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Avatar #736547
am Freitag, 23. August 2019 um 09:27

Ach, der Herr Korte schon wieder

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Jugendpsychiater beklagt Hype um Transgender
vom Donnerstag, 22. August 2019
Auch wenn Herr Korte seine "Ideologie" immer und immer wieder in vermeintlichen Fachpublikationen in die Welt hinaus trägt, sie bleiben seine persönliche Meinung und entbehren jeglicher wissenschaftlicher Evidenz. Schade finde ich, dass das Ärzteblatt dem Bauchgefühl eines selbsternannten Experten immer wieder eine Plattform bietet. Da Herr Korte immer wieder mit den längst überholten Thesen von Money und Zucker argumentiert und Menschen wie mir unterstellt, ich wolle nur eine versteckte Homosexualität nicht anerkennen, verstärkt meine Zweifel an seiner Kompetenz und Expertise. Was würde Herr Korte sagen, wenn ich ihm unterstelle, er findet die Auseinandersetzung mit dem Thema Transsexualität, Transidentität/Transgender so interessant, weil er eine eigene, versteckte Homosexualität damit kompensieren möchte? Die tatsächlichen Beweggründe des Herrn Korte erschließen sich mir noch nicht. Ob die Gerüchte, dass auch eine politische Motivation dahinter stehen könnte, vielleicht gar keine Gerüchte sind?
Avatar #785460
am Freitag, 23. August 2019 um 12:51

Die veralteten Ansichten des Dr. Korte

Herr Korte vertritt die These, dass Transsexualität bei Jugendlichen eine Modeerscheinung ist. Er gibt an, dass er beobachtet, dass sich immer mehr junge Menschen und Jugendliche an die Ärzte wenden. Ich nehme ihm seine Beobachtung ab, denke aber, dass es andere Gründe dafür gibt. Meine Eltern haben mich mit 12, oder 13 Jahren zum Jugendpsychiater geschickt. Das war Anfang der siebziger Jahre. Der Psychiater hatte keine Ahnung von Transsexualität und hat meinen Eltern gesagt, dass es eine Phase sei, dass ich mich als Mädchen wahrnahm. Ich habe nicht darunter gelitten ein Mädchen im Körper eines Jungen zu sein, sondern unter der Ingnoranz und Ablehnung der Erwachsenen. Damals gab es kein Internet und keine großen Berichte in den Zeitungen über Transsexualität. ich weiß noch, wie berührt und erleichtert ich war, als ich damals einen Artikel in der Jugendzeitschrift Bravo über ein anderes transsexuelles Mädchen gelesen habe. Ab dem Moment wußte ich, es gibt noch mehr Menschen, denen es so geht wie mir. Meinen Weg der Angleichung konnte ich damals erst mit 25 Jahren gehen - und es waren verzweifelte Jahre. Heute berate ich Eltern und Angehörige von trans* Kindern und Jugendlichen. ich freue mich, wenn es Eltern gibt, die zu ihren Kindern stehen und sie unterstützen. Dabei erlebe ich Kinder und Jugendliche die bewußter ihr richtiges Geschlecht ausleben können. Sie wissen oft schon sehr früh was ihr Geschlecht ist. Wenn versucht wird ihnen dieses Wissen auszutreiben, wie es bei mir erfolglos geschehen ist, steigt die Gefahr der Selbstzerstörung duch Drogen, oder Suizid. Ich war bereits mit 17 alkoholabhängig, weil ich die Ablehnung und den Hass auf mich nicht ausgehalten habe. Mehr als einmal war ich kurz vorm Suizid. Wäre er mir gelungen wäre ich nicht als transsexuell in die Statistik eingegangen, sondern als junger Mann. Herr Korte versteht die Verzweiflung nicht, die viele empfinden, wenn sie ihre Transsexualität bemerken. Die betroffenen Menschen brauchen Empathie und Unterstützung. Das gilt auch für die Kinder und Jugendlichen.

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