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Avatar #737969
am Donnerstag, 14. November 2019 um 17:01

Gibt es einen Interessenkonflikt im Aufsichtsrat der apoBank?

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Jameda muss Profile von zwei Ärzten löschen
vom Donnerstag, 14. November 2019
Jameda hat zahlende Kunden und nicht zahlende Zwangsteilnehmer. Die Folge: die zahlenden Kunden haben die besseren Noten, nachzulesen im ZEIT-Artikel von Februar 2018. Noten, Bewertungsdurchschnitte, zu manipulieren ist die einfachste Sache der Welt. Unzulässige Schmähkritiken und Tatsachenbehauptungen bewertet das Portal selbst, winkt sie durch (Nichtkunden) oder blockiert sie (Kunden), Ausnahmen bestätigen die Regel. Positivbewertungen kann man einer Prüfung unterziehen und eliminieren (Nicht-Kunden) oder man unterlässt diese Prüfung (Kunden). Ausnahmen bestätigen die Regel. So einfach ist das. Dass die Kombination von Bewertung, Werbung und vollständiger Arztlistung unzulässig ist, rechtswidrig, hat der ehemalige Vorsitzende des BGH und Experte für Lauterkeitsrecht, Wolfgang Büscher, längst ausführlich dargestellt (Soziale Medien, Bewertungsplattformen & Co, 2017). Aber in Köln ging es nicht um das Lauterkeitsrecht.
Die wichtigste Frage muss also lauten: weshalb halten sich die Kammern so sehr zurück in dieser Angelegenheit, obwohl es doch um so etwas Zentrales, Fundamentales, wie die Korrumpierung der gesamten Ärzte-/Zahnärzteschaft der Bundesrepublik geht nach dem Motto: „Wer zahlt gewinnt“, weshalb hat man mit dem Clearingverfahren 2011 sogar Werbung gemacht für Jameda, obwohl das Geschäftsmodell dieses Portals doch förmlich nach „Schutzgelderpressung“ sensu Anja Wilkat riecht?
Hängt es damit zusammen, dass zahlreiche Spitzenvertreter des Gesundheitswesens im Aufsichtsrat der apoBank sitzen? Von der Burda-Tochter Focus Money bekommt die apoBank seit langem Top-Rankings. Auch Jameda ist eine Burda-Tochter. Gibt es also einen Deal nach dem Motto: „Eine Hand wäscht die andere“? Wir geben euch Top-Rankings durch die eine Firmentochter, ihr haltet die Kritik an der anderen Firmentochter klein? Sollte es einen Interessenkonflikt im Aufsichtsrat der apoBank geben, dann muss das definitiv geklärt werden!
Avatar #113003
am Donnerstag, 14. November 2019 um 20:47

Welche Aussagekraft hat denn Jameda überhaupt, denn...

...in einem Schriftsatz der Prozeßbevollmächtigten von Jameda vom 3. August 2017 in einem anderen Verfahren steht:
"Wie den Nutzungsrichtlinien entnommen werden kann, behält sich die Beklagte (Anmerkung: Jameda) eine Entfernung von Bewertungen u. a. bei schwerwiegenden Auseinandersetzungen zwischen Arzt und Patient vor, wie bei gravierenden Behandlungsfehlern, drastischen Fehldiagnosen oder ähnlich schweren Vorwürfen."
Aber gerade auch diese Informationen sind doch für Patienten von Bedeutung!

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