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Avatar #112769
am Montag, 11. November 2019 um 21:40

inakzeptabel

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Schwangerschaft: Klinik kann nicht gezwungen werden, Abbrüche vorzunehmen
vom Freitag, 8. November 2019
Auch ein FDP-Minister könnte zur Kenntnis genommen haben, daß - ausweislich des städtischen Zahlenspiegels - in Flensburg Angehörige der evangelisch-lutherischen (41,1%) und römisch-katholischen Kirche (6,16%) in 2018 nicht mehr die Mehrzahl der Wohnbevölkerung representieren.
Es ist absehbar, daß die dogmatische katholische Linie zu Drangsalierungen von Frauen führen wird, egal ob evangelisch, muslimisch, jüdisch, atheistisch... Köln läßt grüßen.
Bei der Größe des geplanten Krankenhauses ist es entscheidend für die Bevölkerung, ob die Versorgung in der gebotenen medizinischen Breite und fachlichen, pflegerischen etc Kompetenz gesichert sein wird. Und zwar unabhängig von der weltanschaulichen, wirtschaftlichen, sozialen, sexuellen oder genetischen Herkunft der Beteiligten. Alles andere wäre ein Verstoß gegen Artikel Eins GG. Beim Thema Schwangerschaftsabbruch wird die Versorgung, die eben manchmal doch stationär erfolgen muß, nicht gewährleistet sein. Auch wird die Ausbildung der Frauenärzt*innen nicht vollständig möglich sein, von Forschung zum Thema ganz zu schweigen.
Das alles ist selbstverständlich inakzeptabel. Die römisch-katholische Kirche kommt insofern überhaupt nicht in Betracht als (Mit-)Trägerin des neuen Krankenhauses.
Früher wäre ja klar gewesen (also etwa bis zur Ära Kohl), daß solch ein Haus in öffentlicher Trägerschaft (Stadt/Kreis/Land) sein müßte. Aber das ist ja für Marktgläubige Blasphemie. Wieviel Prozent der Wohnbevölkerung die wohl representieren?
Avatar #79783
am Montag, 11. November 2019 um 23:44

Soso

aber ein Klinikträger darf seine angestellten Ärzte ZWINGEN, Frauen in Not die Hilfe, die ihnen nach Recht und Gesetz offen steht, zu verweigern?
Wo bleibt der Aufschrei der Ärztekammer? Das ist ein offener Verstoß gegen das ärztliche Berufsrecht!
Der Arzt darf und muss selbst entscheiden dürfen, ob er Abbrüche durchführt oder nicht!
Das darf weder ein Chefarzt noch ein Verwaltungsdirektor entscheiden!
Kirche als Träger ist grundsätzlich abzulehnen - für ein paar Prozent der Investitionssumme 100% des Sagens über die Mitarbeiter bis hinein ins Privatleben unter Umgehung des öffentlichen Arbeitsrechts - nei Danke!!!!

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