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am Montag, 11. November 2019 um 22:59

Chemische Pneumonitis und lipoide Pneumonie

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E-Zigaretten: Hinweise auf Vitamin-E-Acetat als Auslöser verdichten sich
vom Montag, 11. November 2019
Der Ausdruck Lungenverletzung („lung-injury“) ist irreführend: Denn es handelt sich um eine chemische und damit nicht verletzungs-traumatische Einwirkung, die in „Clinical presentation, treatment, and short-term outcomes of lung injury associated with e-cigarettes or vaping: a prospective observational cohort study“ https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(19)32679-0/fulltext von Denitza P Blagev et al. beschrieben wird.

Das US-Center of Disease Control CDC konstatierte zuletzt, ein aus Vitamin E gewonnenes Öl (Vitamin-E-Azetat) könnte eine mögliche Ursache für Todesfälle nach dem Gebrauch von E-Zigaretten und Marihuana-Vaping in den USA sein. „Es handelt sich um das erste Mal, dass wir eine mögliche besorgniserregende Chemikalie in Proben von Patienten mit diesen Lungenkrankheiten entdeckt haben“, so die CDC. Bei einer Untersuchung der Lungenflüssigkeit von 29 erkrankten Patienten aus 10 Bundesstaaten wurde das Öl in allen Proben gefunden. https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Vitamin-E-Oel-soll-Ursache-fuer-Todesfaelle-sein-403449.html

Aus https://www.msdmanuals.com/de-de/profi/lungenkrankheiten/pneumonie/aspirationspneumonitis-und-pneumonie
„Viele Substanzen wirken direkt toxisch auf die Lunge oder lösen bei Aspiration eine Entzündungsreaktion aus… zu den weiteren Substanzen gehören Erdölprodukte (insbesondere die von geringer Viskosität, wie Vaseline) und ölige Laxanzien (wie Mineral-, Rizinus- und Paraffinöl), die allesamt eine lipoide Pneumonie auslösen können. Aspiration von Benzin und Kerosin führt ebenfalls zu einer chemischen Pneumonitis …Die Aspiration von Öl oder Vaseline verursacht eine exogene lipoide Pneumonie, die histologisch durch eine chronische granulomatöse Entzündung mit Fibrose gekennzeichnet ist.“

Unverständlich bleibt, warum inhalierte Öle aus Vitamin-E-Azetat nicht von vorne herein suspekt waren.

Mf+kG, Dr.med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
Avatar #798870
am Montag, 18. November 2019 um 17:42

Re: Chemische Pneumonitis und lipoide Pneumonie

| Unverständlich bleibt, warum inhalierte Öle aus Vitamin-E-Azetat nicht von vorne herein suspekt waren.
Wenn Sie damit die CDC meinen: die haben wohl erst nach einem Inhaltsstoff suchen müssen, der in allen Liquids der betroffenen enthalten ist.
Und die Anwender werden schlichtweg nichts davon gewusst haben, dass dieses Öl als Verdickungsmittel im THC Liquid verwendet wurde.

Wenn man illegale Substanzen von Straßenhändlern inhaliert, dann ist man gelinde gesagt selbst Schuld, wenn etwas passiert.
Der eigentlich "Skandal" ist jedoch die Panikmache in den Massenmedien die immer wieder von der "tödlichen E-Zigarette" schreibt, was sogar zahlreiche Umsteiger wieder zurück zur herkömmlichen Zigarette hat greifen lassen.

Da könnte man genausogut vor herkömmlichen Teelöffeln warnen, nur weil Heroinabhängige dabei schon gestorben sind, als sie sich die Droge von einem solchen Löffel aufgezogen haben.

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