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am Donnerstag, 22. August 2019 um 15:14

Surrogat-Parameter mit Surrogat-Ergebnissen?

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Längerfristiges Sterberisiko lässt sich aus Blutproben ablesen
vom Mittwoch, 21. August 2019
"A metabolic profile of all-cause mortality risk identified in an observational study of 44,168 individuals" von Joris Deelen et al., Nature Communicationsvolume 10, Article number: 3346 (2019) https://www.nature.com/articles/s41467-019-11311-9
belegt schon im Abstract, dass das Autorenteam sich um die entscheidenden Fragen von Spezifität und Sensitivität ihrer Daten und Methodik herumdrückt.

Sybillinisch wird von einer gezeigten Vorhersage-Genauigkeit geschrieben: Doch diese ist mit 0,837 bzw. 0,830 nach aufwändiger Biomarker- und Geschlechts-Identifizierung nur unwesentlich besser als eine konventionelle Risikofaktoren-Analyse der Mortalitätserwartung. Die Differenz beträgt ganze 0,065 bzw. 0,04. Bezogen auf die als "großartig" empfundene Akkuratesse von 0,837 bzw. 0,830 der neuartigen Methode gegenüber 0,772 bzw. 0,790 der konventionellen Einschätzungs-Methoden bedeutet das eine Genauigkeits-Vorteil der Mortalitäts-Voraussagen von plus 8,42 Prozent bzw. plus 5,06 Prozent.
"We subsequently show that the prediction accuracy of 5- and 10-year mortality based on a model containing the identified biomarkers and sex (C-statistic = 0.837 and 0.830, respectively) is better than that of a model containing conventional risk factors for mortality (C-statistic = 0.772 and 0.790, respectively). The use of the identified metabolic profile as a predictor of mortality or surrogate endpoint in clinical studies needs further investigation."

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

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