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Avatar #799440
am Donnerstag, 21. November 2019 um 14:42

Überfällig und gut für das Gesundheitswesen

Kommentar zur Nachricht
Kabinett beschließt Pflegekammer in Nordrhein-Westfalen
vom Mittwoch, 20. November 2019
Was für Ärzte selbstverständlich ist, die Selbstbestimmung innerhalb der Berufsausübung, wird so auch endlich der größten Berufsgruppe im Gesundheitswesen zuteil. Wenn alle ernsthaft dahinter stehen, wird eine Begegnung auf Augenhöhe ermöglicht und somit die Qualität der Patientenversorgung langfristig erhöht - bravo NRW!
Avatar #786217
am Donnerstag, 21. November 2019 um 18:33

Und wieder eine überbordende Verwaltung

Das wirklich Gute ist, dass NRW die Kammer anschubfinanziert. Was den abhängig Beschäftigten allerdings die Kammer wirklich bringen soll, ist fraglich. Ein Blick nach RLP hätte genügt um zu erkennen, dass die Kammer bisher genau NICHTS gebracht hat. Doch... ab sogort gibt es einen • Fahneneid“ auf die Pflege. In NDS ist die Angestellte des DBfK , Frau Mehmecke, als Präsidentin inthronisiert. Leider schaut die Politik auch hier bei diesem Nepotismus gerne weg.
Avatar #786217
am Donnerstag, 21. November 2019 um 18:36

Nachtrag

Werte/r Siefma !
Bisher haben also alle 200000 Pfelgekräfte Ihren Job nicht richtig gemacht? Peinliche Aussage und ein Schlag ins Gesicht aller Pflegefachkräfte ! Sie sollten sich schämen !
Avatar #767410
am Freitag, 22. November 2019 um 07:22
geändert am 22.11.2019 07:42:13
geändert am 22.11.2019 07:43:13

Begrüssenswert und wichtig

Dass Pflegefachkräfte sich in einer Kammer organisieren ist längst überfällig. Sie haben soviel Expertise und Einfluß auf die erfolgreiche Gesundheitsversorgung in unserem Land, dass sie eine Grundsäule der Gesundheitsversorgung an sich darstellen und die Gesundheitsversorgung an sich überhaupt erst ermöglichen. Daher ist es für ihre Profession gut und wichtig, sich zu verkammern und somit im Gesundheitssystem gegenüber anderen einflußreichen Akteuren zu vertreten. Jahrzehntelang wurde von Gesetzgebern, Verwaltungschefs und Ärzten über sie verfügt, die Fachlichkeit auf Essen anreichen, Körperpflege und hauswirtschaftliche Versorgung reduziert. Pflegefachkräfte können aber viel mehr. Die Pflegekammer bietet den Pflegefachkräften endlich die Möglichkeit, ihre fachlichen Bedingungen im Spielfeld der Gesundheitssystems mitzubestimmen bzw. selbstzubestimmen. Sich diese Chance entgehen zu lassen, um sich weiterhin in die Dienerschaft von Arbeitgeberverbänden zu stellen, wäre fatal. Wichtig ist, sich auch gewerkschaftlich zu organisieren: Nur die Gewerkschaft kann die arbeitsrechtlichen Bedingungen verbessern. Beides, sowohl ihre Fachlichkeit als auch Arbeitsbedingungen haben Pflegefachkräfte in den letzten Jahrzehnten freiwillig in die Hände anderer gelegt und die Geschicke ihres Berufsstandes damit quasi der Willkür überlassen. Und die Pflegekammer tut keinem Weh, weder dem Portmonaie von Pflegefachkräften (diskutiert werden +/- 5€ im Monat?!?) noch der Fachlichkeit, noch der Selbstbestimmung von Kammerangehörigen. Im übrigen sollten Gewerkschaften mit der Kammer zusammenarbeiten für eine starke Pflege, und nicht hingehen und die Berufsgruppe spalten. Es geht nicht um Ideologien oder Glaubensbekenntnisse, was denn nun besser ist oder nicht, sondern einach nur um die Stellung einer vernachlässigten Berufsgruppe in unserer Gesellschaft. Pflegefachkräfte haben es verdient, dass alle Interessensvertretungen für ihre Belange an einem Strang ziehen.

Fazit: Aktiv die Kammer unterstützen und für die Profession einstehen, in die Gewerkschaft eintreten um Löhne und Arbeitsbedingungen zu verbessern und sich wundern, was auf einmal in diesem Land mit einer Pflegeausbildung alles möglich ist und wie das Ansehen steigt. Warum also nicht einfach mal machen und gucken, was passiert? Bewerten sollte man die Arbeit der Pflegekammer dann anhand objektiver Kriterien in der Rückschau.

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