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Avatar #781197
am Donnerstag, 14. November 2019 um 11:48

Zum Nachtrag von Staphylococcus rex

Sie haben Recht in der kritischen Beurteilung der homöopathischen Arzneimittelprüfungen.
Diese sind in der Tat aus mehreren Aspekten heraus nicht plausibel und sind folgerichtig auch im Versuch der Doppelblind-Replikation gescheitert.
Es gab jedoch immer schon Bestrebungen (u.a. durch HERING), sich überwiegend auf die klinisch-empirischen Ergebnisse homöopathischer Gaben zu verlassen und diese höherwertig in den Repertorien und Materiae Medicae zu plazieren für belastbare Symptombeschreibungen. Auch in der Materia medica von T.S. Hoyne wurden z.B. deshalb über 2500 Falldarstellungen eingearbeitet, die sehr eindrückliche Fallbeschreibungen aufweisen (durchwegs mit unmittelbaren (!) Reaktionen auf Mittelgabe).
Und die Empirie ist ja neben der Evidenz-Prüfung immer schon eine sehr wichtige Stütze in der gesamten medizinischen Wissenschaft und Fortentwicklung gewesen.
Und zu Ihren Ausführungen des Studiendesigns homöopathischer Studien:
Die NHMRC hat in ihrem 2015 Report WILLKÜRLICH (weil bei anderen Untersuchungen nicht als Maßstab genommen) Studien-größen <150 Probanden ABGEWERTET, wodurch dann (erst) in der Zusammenfassung mehrerer Metaanalysen plötzlich negative Ergebnisse zu definierten krankheitsbildern entstanden, die im sog. "Hidden First Report" 2012 noch als positive Ergebnisse angezeigt wurden. Dies erscheint wie ein perfider Wissenschaftsbetrug.
Bzgl. dem Vergleich des Outcome homöopathischer Studien und Studien der sog. wissenschaftlichen Medizin sei noch auf die Untersuchungen der Evidenz von Cochrane-Studien hingewiesen, die im Endergebnisse für schulmedizinische Studien mit ca. 2,5% sicher positiven Ergebnissen auffällig gleiche Evidenz wie für homöopathische Studien ergab.
Mapping the Cochrane evidence for decision making in health care
Regina P. El Dib PhD
Álvaro N. Atallah MD PhD
Regis B. Andriolo
First published: 04 August 2007
https://doi.org/10.1111/j.1365-2753.2007.00886.x
Citations: 45
https://homoeopathiewirkt.wordpress.com/2019/10/26/nhmrc-oder-das-verschwinden-homoopathischer-evidenzen/
Avatar #759489
am Donnerstag, 14. November 2019 um 11:53

Studien zur Homöopathie sind sogar besser als...

...in der Schulemdizin.
Quelle: Shang, Lancet

"Die Wissenschaftler hatten 110 homöopathische mit 110 vergleichbaren schulmedizinischen Studien verglichen: 21 homöopathische und 9 schulmedizinische Studien wurden hierbei als „hochwertig“ eingestuft (19 % der homöopathischen, 8 % der schulmedizinischen Studien).

Diese Studie zeigt, dass das Verbessern von Forschungsstandards ein Dauerthema sowohl in der Homöopathie als auch in der Schulmedizin ist.

Es ist allerdings richtig, dass einige Homöopathie-Studien von minderer Qualität sind, insbesondere jene, die vor einigen Jahrzehnten durchgeführt wurden und den heutigen Qualitätsstandards nicht entsprechen.

Dennoch trifft die Aussage, dass alle Homöopathie-Studien von schlechter Qualität wären, eindeutig nicht zu. Es gibt qualitativ hochwertige Studien, die gezeigt haben, dass Homöopathie wirkt."

https://www.hri-research.org/de/informationsquellen/homeopathy-faqs/research-done-in-homeopathy-is-poor-quality-so-you-cant-trust-the-results/

Tja, so läuft es. Vor einigen Monaten wurde überall immer posaunt: "Es gibt KEINE Positiv-Studien zur Homöopathie". Inzwischen spricht sich herum, dass gelogen wurde. Danach wurde und wird behauptet, die Pro-Homöopathie-Studien seien alle mies. Jetzt wird langsam deutlich... :-)

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