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Avatar #791370
am Freitag, 17. Januar 2020 um 09:48

9000 auf Warteliste, 1000 Spender pro Jahr

9000 Patienten auf der Warteliste für unterschiedliche Organe, 1000 Spender = 2000 Nieren, 1000 Herzen, zig Leberlappen, 1000 Bauchspeicheldrüsen......... usw. und bei besserem Management in den KK stehen mehr Organe zur Verfügung. So schlecht sind die Zahlen doch gar nicht!
Avatar #731782
am Freitag, 17. Januar 2020 um 15:54

Organspende ist meist Nierenspende

In einem kommercialisiertem Gesundheits (!) system wird eben mehr Gold mithilfe ambulanter dialysepflichtige Dauerpatienten gesponnen als durch Nierenex/implantierungen. Ein Vergleich mit anderen laendern ist wirtschaftlich und kulturel gar nicht moeglich.
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am Freitag, 17. Januar 2020 um 16:16

Spahn hat sich verkalkuliert

Wenn er gewusste hätte, dass nur ein Wunsch in Erfüllung gehen würde, hätte er sich lieber die Widerspruchslösung für Organspenden als die Impfpflicht für Masern (übrigens sehr dumm gelaufen, da es keinen Monoimpfstoff gibt) gewünscht. Bei beiden Gesetzen geht es um die Entscheidungsfreiheit und Selbstbestimmung -- schade, dass dieses Argument erst jetzt und nicht bei der Impfpflicht im Bundestag aufkam. Unter uns: Organspenden werfen viel mehr Geld ab. Sorry, Jens, you can't win em all.
Avatar #79783
am Freitag, 17. Januar 2020 um 22:58

@Mausifunke

Da das "Ich", das zu ihrem Körper gehört, sich mit der Enthirnung Ihres Körpers auflöst, hört damit auch der Tanz um das goldene Kalb der Moderne, das Ich, endgültig auf. Ihr Körper "gehört" Ihnen dann nicht mehr, auch nicht juristisch, sondern befindet sich in einem "Gewahrsam". Die biologisch durch Medizintechnik in Funktion gehaltene Leiche ist der Gegenstand, um den es geht.
Ob man einfach die Apparate abstellt, um unnötige Kosten zu vermeiden, oder die verwendbaren und funktionstüchtigen Organe zum Wohle anderer entnimmt, unterliegt eigentlich nicht mehr Ihrem Willen, da Sie ja als Mensch nicht mehr existieren.
Ihr Körper ist auch nicht Eigentum Ihrer Angehörigen, da eine Leiche keine "Sache" ist, die jemand besitzen kann, unterliegt eigentlich auch nicht mehr Ihren Verfügungen, eben weil er keine "Sache" ist. Dass Ihnen vom Gesetzgeber zugestanden ist, Art und Ort der Bestattung oder die Überlassung zu Forschungszwecken zu bestimmen oder zu verbieten, egibt sich nicht aus Ihren Grundrechten - die enden mit dem (Hirn-)Tod! Da gilt eher ein 2tritionelless" Recht bzw. "rechtliche Übung".
In früheren Jahrhunderten hatten viele Menschen eine irrationale, ungeheure Angst, aus Versehen lebendig begraben zu werden ("Scheintod"), heute haben Menschen wie Sie plötzlich Angst, der Hirntod könne irrtümlich festgestellt werden oder Ärzte würden rettende Behandlungen unterlassen, um an Organe zu kommen (das ist eigentlich ein ungeheure Beleidigung der gesamten Ärzteschaft) und ziehen es vor, gegebenenfalls lieber über Jahre in einem irreversiblen vegetativen Status vor sich hinzudämmern.
Spanien und Österreich zeigen, dass es durchaus mit der Verfassung und der Menschenrechtserklärung der UN im Einklang ist, eine Widerspruchslösung einzuführen.
Avatar #683229
am Samstag, 18. Januar 2020 um 10:24

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Das gesamte Konzept von Organspende ist an sich fehlerhaft. Sowohl der Donor (natürlich) als auch die Familie des Donors profitiert nach dem Tod des Donors nicht. Profitiert großenteils der Organempfänger. Profitieren auch die Kranakenkassen und die Krankenhäuser. Und die genaue Zahlen sagt jetzt hier keiner. Also großes Geschäft. Warum denn kann der Donor vor seinem Tod nicht entscheiden, dass ein Teil dieser Summe an seiner Familie nach Organspenden zurückgegeben werden muss? Aus ethischen Gründen darf mann so was nicht machen? Die Ethik ändert sich aber auch.

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