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Avatar #104741
am Mittwoch, 16. Oktober 2019 um 10:56

Ethische Heuchelei

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Nichtinvasive Pränataldiagnostik: Debatte um neuen vorgeburtlichen Bluttest
vom Dienstag, 15. Oktober 2019
Warum es ethischer sein soll mittels nicht-invasiver Pränataldiagnostik ein Down-Syndrom zu diagnostizieren (und dann i.d.R. eine Abtreibung vorzunehmen) als mittels desselben Testprinzips z.B. eine Mukoviscidose oder spinale Muskelatrophie, erschließt sich mir intellektuell nicht. Und wieso es ethisch ist, einen solchen Test, wenn er sich wirklich als valide herausstellen sollte, für den wohlhabenden Teil der Schwangeren aber nicht für die ärmeren zur Verfügung zu stellen, ist von einem ethischen Standpunkt aus auch nicht nachvollziehbar.
Bei all diesen Tests (und das betrifft ja auch die zunehmende Ultrafrühdiagnose von Herzfehlern) dient nur noch dazu, dass der Fet nicht zur Welt kommt. Das hat nichts mehr mit dem medizinisch indizierten Wunsch zu tun, dass ein betroffenes Neugeborenes besser versorgt werden kann, wenn Probleme schon pränatal erkannt wurden.
Avatar #79783
am Donnerstag, 17. Oktober 2019 um 00:07

Was ist unethisch daran

ein lebenslang krankes Kind nicht austragen zu wollen? Ein behindertes Kind in der Familie ist quasi lebenslange Haft für die Eltern wie auch evt. Geschwisterkinder! Abgesehen davon, dass all diese Untersuchungen ja mit invasiven Pränataltests bereits durchgeführt werden können - allerdings mit dem Risiko, dabei einen gesunden Fötus durch dabei induzierten Abort zu verlieren...
Darf eine Frau nur wissen, ob sie ein behindertes Kind bekommen wird, wenn sie dafür riskiert, ein gesundes Kind zu verlieren und ddies nur durch eine belastende Spätabtreibung verhindern, wenn sie schon Kindsbewegungen spürt?
Beginnt die Menschenwürde schon in der Petrischale?
Die billige Trivialmoral, als deren Hüter sich die Kirchen aufspielen, wird dem Problem nicht gerecht. Der Abbruch einer Schwangerschaft bei zu erwartender Behinderung des Kindes ist doch keine Entwertung des Lebens geborener Behinderter!

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