DÄ plusForenKommentare NewsGezielte Indiskretion?

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Avatar #672734
am Montag, 12. August 2019 um 18:45

In welche Rubrik fällt das? Wallraff, Relotius oder Grill`s Märchen?

Es wird spannend, ob sich dazu ein weiterer Dialog anschliesst oder gar eine Entschuldigung kommt ...
Avatar #683614
am Montag, 12. August 2019 um 22:22

Welches Interesse könnten Süddeutsche Zeitung, NDR und WDR haben, zu skandalieren

und die med. Helfer für die Menschen in unserem Land in ein schlechtes Licht zu stellen, das frage ich mich.
Avatar #672734
am Dienstag, 13. August 2019 um 10:37

Welches Interesse hat man am "Ruhm"?

"Seit November 2017 im Rechercheverbund von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" Leiter des Berliner Büros der Investigativressorts von NDR und WDR. "
https://www.markusgrill.eu/biografie/
Vielleicht später ein "Klassiker" wie Grimms Märchen?
Avatar #691359
am Mittwoch, 14. August 2019 um 00:26

Gezielte Indiskretion?

In dieser Diskussion vermisse ich einige Hintergrundinformationen. Eine Volumenpauschale (pro Liter gekauftem Kontrastmittel) ist jedenfalls ungewöhnlich, üblicher wäre eine Pauschale je abgerechneter Untersuchung. Ein Radiologe würde es sicher besser als ich begründen können, warum eine Volumenpauschale bevorzugt wird. Als erstes ist festzustellen, Kontrastmittel unterliegen dem Arzneimittelgesetz (AMG). Das bedeutet, egal, welche Packungsgrößen es gibt, ein Teil des Kontrastmittels muss verworfen werden, weil es Regeln für steriles Arbeiten und Haltbarkeitszeiten für angerissene Verpackungen einzuhalten gilt. Zweitens dürfte der Bedarf für unterschiedliche Patienten bzw. unterschiedliche Untersuchungen variieren. Wahrscheinlich gibt es zu viele Variablen, um sich auf eine Pauschale pro Untersuchung zu einigen.

Eine Volumenpauschale hat folgende Konsequenzen: Das eingekaufte Gesamtvolumen und die Gesamtmenge der abgerechneten Leistungen kann man ins Verhältnis setzen, Fehlentwicklungen beim Einkauf oder Leistungsausweitungen dürften schnell auffallen. Das wirtschaftliche Risiko für verworfene Kontrastmittel (Haltbarkeit) trägt die Kasse, das Risiko für die Differenz zwischen Einkaufspreis und Pauschale trägt die einzelne radiologische Praxis.

Im Bereich der Labordiagnostik gibt es große Ketten mit entsprechender Marktmacht. Bei den Radiologen dürfte es eine derartige Monopolisierung noch nicht geben. Allerdings, wenn sich einige Großpraxen aus Ballungsräumen zu einer Einkaufsgemeinschaft zusammenschließen (und da sind 5% Marktanteil schon eine respektable Größe), dann können derartige Einkaufsgemeinschaften mit den Herstellern ganz anders verhandeln. Die bisherigen Pauschalen sind ja nicht aus der Luft gegriffen und basieren auf wirtschaftlichen Kalkulationen, vermutlich in dem Sinne, dass eine ländliche Einzelpraxis noch mit einer schwarzen Null herauskommt. Das ist Marktwirtschaft pur, die kleine Einzelpraxis zahlt viel, die große Einkaufsgemeinschaft zahlt wesentlich weniger.

Nun kommen die politischen Feinheiten des deutschen Gesundheitssystems zum Tragen. Eine einfache Lösung des Problems wäre z.B. eine gestaffelte Pauschale (große Praxen bekommen eine kleinere Pauschale als kleine Praxen, um die unterschiedlichen Einkaufskonditionen auszugleichen). Die Selbstverwaltung ist aber darauf ausgerichtet, derartige Veränderungen im Konsens zu beschließen. Das bedeutet, wenn sich der Markt ändert, ist es wesentlich einfacher zu blockieren als eine Veränderung durchzusetzen. Warum wohl ist es so schwer für EBM und GOÄ einen Inflationsausgleich zu bekommen? Ganz recht, die Kassen haben über Jahrzehnte die Kunst der politischen Blockade perfektioniert. Und nun haben wir die paradoxe Situation, dass sich ausnahmsweise der Markt zuungunsten der Kassen entwickelt hat und die Interessensvertreter der Radiologen eine von den Kassen gewünschte Veränderung blockieren. Sowohl die Radiologen als auch die Hersteller der Kontrastmittel können mit dem Status quo gut leben, es ist nur eine Hypothese, aber ich vermute, ein Geschäftsführer einer großen Krankenkasse hat einfach die Geduld verloren und einige gezielte Indiskretionen bei der Presse gestreut, um damit eine Neiddebatte vom Zaun zu brechen und Bewegung in die festgefahrenen Verhandlungen zu bringen.

Nach meiner persönlichen Einschätzung wurde hier die Presse in einem Verteilungskampf instrumentalisiert. Ärztliche Tätigkeit ist immer eine Mischkalkulation. Selbst wenn die Radiologen hier punktuell Gewinne einfahren, sollte vor einer pauschalen Kürzung geklärt werden, ob dann im Gegenzug nicht andere Pauschalen angehoben werden müssten. Genau darin besteht die Aufgabe der Selbstverwaltung, in komplizierten Interessenskonflikten eine praktikable Lösung zu finden. Derartige Medienkampagnen sind ein Teil des Spiels, in dem die Machtpositionen ausgelotet werden. Die Diskussion ist jetzt öffentlich, die Radiologen wären gut beraten nachzuweisen, welche unterfinanzierten Leistungen mit den Kontrastmitteln quersubventioniert werden müssen.
Avatar #110369
am Mittwoch, 14. August 2019 um 10:56

Getroffene Hunde jaulen?

Zitat
"Es sei unseriös, den Eindruck zu erwecken, dass sich Radiologen mittels Ab­rechnung von Kontrastmitteln ungerechtfertigt oder gar illegal bereicherten. Genau das aber suggeriere die Berichterstattung in Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR."

Man sollte sich nie die Schuhe anziehen, die ein mutmaßlicher Provokateur hinstellt. 1. Regel bei Konfrontationen. Scheint nicht so professionell, dieser Berufsverband der Radiologen. Ich kannte den vorher gar nicht.

Zitat:
Wer als Arzt arm bleibt, der muß mit dem Schlimmsten rechnen: "Anargyroi", die Silberlosen, nannten die Kollegen zu Zeiten des römischen Kaisers Diokletian die beiden Barfußärzte Kosmas und Damian, die ihre Patienten erfolgreich, aber gratis versorgten. Neidische Mediziner sorgten für einen Prozeß samt Feuerfolter und Enthauptung. Später sprach man die Märtyrer heilig, nun werden die beiden als Patrone aller katholischen Heilkünstler verehrt.
https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13690501.html

Mediziner und Medizinerinnen und Diverse/innen sind nun nicht bekannt für große Autos, Handtaschen, Luxusuhren und allerlei materiellen Schnickschnack. Es gibt aber allemal auch Ärzte unter ihnen im besten Sinne. Ich kenne welche. Ärzte gibt es aber auch unter Heilpraktikern unter Regimekritikern usw. Arzt zu sein beschreibt eine Geisteshaltung. Ärzte gab es vor der Erfindung einer Approbation. Der Mediziner ist approbiert ("system approved and conform"), das ist erst mal alles.

Ich selbst halte es ja für absurd, daß Mediziner in Gewinnerzielungsabsicht handeln.
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/97401/Privatpatienten-bringen-Arztpraxen-deutlichen-Mehrumsatz

https://www.youtube.com/watch?v=0RYcOGs3VZk
Er verhöhnt den Bundes-Massenmenschen. Und das ganz klar zu Recht. Man muß doch das Gesamtsystem betrachten. Wie der Herr so das Gescherr.

Es ist doch die grundsätzliche Geisteshaltung in dieser staatsspielenden, privaten Interessen dienenden Staatssimulation aus der Villa Rothschild. Über eine Volksverschuldungsagentur-GmbH mit Goldman-Sachs-Blüten wird nun nach 100jährigen Weltkrieg ein ganzes Volk finalisiert, indem man ihm Einkommen abpreßt und das in eine illegale Siedlungspolitik investiert, mit der zu 90-99% kultureller und wirtschaftlicher Schaden angerichtet wird - von Schäden an Leib und Leben inzwischen vieler Einheimischer jetzt mir mal nicht angefangen (siehe Leine des Grauens).

https://www.welt.de/wirtschaft/article7985034/Spaeter-Sieg-fuer-Supermarktkassiererin-Emmely.html
In diesem Ponzisystem sind Finanzblüten knapp, künstlich verknappt über den Zinseszinsmechanismus der Zinsherren. Ist es denn so abwegig, daß auch Approbierte Wege suchen, nicht weniger verdienen zu müssen bei schrumpfendem Gesamtkuchen?

Ich komme aus einer Zeit, da bestanden bequem situierte Mittelstandsfamilien aus 5 Mitgliedern, Vater Alleinverdiener, Haus, Auto, Hund und Jahresurlaub... und heute? Wo ist denn der Wohlstand?

Diese Frage ist des Pudels Kern. Wo ist der Wohlstand? Wenn eine BRD-Volksverschuldungs-Agentur-GmbH für eine künstliche Verknappung des Wohlstands durch virtuelle Verschuldung sorgt (denn die "Schulden samt Zinseszins" werden per allerhand Steuern mit aller Gewalt wieder eingetrieben! Denkt mal darüber nach), was ist dann auf der anderen Seite? Wenn eine Seite Schulden hat, dann hat die andere Seite das Guthaben. Wer ist die andere Seite? Und was sind Schulden? Goldman-Sachs-Zahlen, mehr nicht. Das ist die gute Nachricht. Wir könnten das noch bis zum Wochenende los sein, einfach das Unrecht beenden über Artikel 139GG, das inzwischen privatisierte Besatzungskonstrukt BRD samt seiner Volksverschuldungsagentur-GmbH abwickeln. Ich kann ja gar nicht genug darauf hinweisen.

Vermeint denn wirklich jemand, Approbierte seien unfehlbar? Daß es undenkbar sei, daß solche Geschäftsmodelle existierten?

Für mich sind die Reaktionen hierunter besonders interessant. Kaum Differenzierungsfähigkeit, gleich das Kollektivdenken. Tja, 21. Jh.... der Menschoid ist immer noch zumeist ein reflexgesteuertes triebhaftes Wesen. Und die sogenannten Bildungssysteme weisen erst mal nur aus, wie komplex jemand dressierbar ist.

Ich weiß schon, warum ich mich aus Vereinen, Verbänden und Clubs heraushalte. Es muß ja auch "unhacked brains" geben. Wir sind der Keim der neuen Blüte, nach dem unvermeidlichen gesellschaftlichen Crash.

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„Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH“. Es handelt sich dabei um ein Unternehmen, das vollständig im Besitz des Bundes ist und sich kurz gesagt darum kümmert, dass Deutschland flüssig bleibt."
https://anwaltauskunft.de/magazin/gesellschaft/staat-behoerden/ist-deutschland-eine-gmbh

Kommt aus der Obrigkeitshörigkeit raus, gebt den Kadavergehorsam auf, wacht auf! Es kann nicht sein, daß sich die Masse eine solche private Verschuldungs-Agentur gefallen läßt. Mir ist das einfach nicht begreiflich, wie man sich das schönreden kann. Es ist keine "immer globalisiertere und komplexere Welt", sondern eine immer geisteskrankere, die manifeste Idiokratie.
https://www.youtube.com/watch?v=-otdTDo7FTQ

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