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Avatar #789782
am Mittwoch, 16. Oktober 2019 um 16:31

Danke Andre

Dass sie das aussprechen, was jeder Leser denkt. Unser lieber Ambush hat keine Ahnung, seitenweise Monologe und Vorwürfe in alle Richtungen. Für meinen Geschmack sollte er nichtmehr hier Posten dürfen.
Avatar #792408
am Donnerstag, 17. Oktober 2019 um 11:00

wirklich ernsthaft ? @Ambush

Mit viele Worten hübsch geschmückt wie böse Thc doch sein soll , das Bild von kiffenden sich durchs Rezept erschleichende Ahdslern ... ? Völlig fehlinterpretiert und falsch beschriftet ist der Eingangstext . Bei einer nicht diagnostizierten Ads bekommt man noch nicht einmal Medikinet soweit ich zumindest weiß .Es geht hier auch absolut nicht darum ob er das haben darf oder nicht , das hat die Krankenkasse gar nicht zu entscheiden - sondern der Arzt ! Es geht über die Kostenübernahme , und da sind Krankenkassen unbeweglich und stur - so muss man manche wichtige Untersuchung selbst zahlen weil die Krankenkassen die Notwendigkeit nicht sehen oder sehen wollen um kosten einzusparen . Die Debatte um Thc erübrigt sich vollkommen wenn man die Wirksamkeit und das Abhängiggkeitspotential und die Kosten anderer Medikamente vergleicht , die zudem viel leichter zu verschreiben sind und viel mehr Nebenwirkungen haben . Die gesellschaftliche Meinung über diese Droge ist vollkommen verkrustet , niemand regt sich über Alkohol in Tropfen auf,obwohl Alkohol soviele Suchterkrankungen und deren Folgen verursacht ,Codein in Hustensäften , das bei falscher Anwendung eher Lugenentzündungen verursachen kann werden verschrieben wie Sand am Meer ,von dieversen Antidepressiva und anderen Phychoparmaka mal ganz abgesehen . Ich habe einmal Tillidilin verschrieben bekommen - gegen starke Schmerzen. Puh ...ich war high - und sicher das die Schmerzen noch stärker sein müssen um das nochmal zu nehmen ... Menschen mit Ahds wollen eigentlich nur eins : Ihr Leben auf die Reihe bekommen und ein wenig Ruhe im Kopf - und dabei ist jeder einzelne unterschiedlich - auch in der Wahl der Medikamente und Therapie . Und ganz ehrlich : ob Amphitamine oder Thc hilft : wesentlich ist das einem geholfen werden kann und nicht noch Steine in dem Weg gelegt werden .
Avatar #793226
am Montag, 21. Oktober 2019 um 18:48

Verwendungszweck

Da muss ich Practicus widersprechen, ich selbst als betroffener kann aus erster Hand erzählen. Bei mir wurde kurz nach der Einschulung ADHS diagnostiziert und ich wurde, erst auf Ritalin und nach einigen Folgejahren auf Medikinet und danach Konzerta eingestellt. Meine schulischen Leistungen verbesserten sich dadurch natürlich und ich errreichte meine mittlere Reife. Danach habe ich das Medikament mehr oder weniger eigenständig abgesetzt und das war für mich der Anfang vom Ende. Wenn man dieses Medikament über Jahre lang nimmt und ein anderes "Bewusstsein" entwickelt hat, ist das wohl gar nicht so einfach. Bei mir fing es in dieser Zeit mit Drogen an, damals hatte ich keine Ahnung, dass dies wohl nur eine mehr oder weniger unterbewusste Reaktion auf das fehlen meines Medikaments war. Ich habe dennoch meine Ausbildung im technischen Bereich abgeschlossen (nicht gut aber ich habe es geschafft) und seit meines Schulabschlusses permanent am Arbeiten, bis heute. Ich habe mich beruflich weiterentwickelt und besetzte inzwischen eine Stelle, von der ich damals nicht einmal zu träumen wagte. Schon seit einigen Jahren habe ich den anderen Drogen (alles außer Cannabis) abgeschworen. Hatte aber auch mal eine Konsumpause von über 4 Jahren. Inzwischen muss ich sagen, habe ich ja etwas Referenzerfahrung bzgl. meiner Krankheit/Medikation/Reaktion auf Medikamente. Von Kindheitstagen an hatte ich eigentlich permanent Probleme mit dem Magen und war verfolgt von fehlenden Hungergefühl, was dazu führte, dass ich untergewichtig war. Es war echt ein Segen, das Medikinet abzusetzen. Mir ging es wesentlich besser ohne! Das Kiffen führte dazu, dass ich einfach mal runterkam und nicht wie ein Eichhörnchen am rumflippen war. Auch heutzutage, ich arbeite als Bauleiter und bin dort deswegen auch immer sehr aktiv und bekomme von meiner Krankheit als solches nichts mit, bis auf die Vergesslichkeit, die auch schon mein ganzes Leben sehr präsent war. (Der klassische Turnbeutelvergesser) ;). Cannabis bringt mich runter und lässt mich meine Gedanken sortieren. Um wirklich lernerfolge zu erzielen, ist es wohl nicht das richtige, dennoch hilft es mir sehr. Sonst habe ich irgendwie immer das Gefühl unter Strom zu stehen und dass ich zu aufgedreht bin um nach der Arbeit zu entspannen.

Ich trenne Konsum und Arbeit klar voneinander und habe keine Nebenwirkungen/Nachwirkungen des Konsums. Mit Trennen meine ich, dass zwischen Autofahren (Arbeit) mindestens 12 Stunden vergangen sind. Das ist aus meiner Warte völlig aktzeptabel (Ich weiß, dass viele Leute anderer Meinung sind, ich denke aber nicht, dass sie praktische Erfahrung in dieser Hinsicht aufweisen können). In 10 Jahren Führerschein habe ich noch keinen von mir verunschuldeten Unfall vorzuweisen und in meiner Branche fährt man wirklich viel.

Unter der Woche rauche ich aber grundsätzlich nicht, da ich große Angst vor dem Entzug des Führerscheins/der Kriminalisierung habe. Für mich wäre Cannabis auf Rezept eine rießen Erleichterung. Ich bin weder faul noch unfähig und schon gar kein krimineller, so möchte auch nicht so behandelt werden.
Avatar #79783
am Montag, 21. Oktober 2019 um 23:51

Mag ja sein

dass ich als Suchtmediziner einen etwas eingeschränkten Blick auf das Krankheitsbild habe - immerhin sollen nach einem Artikel in der Zeitschrift "Suchtmedizin" 30% der Patienten in Entwöhnungskliniken an ADHS leiden, unter den Drogenabhängigen meiner Praxis schätze ich ca 20%, allerdings ohne Screening für Alle durchgeführt zu haben.
Es ist schwierig, substituierte Drogenabhängige mit MPH oder Lisdexamfetamin zu versorgen...

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