DÄ plusForenKommentare News... Tod durch E-Joints: Ein sehr persönlicher Fallbericht.

Kommentare News

Kommentare News

Alle Kommentare zu Online-News

Avatar #715180
am Montag, 7. Oktober 2019 um 22:48

... Auch das DKFZ stellt die "Schadensreduktion" durch E-Zigaretten unmissverständlich klar

Aus einem offenen Brief (Prof. Bernd Mayer; https://www.facebook.com/Belidampft) an den ORF:

»In der Welt am Sonntag vom 6. 10. 2019 führt Frau Dr. Ute Mons, Leiterin der Stabsstelle für Krebsprävention [[Anm. des Unterzeichners: zugleich WHO-Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle]] am DKFZ in Heidelberg dazu aus:
"E-Zigaretten sind nicht harmlos, aber sie sind ganz klar weniger gesundheitsschädlich als herkömmliche Zigaretten. Das ist wissenschaftlicher Konsens.... Es wäre fatal, wenn Menschen wegen der Krankheitsfälle [in USA] nicht von herkömmlichen auf E-Zigaretten umsteigen oder wenn Dampfer wieder zu Zigaretten zurückkehren."
Dabei beruft sie sich auf den über 700 Seiten langen Bericht der US National Academcis of Sciences, Engineering and Medicine (NASEM) vom Jänner 2018 [8].

Elke Pieper, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin erklärt im selben Artikel:
"Sofern sie [E-Zigaretten] den europäischen und deutschen Regelungen entsprechen, sind E-Zigaretten substanziell weniger gefährlich als herkömmliche Zigaretten."
Man kann über das Ausmaß der geringeren Schädlichkeit von E-Zigaretten diskutieren, dass sie wesentlich weniger schädlich sind als Tabakzigaretten ist aber eine unbestreitbare Tatsache.«

"Klarheit und Wahrheit"!

Wer angesichts (all) dieser Feststellungen immer noch über E-Zigaretten im Zusammenhang mit den entsetzlichen Erkrankungs- und Todesfällen in den USA konfabuliert, handelt VERANTWORTUNGSLOS. Unter LEBENSGEFAHR für die Betroffenen!

Auch Prof. Michael Siegel (https://tobaccoanalysis.blogspot.com/2019/10/utah-department-of-health-concludes.html) redet inzwischen offen über denkbare rechtliche Konsequenzen durch Falschinformation:

»Meines Erachtens sollte das Ge­sund­heits­mi­nis­terium von Michigan für künftige Fälle von Atemwegserkrankungen oder Todesfällen bei Anwohnern des Bundesstaates verantwortlich gemacht werden, die nicht angemessen und ordnungsgemäß vor den spezifischen Gefahren des Verdampfens von THC-Ölen gewarnt wurden.« (Übersetzung vom Unterzeichner).

Es ist im übrigen nicht ansatzweise plausibel, dass "Aromen" irgendjemanden bspw. zum "KIFFEN" bringen: niemand geht zum Dealer und verlangt zB "Orangenaroma ohne Marihuana", das ist doch völlig abwegig. Wer kiffen will (hier eben mittels E-Joints), kifft, ob mit oder ohne Aroma.

Und NOCHMALS der Hinweis auf die INVERSE Korrelation des Dampfens mit dem Rauchen! Epidemiologisch ist der "Gateway-Effekt" nicht plausibel (vorhanden), denn das Eine erhöht eben NICHT das Andere.

Wenn zB JUUL ausschließlich Pods mit Nikotin vertreibt, ist das EINE Sache (und findet GANZ BESTIMMT NICHT die Billigung des Unterzeichners!). Es gibt aber genügend Möglichkeiten OHNE Nikotin, und diese werden gerade von (Tabakkonzern-) UNABHÄNGIGEN Händlern angeboten.

_____________
Der Unterzeichner stellt ausdrücklich klar, dass a) kein Interessenkonflikt besteht, und b) auch für ihn der Schutz menschlichen Lebens unverhandelbar ist.

MfkG Dr. A. Schnitzler, FAfIM, Lüneburg

Avatar #715180
am Mittwoch, 9. Oktober 2019 um 00:46

... Tod durch E-Joints: Ein sehr persönlicher Fallbericht.

Dr. Konstantinos Farsalinos verweist in seinem Blog (1) auf einen Fall (2), der mMn das Kernproblem sehr berührend illustriert:

Eine Tochter schildert den Tod ihrer Mutter und die Vorgeschichte. Eine langjährige Raucherin schafft mit E-Zigaretten die Substitution.
Ende 2018 begann sie (warum auch immer) plötzlich mit dem "vaping" von Marihuana (E-Joint), und erkrankte Anfang September 2019 an der "vaping illness", an der sie kurze Zeit später verstarb.

»Gleichzeitig fand meine Familie belastende Nachrichten auf dem Telefon meiner Mutter. Sie hatte in Georgia illegal THC-Patronen gekauft.«

Der Essay schließt mit dem Appell: »Wo sind die Vorschriften, die das Leben meiner Mutter vor etwas so Verantwortungslosem wie einer potenziellen Kontamination ihres Marihuana-Pens schützen sollten?«

Dem ist wahrlich NICHTS hinzuzufügen.

Der Familie gilt unser ausdrückliches Mitgefühl. Die Behörden und alle EHRENHAFTEN Menschen dieser Welt sind aufgerufen, kleinliche Streitigkeiten ruhen zu lassen, und weitere Menschen WIRKSAM vor weiteren Fällen zu schützen!

Wer aber eine derartige Situation SCHAMLOS für eigene Zwecke instrumentalisiert, wird sich dafür – jetzt oder später – zu verantworten haben.

Die bisher vielfach kursierenden, unverantwortlichen Vorwürfe gegen "E-Zigaretten" werden von Dr. Farsalinos bezeichnet als »eine Geschichte, die in den Büchern zur öffentlichen Gesundheit als eine der größten Kampagnen für Fehlinformationen und öffentliche Täuschungen aller Zeiten aufgeführt wird« (3). Das MUSS ein Ende haben!

MENSCHEN STERBEN. Hier und jetzt. Ende offen! Da ist weder Zeit noch Raum für weitere DESINFORMATION.

„Der Maßstab muss Klarheit und Wahrheit sein“, sagte Fraktionsvize Gitta Conne­mann (CDU) (4). Was sonst, bitte?

_____________
Der Unterzeichner stellt ausdrücklich klar, dass a) kein Interessenkonflikt besteht, und b) auch für ihn der Schutz menschlichen Lebens unverhandelbar ist.

MfkG Dr. A. Schnitzler, FAfIM, Lüneburg

Referenzen (Zugriff 08.10.2019)
1. https://twitter.com/FarsalinosK/status/1177422452475015168
2.https://www.today.com/health/vaping-illness-killed-my-mother-t163487?cid=par-nbc_20190927, bzw.
http://pepperdine-graphic.com/breath-is-precious-the-vaping-disease-killed-my-mother/
3. http://www.ecigarette-research.org/research/index.php/whats-new/2019/275-witch
4. https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/sw/E%2DZigaretten?nid=106270
5. https://tobaccoanalysis.blogspot.com/2019/