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am Sonntag, 18. August 2019 um 18:10

... ZUM NARREN GEHALTEN.

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Ozon kann die Entwicklung von Emphysemen fördern
vom Freitag, 16. August 2019
A.
Kurze Plausibilitätskontrolle:
- Die Autoren (1) setzten 3 ppb Ozon (O3) mal 10 Jahre gleich (schädlich) mit ca. 30 „Päckchenjahren“ (PY, Pack Year; 1 PY = 20 Zigaretten täglich).
- Somit ist 1 Jahr x 1 ppb O3 gleich 1 PY.

Nun schreibt das „Bayerische Landesamt für Umwelt“ (2): »Die höchsten Jahresmittelwerte werden regelmäßig an den stadtfernen und höhergelegenen Messstationen Bad Hindelang/Oberjoch (1169 m ü. NN), Tiefenbach/Altenschneeberg (755 m ü. NN) und Andechs/Rothenfeld (700 m ü. NN) gemessen«.

Beispielsweise lag der Jahresmittelwert für Andechs/Rothenfeld bei durchschnittlich ca. 60 µg/cbm (30 ppb). Somit wäre der angebliche Schaden durch Ozon hier vergleichbar mit einem täglichen Konsum von 30 Schachteln = 600 Zigaretten täglich. Bei 16 Stunden täglich macht das 37,5 Zigaretten pro Stunde, bzw. UNUNTERBROCHEN alle 1,6 Minuten eine Zigarette, bzw. alle 3 Minuten ZWEI Zigaretten gleichzeitig.

Die Luftqualität eines – quasi – „Luftkurortes“ soll also ERNSTHAFT so schädlich sein wie "lebenslang" UNUNTERBROCHENES Dauerrauchen von gleichzeitig zwei Zigaretten.

Ein derartiger Unfug (bzw. „freie Konfabulation“) ist schlichtweg ZUM FREMDSCHÄMEN.

Als Arzt bezeichne ich eine derartige Verzerrung der Wirklichkeit überdies als in allerhöchstem Maße UNVERANTWORTLICH gegenüber allen Bemühungen, das Rauchen einzudämmen.

B.
Wer auf diesem Planeten hat denn bitte NOCH NICHT verstanden, dass – "durch die Brille der Umweltepidemiologie" gesehen – Menschen durch Luftverschmutzung und auch auf unsere Verhältnisse bezogen Schaden nehmen sollen, OBWOHL niemand anders dies objektivieren kann (3).

WAS NEUES bringt uns bitte diese "70.000-und erste" Studie? Liefert uns endlich FAKTEN, und nicht immer abenteuerlichere Spekulationen.

*****************************
Man nenne also bitte diejenige(n) Studie(n), die die Aussage belegen, dass durch eine weitere Abnahme von Luftverschmutzung tatsächlich erkennbar weniger Menschen sterben oder Schaden nehmen.

Man erläutere dabei bitte auch den Aspekt zunehmender Lungenerkrankungen in D bei abnehmender Luftverschmutzung (4).
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Ansonsten HÖRT ENDLICH AUF mit dieser IMPERTINENTEN WICHTIGTUEREI.

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Der Unterzeichner stellt ausdrücklich klar, dass a) kein Interessenkonflikt besteht, und b) auch für ihn der Schutz menschlichen Lebens unverhandelbar ist.

MfkG Dr. A. Schnitzler, FAfIM, Lüneburg

Referenzen
(1) https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/105366/Ozon-kann-die-Entwicklung-von-Emphysemen-foerdern
(2) https://www.lfu.bayern.de/luft/doc/ozoninfo.pdf
(3) Zylka-Menhorn V: Luftverschmutzung: Komplexität erlaubt keine allgemeingültigen Aussagen. Dtsch Arztebl International 2019. 116:A-1110.
(4) Zylka-Menhorn V, Grunert D: Feinstaub und Stickstoffverbindungen: Die Krux mit den Grenzwerten. Deutsches Ärzteblatt 2019. 116:A-200.

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