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Avatar #715180
am Samstag, 12. Oktober 2019 um 11:48

... Plausibilität?

Durch welche konkreten Daten lässt sich bitte belegen, dass durch Rauchverbote im privaten PKW (mutmaßlich gemeint: in der Privatsphäre, zB der eigenen Wohnung) auch nur ein einziges Kind gerettet werden kann?

Es ist völlig unstrittig, dass beim AKTIVEN Zigarettenrauchen bspw. das Risiko für Lungenkrebs um ca. den Faktor 10-20 erhöht ist.

In epidemiologischer Hinsicht gilt aber doch, dass „relative Risiken unter 2,0“ durch klinische Studien zu untermauern sind, um Kausalität annehmen zu können: welche (zB mittels Zufall randomisierten, kontrollierten) Studien gibt es also, die bspw. das Argument potenziellen „cherry-pickings“ widerlegen?

Wie läßt sich widerlegen, bei der Angabe der „166.000 durch Passivrauch getöteten Kinder“ könne es sich möglicherweise um Berechnungen handeln, die – möglicherweise ähnlich den wissenschaftlich unhaltbaren Aussagen der „HOMÖOPATHIE“ – grundlegende Prinzipien der Toxikologie bzw. Pharmakologie vernachlässigen?

Hierzu ein Zitat aus dem “Lehrbuch der Toxikolgie" (Marquardt & Schäfer; S. 1223, 2. Auflage, 2004): »Es mag ein Dosisbereich existieren, in dem ein bestimmtes Agens eine giftige Wirkung entfaltet. Es gibt immer auch Expositionsbereiche eines Agens, die keine unerwünschten Wirkungen auslösen.«

Dieses bis heute nach bestem hiesigen Wissen unwiderlegte Grundprinzip widerspricht aber der Annahme, man könne irgendeine Substanz beliebig verdünnen (oder sogar „potenzieren“), und immer noch ERNSTHAFT irgendeine pharmakologische oder toxische Wirkung erwarten.

Der NACHWEIS des Gegenteils wäre in aller Form NOBELPREISWÜRDIG.

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Der Unterzeichner stellt ausdrücklich klar, dass a) kein Interessenkonflikt besteht, und b) auch für ihn der Schutz menschlichen Lebens unverhandelbar ist.

MfkG Dr. A. Schnitzler, FAfIM, Lüneburg
Avatar #691359
am Samstag, 12. Oktober 2019 um 19:04

Es ist schlimm

wenn man eine Selbstverständlichkeit per Gesetz einfordern muss. Ich habe es in meiner Kindheit oft genug miterleben müssen. Im Alltag mögen Raucher liebevolle Mitmenschen sein, aber wenn es um ihre Sucht geht, werden sie zu knallharten Egoisten.

Außerdem gibt es für das Rauchen im Auto im Beisein von Kindern keine Rechtfertigung. Beim Fahren ist Rauchen genau so gefährlich wie telefonieren, und bei stehendem Auto kann der Raucher sich neben das Auto stellen.
Avatar #760232
am Montag, 14. Oktober 2019 um 15:23

Gesetz Rauchen im Auto

Natürlich ist es - nach heutiger Auffassung - schon krass, wenn Eltern im Beisein von Kindern im Auto Rauchen (es muß ja nicht der Fahrer sein). Das Problem liegt aber im Wort "privater Bereich". Denn streng genommen müßte der Gesetzgeber ja alle privaten Bereiche, in denen Kinder sind, bei einem Verbot mit erfassen. Da würde aber eine Grenze überschritten. Hier ist nicht mehr der Gesetzgeber, sondern die Verantwortung der Eltern gefragt. Mißliche Situation - daher ist es nicht ganz unsinnig, wenn man nach der realen Schädigungsrate fragt. Antwort : schwer abzuschätzen. Ich erinnere mich noch an die Zeit nach dem Krieg in Berlin : Überfüllte S-Bahnzüge und alle waren glücklich, wenn sie was zu Rauchen hatten . Schreckliche Luft - aber keiner hat sich aufgeregt - heute unvorstellbar. Soll kein Maßstab seinm aber vielleicht den doch eine gewisse Relativierung. Dann schon lieber ein generelles Rauchverbot in der Öffentlicheit - und das Auto ist "öffentlich".

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