten Studien deuten darauf hin, dass die Homöopathie eine ÜBER PLACEBO HIAUSGEHENDE WIRKUNG aufweist. Die Nachweise sind jedoch wegen methodischer Schwächen und Widersprüchlichkeit nicht überzeugend.[B 8]
Cucherat (2000)
Es gibt ein paar wenige Nachweise dafür, dass homöopathische Therapien WIRKSAMER SIND ALS PLACEBO; die Aussagekraft dieser Nachweise ist wegen der nur niedrigen methodischen Qualität der Studien nur gering. Studien hoher methodischer Qualität waren eher negativ als solche von geringerer Qualität.[B 12]
Shang (2005)
… es zeigten sich SCHWACHE NACHWEISE für einen SPEZIFISCHEN EFFEKT HOMÖOPATHISCHER ARZNEIEN (…) Die Ergebnisse bestätigen den Eindruck, dass es sich bei den klinischen Effekten der Homöopathie um Placeboeffekte handelt.[B 13]
[[LAUT LÜDTKE UND BENDIG WURDEN ALLERDINGS WILLKÜRLICHE KRITERIEN BEI DER ANZAHL DER AUSGEWÄHLTEN STUDIEN ANGEWANDT]]
Mathie (2014)
Arzneien, die als Homöopathika individuell verordnet wurden, zeigen möglicherweise einen KLEINEN SPEZIFISCHEN EFFEKT. (…) Die generell niedrige und unklare Qualität der Nachweise gebietet aber, diese Ergebnisse nur vorsichtig zu interpretieren.[B 14]
NHMRC (2015)
Aufgrund der Untersuchung der Evidenz zur Wirksamkeit der Homöopathie kommt das NHMRC zu dem Schluss, dass es KEINE Krankheitsbilder gibt, für die es einen ZUVERLÄSSIGER NACHWEIS dafür gäbe, dass die Homöopathie bei der Behandlung von Gesundheitsproblemen wirkungsvoll wäre.[B 16]
[[DIESE STUDIE IST NACHWEISLICH IN EINER ZWEITEN BEARBEITUNG DURCH UNZULÄSSIGE STATISTISCHE METHODEN SO ZURECHTGEBOGEN WORDEN, DASS DAS GEWÜNSCHTE ERGEBNIS ERZIELT WURDE]]
Mathie (2017)
Die Qualität der Nachweise als Ganzes ist gering. Eine Meta-Analyse aller ermittelbaren Daten führt zu einer ABLEHNUNG UNSERER NULLHYPOTHESE [dass das Ergebnis einer Behandlung mit nicht-individuell verordneten Homöopathika nicht von Placebo unterscheidbar ist – Ergänzung des Übersetzers], aber eine Analyse der kleinen Untergruppe der zuverlässigen Nachweise stützt diese Ablehnung nicht. Meta-Analysen für einzelne Krankheitsbilder liefern keine zuverlässigen Nachweise, weshalb keine klaren Schlussfolgerungen möglich sind.[B 17]
Mathie (2018)
Wegen der schlechten Qualität, der kleinen Anzahl und der Heterogenität der Studien ist anhand dieser Daten eine ENDGÜLTIGE SCHLUSSFOLGERUNG über die Vergleichbarkeit der Wirkung einer individualisierten homöopathischen Therapie AUSGESCHLOSSEN.[B 18]
GROSSSCHREIBUNGEN und [[ERGÄNZUNGEN]] durch mich
Avatar #651376
am Samstag, 27. Juli 2019 um 10:56

Pluralität erwünscht

Warum sollte in der Medizin eigentlich keine Pluralität möglich sein?
So könnte es doch Krankenkassen geben, die homöopathische Behandlung bezahlen. Andere Kassen wären dann für Menschen, die diese TherapieForm ablehnen.
Avatar #781197
am Samstag, 27. Juli 2019 um 10:58

@KUHNJ: Ist das nicht genau die Argumentation, die uns Homöopathen um die Ohren gehauen wird?

und nochmal @Kuhn:
"Daran ändert auch nichts, dass der Nutzen von Antidepressiva wohl überschätzt wurde - obwohl ganz viele Ärzte und Patienten sehr gute ERFAHRUNGEN damit GEMACHT haben ;-)"
Wie bitte, lese ich richtig? Diese Argumentation ist doch angeblich nur uns verschrobenen, wissenschaftsignorierenden Homöopathen zueigen und laut euch Skeptikern völlig irrelevant????
Jetzt verstehe ich die Welt der Skeptiker garnicht mehr!
Da passt wohl nur noch das Zitat von Einstein:
A question that sometimes drives me hazy: am I or are the others crazy?
Avatar #103488
am Samstag, 27. Juli 2019 um 15:09

Ironie und Homöopathie

@ Hümmer:

Die Zeichenkette ;-) hinter meinem Satz markiert gewöhnlich und so auch hier eine augenzwinkernd ironische Bemerkung. Sie ist vor allem angezeigt, wenn die Ironie fein dosiert daherkommt, sozusagen fast schon homöopathisch dosiert. Aber die geistartigen Kräfte der Zeichenkette haben hier wohl versagt.

Im Übrigen sehe ich mich nicht als "Skeptiker", das ist die Selbstbezeichnung der Mitglieder einer esoterikkritischen Bewegung. Ich bin dagegen Mitglied der Gesellschaft für Ironiezeichenerklärung.

@ susanne.strauss:

Die Option, die Sie anregen, gab es bis vor kurzem: Homöopathie-Wahltarife, d.h. das Angebot, einen extra kalkulierten Kran­ken­ver­siche­rungstarif mit homöopathischer Behandlung in Anspruch zu nehmen. Das wollte aber die ganzen Jahre so gut wie niemand, daher wurden diese Wahltarife des Verwaltungsaufwands wegen wieder abgeschafft. Die Homöopathie-Freunde nutzen lieber die inzwischen fast flächendeckenden Satzungsleistungen der Kassen in Sachen Homöopathie - die von allen Versicherten gleichermaßen finanziert werden. Dabei geht es zwar nur um homöopathische Summen, aber unter Homöopathen kann das ja viel bedeuten (Herr Hümmer: extra für Sie mit ;-) ).
Avatar #651376
am Sonntag, 28. Juli 2019 um 09:56

Umfrage. Homöopathie nach schweizer Modell

Unten angefügt finden Sie m.E. eine interessante Umfrage.
https://www.dzvhae.de/forsa-buerger-wuenschen-homoeopathie-nach-schweizer-vorbild/

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