DÄ plusForenKommentare News...Wahrheit und Klarheit: E-JOINTS sind keine E-Zigaretten!

Kommentare News

Kommentare News

Alle Kommentare zu Online-News

Avatar #715180
am Montag, 25. November 2019 um 03:07

Wenn die Welt doch so schön einfach wäre...

... dann hätte man zu Beginn der AIDS-Epidemie einfach nur allen homosexuellen Männern jegliche Promiskuität wirksam verbieten müssen, und das Problem wäre erst gar nicht entstanden.

Ob eine solche – wie auch immer realistische – Forderung nach VÖLLIGER ABSTINENZ von allem Möglichem, was "dem lieben Nachbarn nicht gefällt", nun die (zulässige!) Vielfalt des Lebens abbildet, mag jeder für sich überlegen. Aber Krankheit als "Strafe Gottes"? Das vertritt ja nicht einmal mehr die Kirche, oder sollte ich irren?

Es geht aber, und hier irrt Stapylococcus rex, erkennbar nicht um den Schutz "des Dampfens" (als quasi Kulturgut), sondern ALLEIN um den Schutz "der Dampfer" als MENSCHEN. Da ist jede Form von HÄME (quasi: "selbst schuld") völlig fehl am Platz.

Es geht darum, dass Behörden BEI DER WAHRHEIT bleiben müssen, wenn sie vor lebensgefährlichen Praktiken von Drogendealer warnen (es geht um die WARNUNG, nicht um die HANDLUNG, bitte argumentieren Sie korrekt).

Man DARF aber eine solche Epidemie nicht zweckentfremden, um – wem und warum auch immer, nach EIGENEN "Moralvorstellungen" oder, Gott verhüte, gar NIEDEREN MOTIVEN (=> MSA) – missliebige Verhaltensweisen mit "falschen Verdächtigungen" (vgl. § 164 StGB!) in Verruf zu bringen, und damit noch dazu Verbraucher UNTER LEBENSGEFAHR IRREZUFÜHREN. Das und nichts anderes wurde kritisiert. Würde man UNMISSVERSTÄNDLICH einzig und allein vor "gepanschten E-Joints" warnen, hätten Menschenleben gerettet werden können (=> Prof. Michael Siegel, https://tobaccoanalysis.blogspot.com/2019/)!

"Das Dampfen" aber steht unter dem Schutz der Grundrechte, und sei es im Sinne eines "Rechts auf Unvernunft" (Art. 2 GG), völlig unbenommen was man davon halten mag, das ist jedermanns gutes Recht. Ich für meinen Teil bin froh über jeden Mitarbeiter in meiner Praxis, der mit Hilfe dieser "ENDS" die gerauchten Zigaretten reduziert, und sei es nur eine einzige (meist geht es aber relativ rasch gegen null).

Was bitte ist falsch daran?

Zum Hintergrund der "gepanschten" THC-Liquids empfehle ich (neben den Aussagen des BfR) die umfasenden Aussagen von Prof. Bernd Mayer, z.B. https://www.facebook.com/Belidampft oder https://www.youtube.com/user/Beli120805/videos. Jedenfalls – und das wurde unmissverständlich gesagt – handelt es sich dabei um die LEITSUBSTANZ (ob einzige Ursache oder nicht), die in allen untersuchten BAL-Proben gefunden wurde.

Avatar #715180
am Montag, 25. November 2019 um 11:09

...Wahrheit und Klarheit: E-JOINTS sind keine E-Zigaretten!

Nachtrag:
Man kann eine Sache nur für etwas zur Verantwortung ziehen, für das sie auch gedacht ist, oder etwa nicht?

Man prüfe also bitte den bestimmungsgemäßen Zweck und die Zusammensetzung von "E-Zigaretten" am Beispiel eines Gutachtens zu einer Patentschrift (Mayer 2006, zit. in DKFZ).

Wenn aber in einem "Liquid" Vitamin-E-Acetat (etc. pp.) vorkommt, handelt es sich per Definition in keiner Weise um eine "E-Zigarette", also ein ENDS (Electronic NICOTINE Delivery System).

Man KANN natürlich auch einen Kuchen mit Blausäure backen, aber das ist doch bitte kein ernsthaftes Argument gegen Kuchen.

Es bleibt also dabei, dass eine Warnung vor "THC-haltigen E-Zigaretten" (CDC) eine VORSÄTZLICHE FALSCHAUSSAGE ist.

A. Schnitzler

Literatur (Zugriff 25.11.2019):
- https://www.aerzteinitiative.at/RuyanGutachten.pdf
auch erwähnt in
- https://www.dkfz.de/de/tabakkontrolle/download/Publikationen/AdWfP/AdWfP_Elektrische_Zigaretten.pdf
Avatar #691359
am Montag, 25. November 2019 um 23:34

Wer Wahrheit und Klarheit im Munde führt, sollte auch auf eine korrekte Wortwahl achten.

Der Begriff E-Joint ist ein Kunstwort und letztendlich ein Euphemismus, nach meiner Kenntnis gibt es keine echten „E-Joints“, sondern es gibt nur Verdampfer, die als E-Zigaretten entwickelt und auf den Markt gebracht wurden und sekundär als „E-Joint“ zweckentfremdet werden. Ich erinnere mich an die Diskussionen vor einiger Zeit, wo technische Details wie Betriebstemperatur etc. diskutiert wurden. Mittlerweile ist dieser Optimierungsprozess für nikotinhaltige Liquids abgeschlossen. Der Begriff „E-Joint“ führt zu einer Gefährdung potentieller Nutzer, denn dieser Begriff suggeriert die Existenz eines speziellen Verdampfers für THC-haltige Liquids und suggeriert damit eine Übertragbarkeit der Risikobewertung. Es stimmt, im Vergleich zur konventionellen Zigarette ist die E-Zigarette weniger schädlich. Der Analogieschluss zwischen einem konventionellen Joint und dem sogenannten „E-Joint“ ist dagegen offensichtlich falsch.

Denn erstens wurden die zweckentfremdeten E-Zigaretten nie für diesen Zweck optimiert. Und zweitens gibt es da höchstwahrscheinlich ein betriebswirtschaftliches Problem. „E-Joints“ befinden sich hinsichtlich des Preises im Wettbewerb mit konventionellen Joints. Dies limitiert die Menge an THC im Liquid. Um trotzdem einen vergleichbaren Kick zu erzeugen und genug Gewinn für den „Hersteller“ der illegalen Liquids abzuwerfen, sind pharmakologische Kunstgriffe erforderlich, siehe meine Arbeitshypothese über das Vitamin-E-Acetat als Resorptionsverstärker und Depotsubstanz. Es besteht das Risiko, dass ohne ein grundlegendes Neudesign des Verdampfers als „E-Joint“ aus betriebswirtschaftlichen Gründen zukünftig dieser Kunstgriff weiter erforderlich ist.

Der Begriff „E-Joint“ ist aus meiner Sicht absolut unpassend, denn er entlässt Hersteller und Konsumenten aus ihrer Verantwortung. Die Hersteller der Verdampfer haben die Pflicht ein potentiell gefährliches Gerät gegen groben Missbrauch abzusichern. Dies kann entweder auf dem Klageweg durch betroffene Nutzer erreicht werden (siehe heißer Kaffee und McDonalds) oder staatlicherseits durch die Klassifikation als Medizinprodukt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Stella_Liebeck

Und auch die Konsumenten können sich nicht mehr auf Ahnungslosigkeit berufen. Eine Zweckentfremdung liegt allein im Verantwortungsbereich der jeweiligen Nutzer. Diese ganze Angelegenheit ist seit Anfang September in den Medien und bereits zu Beginn wurde korrekt auf den möglichen Zusammenhang zu THC hingewiesen und entsprechende Handlungsempfehlungen gegeben:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/105672/Konsum-von-E-Zigaretten-US-Behoerden-suchen-weiter-nach-Gruenden-fuer-Erkrankungen

Wenn jemand also eine Warnung vor „THC-haltigen E-Zigaretten“ als vorsätzliche Falschaussage bezeichnet und dazu exzessiv mit Majuskeln hantiert wird, dann ist dies nur der Versuch des Selbstbetrugs in Bezug auf die Verantwortung der Raucher, Kiffer und Dampfer für ihre eigene Gesundheit.
Avatar #715180
am Dienstag, 26. November 2019 um 02:36

... WAHRHEIT und KLARHEIT !

@ Staphylococcus rex:
1.
Bitte suchen Sie z.B. nach "JUJU E-Joint", und beachten Sie das Datum. Bitte beachten Sie außerdem, dass ich stets von "gepanschten" E-Joints gesprochen habe.
2.
Es geht um den Schutz ggf. gutgläubiger Konsumenten (ich hatte beispielhaft einen Fall einer verstorbenen Mutter angeführt). Selbstverständlich wird man davon ausgehen müssen, dass auch Naivität bzw. Unerfahrenheit (gerade z.B. Jugendliche) oder Geld (Schwarzmarkpatronen sind offenbar erheblich billiger als "Apothekenware", so sie denn legal erhältlich ist) eine Rolle spielen können.
A propos Preis: der typische "Konsument" wird doch wohl in der Lage sein, zwischen einem E-Joint für mW ca. 70-140 USD (Straße/Apotheke) und einer Nikotin-Kartusche für ca. 3 USD klar und deutlich zu unterscheiden, WENN MAN IHN KORREKT WARNT. Eine Forderung nach "Absicherung" z.B. der Geräte ist etwa so unsinnig wie ein technischer Schutz von Einmalspritzen vor Befüllung mit Heroin, das ist doch – mit Verlaub – freie Konfabulation.
Und nochmals: es geht hier im absoluten Regelfall um ILLEGALE Beimischungen lebensgefährlicher Zusatzstoffe, GERADE zum Zweck der Täuschung von Konsumenten (BfR...) durch DROGENDEALER (=> Verhaftungen!), und das hat – als solches – ja nun nicht das Geringste mit "Eigenverantwortung" zu tun. Was für eine Rechtsauffassung wäre es wohl, wollte man einen Weintrinker für eine Glycol-Vergiftung verantwortlich machen? "Selbst schuld"!?!? Was für eine abwegige Idee.
3.
Zu den weiteren Einzelheiten gäbe es noch etliches zu sagen, das gehört hier aber nicht hin. Bitte sich bei Interesse z.B. bei den immer wieder angegebenen Quellen sachkundig zu machen.
Man wahre bitte überdies den RESPEKT vor Mitmenschen (Art. 1 GG), die ggf. eine gänzlich andere Auffassung von "Selbstbestimmung" (Art. 2 GG) haben: nach meiner Auffassung (!) geht der Vorwurf "Selbstbetrug" (ff.) schon recht stark in eine nicht ungefährliche populistische Richtung, die wir ausgerechnet heutzutage (!) doch bitte nicht einschlagen wollen (vgl. "Homosexuellen-Seuche"; Der Spiegel vom 06.06.1983). Was nützt das, wohin führt so etwas?
4.
Meine Zielgruppe sind v.a. diejenigen, die Meldungen im DÄB einfach unbenommen "abschreiben" und publizieren; sie sollen zum Nachdenken, ggf. eigenen Recherchen, ggf. wahrheitsgetreuer Differenzierung der Berichterstattung angeregt werden.

In einem Schriftwechsel mit der Leitung des DÄB hatte ich bspw. den Begriff "RAUCHEN von E-Zigaretten" als sachlich unzutreffend ("grober Unfug") kritisiert, und man stimmte zu, dass dieser jedenfalls "diskutabel" sei.

Mein Schreibstil darf HERZlich gerne kritisiert werden. Aber mein (Selbst-) Anspruch bleibt: "unrecht Gut gedeihet nicht". Und wenn es "von ganz oben" kommt.

Mit freundlichen kollegialen Grüßen
A. Schnitzler, FAfIM, Lüneburg
Avatar #767798
am Dienstag, 26. November 2019 um 07:08

E-Joint vs E-Zigarette - ist ein Unterschied!

Vereehrter Staphylococcus rex,
es handelt sich bei den Gerätschaften ausnahmslos um "prefilled Cartridges", die nicht nachfüllbar - da verkapselt - sind und eine Füllmenge von 0,67ml aufweisen. Typischerweise sind die in USA in einigen Budesländern absolut legal, sind zertifiziert, staatlich überwacht und tragen in Californien das Siegel CA ! im Dreieck. Einziger Nachteil: der Preis! Zwischen 35$ ... 70$ per Kartusche kosten die und das bringt sogleich Fälscher dazu, im Schwarzmarkt komplette Fakes - inclusive des CA ! Stickers - in schlecht kopierten Originalverpackungen für 15$ auf der Straße anzubieten. Mit Erfolg, bis das neue Cutting-Agens "Honey-Cut" den Profit noch weiter zu maximieren versprach. Inhalt ist bekannt - 95% Tocopheryl-Acetat.
Erst ab da brach die Epedemie aus
Die Kartuschen haben spezielle Keramikheizelemente zum Verdampfen von ÖL, auf die Viskosität optimierte Nachflussöffnungen (Größe bei der Order anzugeben) und kosten über die neue Seidenstraße in der 10k Staffel 0,58$ - also reine Einwegprodukte. Füllapparate und Kapselmaschinen gibt´s ebenfalls dort.

Nicht nachfüllbare, verkapselte Einwegkartuschen zum reinen Verdampfen öliger Inhalte als E-Zigarette zu bezeichnen, wäre ein wenig vermessen. Zugegeben, der zunächst proprietäre Anschluss wurde auf ein 510er Gewinde abgeändert, was dem der üblichen Verdampferköpfe entspricht - das hat aber fertigungstechnische Ursachen, nämlich Rüstkosten in der Produktion zu vermeiden.

Kein Nutzer einer konventionellen E-Zigarette kann mit diesem Zeug etwas anfangen, der Inhalt ist mit 1/2 ml albern, nicht nachfüllbar und der Liquidnachfluss aufgrund des Viskositätsunterschiedes viel zu hoch.
Eine Simplifizierung auf die E-Zigarette als Grund allen Übels, wie sie allenthalben vorgenommen wird, käme in Etwa darauf hinaus, zur Minimierung von NOx Belastungen das Auto an sich grundsätzlich zu verbieten - eingschlossen Hybride, Brennstoffzellen (H2) Antrieb, Gas und selbstverständlich auch reine E-Fahrzeuge!

Die Unterscheidung zwischen electronic-Joint´s und E-Zigaretten ist daher absolut gerechtfertigt. Von den Zielgruppen ausgehend, bedienen beide völlig unterschiedliche Nutzerkreise - die E-Joint´s erfreuen sich deswegen einer Beliebtheit, da sie in Bundesstaaten, in denen Cannabisgebrauch nicht legal ist durch ihre extremen THC Gehalte bei nahezu komplett geruchsfreiem Gebrauch unauffällig zu diesem Genuß zu gelangen.

Die E-Zigarette hat den Anspruch, süchtigen Rauchern dabei zu helfen, von der Tabakzigarette loszukommen - und das mit dem bisher größten Erfolg aller Nikotinersatztherapien. Selbst wenn der Nutzer auf dem Level verbleibt, ist im Sinne von Harm-Reduction schon 95% Gewinn zu verbuchen. Das Ideal bleibt selbstredend und unangefochten, erst gar nicht zu rauchen !

Letzte Beiträge zu diesem Thema

Zusatzinfos