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Avatar #747495
am Mittwoch, 4. September 2019 um 19:41

Eine kraftige Zuckersteuer könnte helfen.

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Europäische Studie: Süßgetränke erhöhen Sterberisiko
vom Mittwoch, 4. September 2019
Zucker ist eine starke Säure. Und ein saures Milieu ist der beste Nährboden für Krebs. Und weil alle
Erkrankungen eine Belastung u.a. auch für die soziale Hängematte sprich Kran­ken­ver­siche­rung ist,
sollte eine kräftige Zuckersteuer eingeführt werden, deren Aufkommen dann an die Krankenkassen
verteilt werden sollte. Dann haben wir alle was davon.
Avatar #754103
am Donnerstag, 5. September 2019 um 10:55

Warum will unser Gehrin Zucker und weniger z. B. Gemüse, Bitterstoffe?

Ich beginne mit drei Zitaten:

"Vor allem scheint Zucker eine ähnliche Wirkung in unserem Gehirn zu haben wie etwa Kokain oder Heroin. Wir wollen das gute Gefühle, dass wir dadurch bekommen, immer wieder erleben."
Quelle: Unbekannt Internet

"Die Forschung hat er ergeben, dass Zuckerrezeptoren im Mund mit Gehirnregionen verbunden sind, die körpereigene Opiate freisetzen - die Natürlichen morphiumähnliche chemische Substanzen, die ein Gefühl von Genuss und Wohlbehagen erzeugen und sogar Weiterleitung schmerzhafter Reize zum Gehirn zu unterbrechen."
Quelle: Lise Eliot - Was geht da drinnen vor (2001)

Wir kennen auch alle das Zitat: "Nervennahrung" welches sich auf bestimmte Süßigkeiten bezieht.
Quelle: Volksmund

Meine persönlichen Erfahrungen bestätigen eine Reaktion meines Körpers, die darauf zurück zu führen sein können.
In bestimmten Situationen bekomme ich Erinnerung an bestimmte Produkte, die Zucker, um mein Gefühl, Stimmung, denken zu ändern.

Da heute in vielen Produkten unterschiedliche Zucker enthalten sind, wie: Schnellimbiss, Fertiggerichte, Schnittwurst, Süßigkeiten, Eis, Brot, usw.
So neigen vermutlich viele Menschen Gefühle, Gedanken, Stimmung über diese Körperreaktion mit Zuckern zu ändern.

Was kann man machen?
Ich denke als erstes muss diese Reaktion in den öffentlichen Gesprächsraum.
Nur weil der Körper Zucker will ist dieses nicht gleich gesund.
So muss auch jeder sich selber Hinterfragen, bei welchen Gedanken er an Zucker denkt oder Produkte die Zucker enthalten.
Durch bewusste Selbstbeobachtung kann man dieses mit der Zeit erreichen.
Wenn man dann noch seine Ernährung so umstellt, dass man nur naturbelassene Nahrung zu sich nimmt, dann merkt man wenn der Körper nach Zucker fragt den man im Regal gelagert hat und danach greifen möchte. In dem Moment fragt man sich welche Gedanken und Gefühle daran beteiligt sind und belohnt sich mit
etwas Zucker.
Ich denke mit der Zeit wird man sich darüber bewusst.
So kann man auch Salate oder Nahrungsmittel mit Zucker anreichern und feststellen was das Gehirn lieber möchte. Wenn man den Zucker selber dazu macht merkt man es sich besser als wenn er auf den Inhaltsstoffen steht.

So können wir auch Süßgetränke besser selber mit etwas Zucker anreichern je nach bedarf.
Ein Glas Wasser reicht unseren Körper als Flüssigkeit um zu überleben.





Avatar #809876
am Montag, 20. Januar 2020 um 08:19

Korrelation noch lange keine Kausalität

Ich bin sehr erstaunt, dass die Ergebnisse der Studie in einer Wissenschaftsredaktion nicht hinterfragt werden.
Eine Beobachtungsstudie kann naturgemäß keinen direkten Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung herstellen. Die Tatsache, dass nur zu Beginn der Studie die Getränkegewohnheiten der Teilnehmer/innen erfasst wurde, nicht aber über den weiteren Zeitverlauf – von immerhin 20 Jahren – reduziert deren Aussagekraft zusätzlich. Hinzu kommt, dass auch die Veränderung im Lebenstil der Teilnehmer/innen (z.B. Rauchen, Übergewicht, Sport) während des Studienverlaufs nicht erfasst wurden. Diese und weitere essentielle Faktoren, die Einfluss auf die Sterblichkeit der Teilnehmer haben konnten, wurden somit in der Auswertung nicht berücksichtigt.

Darauf, dass auf Grundlage dieser Datenlage kein wissenschaftlich belastbarer Zusammenhang zwischen Süßstoffkonsum und einer erhöhten Sterblichkeit hergestellt werden kann, weisen die Autoren in ihrer Studie selbst hin:

(…) Given the observational design of the study, it is not possible to establish causality between soft drink consumption and mortality, and we recognize that the observed associations may be biased because of residual confounding. (…)

(…) This study was also limited by a single assessment of soft drink consumption at baseline.

Auszug aus der Studie: Association Between Soft Drink Consumption
and Mortality in 10 European Countries

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