DÄ plusForenKommentare NewsWieso sollen Ärzte die Patienten von der eAkte überzeugen?

Kommentare News

Kommentare News

Alle Kommentare zu Online-News

Avatar #88767
am Dienstag, 12. November 2019 um 15:13

Wieso sollen Ärzte die Patienten von der eAkte überzeugen?

„Wenn Ärzte bislang zu wenig Vorteile in der ePA erkennen, müssen wir das in der gematik zur Priorität machen.“ Oh, das ist mal ein ganz neuer Ansatz. Überzeugen statt sanktionieren. Gute Strategie, kommt leider etwas (zu) spät.

Da Ärzte bestens beurteilen können, was ihnen im Praxisalltag Vorteile verschafft und was nicht, sieht es im Moment danach aus, als ob die ePA für die Ärzte nicht genügend Vorteile zu bieten hat. Sollte die gematik nicht noch völlig neue Argumente aus dem Hut zaubern können, bleibt nur festzustellen: Die Ärzteschaft lehnt die ePA ab. Begründung: Sie bietet keinen Nutzengewinn.

Die ePA beschert den Ärzten ein déjà vue. Auch die TI bietet der Ärzteschaft keine Vorteile. Deswegen hat der Gesetzgeber zu Zwangsmaßnahmen gegriffen, um gegen die Ärzte die TI einzuführen. So führt die Ärzteschaft derzeit mit der Pistole an der Schläfe auf eigene Kosten das Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) durch. Vorteile für die Ärzte: Null. Nachteile: Jede Menge. Warum machen es die Ärzte? Wenn man mir eine scharfe Waffe an die Schläfe hält …..

-------

Im Übrigen verbietet es sich, Ärzte mittels Sanktionen zur Nutzung der ePA zwingen zu wollen. Warum? Wenn man mich gegen meine innere Überzeugung zu etwas zwingt, mit wie viel Enthusiasmus und Engagement führe ich den Job aus? Genau.
Am Ende wird in der ePA vieles stehen. Darunter sicherlich auch sinnvolle Informationen. Aber die Masse wird unbrauchbar und/oder schlecht aufbereitet sein. Damit wird die Akzeptanz der ePA noch weiter sinken.

Die ePA ist eine Totgeburt, weil sie keine Existenzberechtigung hat. Es gibt keinen Bedarf für das, was der Gesetzgeber als ePA für alle verpflichtend einführen will. Schade nur, dass auf dem Weg auch sinnvolle Lösungen unter die Räder kommen. Freiwilligkeit statt Zwang und attraktive Angebote statt Ladenhüter – das wäre es gewesen.
Avatar #70385
am Dienstag, 12. November 2019 um 19:18

Euthanasierisikoerhöhung

Durch Röslers Fintech und Spahns Blisterverband erhöht sich mit dem E-Rezept das Risiko die Industrialisierung der aktiven Sterbehilfe zu bahnen, nachdem das Bundesverwaltungsgericht BfArm im Regen stehen ließ, zumal manche Pentobarbitalherstellerbriefkastenfirmen nur durch das veterinärmedizinische Euta77 und das geriatrische Medinox ihre Vertriebslogistik offenlegen.

Letzte Beiträge zu diesem Thema

Zusatzinfos