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Avatar #809298
am Donnerstag, 16. Januar 2020 um 17:53

DKI-Pressemitteilung: Krankenhausessen – Klarstellung in eigener Sache

Basierend auf einer Pressemeldung des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) zum ARD-Mittagsmagazin wurde in den letzten Tagen in zahlreichen Medien sehr kritisch über das Essen in den deutschen Krankenhäusern berichtet. Dabei wurde auch auf die Care-Studie 2019 des DKI und der K&P Consulting GmbH Bezug genommen. In der Pressemeldung wird implizit suggeriert, die Care-Studie 2019 würde eine weitestgehend schlechte Qualität der Krankenhausverpflegung behaupten.



Hierzu stellen DKI und K&P klar: Die Care-Studie 2019 hat keinesfalls die Qualität des Essens in den deutschen Krankenhäusern untersucht oder bewertet. Sie fokussiert vielmehr und ausschließlich organisatorische, ökonomische und strategische Fragen der Krankenhausverpflegung. Darauf haben wir die verantwortlichen Redakteure des RBB mehrfach hingewiesen. Eine entsprechende Klarstellung wurde uns im Vorfeld der Berichterstattung auch zugesichert.



Auch die Aussage, laut unserer Studie hätten 2018 die durchschnittlichen Lebensmittelkosten in der Patientenverpflegung 3,84 € pro Patient und Tag betragen, ist falsch. Unsere Studie weist Warenkosten von 5,14 € pro Patient und Tag aus. Nur wenn man die Inflation seit 2005 abzieht, ergibt sich für 2018 eine Reduktion des Warenwertes um 9 %. Die Schlussfolgerung, dies sei ein Beleg für eine generelle Verschlechterung des Krankenhausessens, können wir definitiv nicht teilen. Nach unseren Analysen ist die Kostenreduzierung insbesondere auf einen günstigeren Einkauf infolge der Zentralisierung von Küchen sowie eine bessere digital unterstützte Steuerung der Bestell- und Produktionsprozesse zurückzuführen, die wir in der Studie ebenfalls aufzeigen.



Vor diesem Hintergrund ist die Pressenmeldung des RBB zumindest irreführend bzw. sind viele Berichte in den Medien, die darauf Bezug nehmen, in Teilen falsch. Der RBB hat sich zwischenzeitlich beim DKI und K&P für die irreführende Pressemeldung entschuldigt und sie mit internen Abstimmungsproblemen erklärt.

https://www.dki.de/nachrichten/krankenhausessen-klarstellung-in-eigener-sache
Avatar #79783
am Donnerstag, 16. Januar 2020 um 23:58

Früher

entschied die Qualität des Essens über die Präfernz der Patienten für bestimmte Krankenhäuser. Heute muss man froh sein, einen Notfall überhaupt in einem der durchgeplant belegten Häuser Platz zu finden, selbst für Privatpatienten.
Da spielt das Essen keine Rolle mehr. Krankheitsadaptierte Ernährung ist heute ein Fremdwort....
Das gleiche gilt ja auch in den Altenpflegeheimen, Es liegt nicht nur m Geldeinsatz, sondern der lieblosen Planung und Produktion.
Morgens und abends kaltes Brot aus dem Kühlschrank mit wahlweise Analogkäse oder undefinierbarer Billigstwurst....
In einem TV-Beitrag war unlängst zu sehen, wie mit gleichem Waren- und Geldeinsatz ansprechende und schmackhaft Kost hergestellt werden kann, wenn der Koch mit Liebe zum Essen und Respekt vor den Kunden handelt.

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