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Avatar #549162
am Montag, 7. Oktober 2019 um 18:58

Frechheit

Kommentar zur Nachricht
Krankenkassen für flexiblere Sprechstunden und Video-Behandlung
vom Montag, 7. Oktober 2019
Für die paar Euro, die ich pro Quartal pauschal pro Patient bekomme ist so ein Service finanziell nicht drin. Wer wenig bezahlt bekommt auch keinen Service. Das ist überall so. Schon jetzt erbringe ich viele Leistungen umsonst und benutze Geräte die der Privatpatient abbezahlt hat und die es sonst gar nicht gebe. Diese Erwartungssprüche bei seit vielen Jahren stagnierenden Einnahmen sind eine bodenlose Frechheit.
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am Montag, 7. Oktober 2019 um 19:59

In welcher Welt leben Kassenfürsten ...?

Es wäre ein Aprilscherz, was Kassenfürsten von den Arztpraxen verlangen. Aber es ist Herbst in Deutschland.
Für die mickrigen, nicht kostendeckenden Honorare, die die Kassen und ihre KVen für hochqualifizierte ärztliche Arbeit zahlen, für FlatrateMedizin zu Kopfpauschalen heben die Herrschaften garnichts zu fordern.
Es ist in einer Zeit des wachsenden Ärztemangel anachronistisch und absurd, immer mehr unbezahlte und zusätzliche Mehrarbeit von Ärzten zu verlangen. In einer Zeit, in der gute und motivierte Kassenärzte mit der Lupe zu suchen sind. In Zukunft wird gute Medizin von motivierten Ärzten nur noch privat zu erhalten sein. Stellen wir uns rasch darauf ein, als Ärzte wie als Patienten.
Diese Entwicklung ist alleine von der GKV zu verantworten.
Avatar #113430
am Montag, 7. Oktober 2019 um 20:16

WarPatientenwünsche

Die KVen der Länder haben lt. Versorgungsauftrag die ärztliche Versorgung der Bevölkerung für 24 Std./Tag sicher zu stellen, was diese auch tun!. Diese Leistungen erfolgen zu einem pauschalen Festpreis, sie haben wirtschaftlich, ausreichend, notwendig und zweckmäßig zu sein. Mehrleistungen, in Anbetracht der nachweislichen Unterbezahlung ärztlicher Leistungen, bedürfen bei über die Grundversorgung hinausgehenden Leistungen neue Vereinbarungen mit den Kostenträgern. Prinzip der Kostenträger ist, Erweiterung ärztlicher Leistungen über das vereinbarte Maß zu fordern, dafür aber nicht die Mehrkosten tragen zu wollen. Jede Arztpraxis hat festgelegte "Öffnungszeiten", (25Std/Wo.) diese werden vom Betreiber nach eigenem Ermessen festgelegt, Arztpraxen sind keine "KassenAmbulanzen".
Avatar #704484
am Montag, 7. Oktober 2019 um 20:59

Dr.P.-U. Eckhoff

In einem anderen Kanal war zu lesen, dass Patieten die gegebenen Termine nutzlos verstreichen lassen. Der KOllege sprach von 10% seiner vergebenen Termine. Dafür soll er aber offene Sprechstunden ermöglichen. Wenn die Patienten Wunschtermine haben wolen,- außerhalb der üblichen Sprechzeiten - dann sollen sie auch Gegenleistungen bringen. Solange die fallengelassenen Termine nicht in Rechnung gestellt werden dürfen besteht auch kein ANrecht auf Sondersprechstunden.
Avatar #722364
am Dienstag, 8. Oktober 2019 um 09:41

15% Terminincompliance

Leider wird in der Mitteilung durch die GKV Spitze beachtet, dass das Arzt-Patienten-Verhältnis ein vertrauensverhältnis ist und sein sollte. Wir sind keine keine "online" Dienstleister und dürfen dies berufsrechtlich auch nicht sein! Gleichzeitig müssen wir feststellen, dass die Voraussetzungen für eine sichere und nutzbare IT Infrastruktur in Deutschland aufgrund zersplitterter Zuständigkeiten nicht wie in anderen Ländern funktioniert.
Insofern ist die Einlassung des Mitgliedes des GKV Spitzenverbandes leider realitätsfern und derzeit nicht angebracht. Eher haben Gesetzgeber, Krankenkassen sowie Ärztekammern die Voraussetzungen für eine sichere IT- Infrastruktur zu schaffen, bevor diese Anforderungen an die Ärzte gestellt werden.
Schade, dass damit das sensible Arzt-Patienten-Verhältnis durch die Ausweitung der durch die Kassen induzierten Anspruchshaltung von Patienten gegenüber Ärzten grundlegend gestört wird!

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