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Avatar #810553
am Donnerstag, 23. Januar 2020 um 20:03

Bevormundung des Patienten

Ich finde diese Hetzkampagnen gegen die Heilpraktiker unmöglich. Jeder soll selbst entscheiden können ,ob er zum Arzt oder lieber zum Heilpraktiker geht. Zentral im Raum stehend ist die Frage,warum der Zulauf zu Heilpraktikern stetig steigt. Ich selbst bevorzuge eine Kombination aus Arzt und Heilpraktiker und lasse mir das nicht von der Politik oder Ärzten vorschreiben. Es wird ja keiner gezwungen in eine Heilpraktikerpraxis zu gehen. Die streng geforderten Richtlinien und Kontrollen sollten bei Ärzten genauso durchgeführt werden. Es gibt dort auch viele schwarze Schafe. Wir brauchen gut ausgebildete Ärzte, aber ich schätze einen erfahren und verantwortungsvollen Heilpraktiker ebenso.
Avatar #772524
am Donnerstag, 23. Januar 2020 um 20:39

Heilpraktiker sind sinnlos

Wenn ich den Bus nehme, soll ihn ein Busfahrer fahren - kein Buspraktiker.
Ein Pilot soll fliegen, kein Flugpraktiker.
Und wenn man ein gesundheitliches Problem hat, das nicht von selbst weggeht, geht man zum Arzt und nicht zu einem Nobody, der 75 % der Fragen in einem beliebig wiederholbaren Kreuzeltest richtig beantwortet hat.

Kein anderes Land der Welt ist so ignorant und hat Unheilpraktiker als Aushängeschild.

Entweder auf dem Müllhaufen der Geschichte, oder so beschränken, dass diese Möchtegerns kein Unheil mehr anrichten können.
Avatar #810566
am Donnerstag, 23. Januar 2020 um 21:35

Gute Gründe für alternative Heilverfahren

Wir haben jedes Jahr einige Tausend Tote, verstorben durch antibiotikaresistente Keime, erworben während eines Kranken­haus­auf­enthaltes und verursacht durch einen viel zu hohen Antibiotika-Mißbrauch, verschrieben von Ärzten (oder in der Landwirtschaft verschrieben von Tierärzten). Über dieses RIESIGE Problem reden Ärzte in der Öffentlichkeit nicht halb so viel wie über den einen Toten, den es mal gab, weil ein Heilpraktiker seiner Verantwortung nicht gerecht wurde. Warum bloß?
Ich bin jetzt über 60 Jahre alt und gehe - wenn ich mal gesundheitliche Probleme habe - zum Heilpraktiker (den ich selbst bezahlen muss) und war schon seit 25 Jahren nur noch äußerst selten beim Arzt. Habe also meiner Krankenkasse viel Geld erspart. Ein alter Kinderfreund von mir hatte jahrelang schreckliche Migräne und keine ärztliche Kunst hat ihm helfen können, seine Kranken­haus­auf­enthalte haben Hunderttausende gekostet. Eine Heilpraktikerin hat in 7 Sitzungen Akupunktur ihm eine jahrelange Besserung verschafft, dennoch wollte die Krankenkasse die 700.- DM nicht übernehmen. Mein Sohn ist fast die gesamte Kindheit nur mit homöopathischen Mitteln behandelt worden, und zwar erfolgreich (auch gegen Bronchitis, Krupphusten u.a.m.) - also mit genau der Therapieform, die nur ein Bruchteil von dem kostet, was die Schulmedizin kostet, und die von vielen Ärzten momentan mit aller Schärfe bekämpft und für wirkungslos erklärt wird. Jeder, der schon mal am eigenen Leib (oder an seinen Kindern erlebt hat), wie durchschlagend diese vermeintlich "wirkungslosen Zuckerkügelchen" eine nachhaltige Gesundung gebracht haben (während viele chemische Medikamente nicht ohne Nebenwirkungen sind), kommt spätestens dann ins Nachdenken darüber, wie unsere Gesundheit wirklich zusammenhängt und funktioniert. Der geradezu bessenene "Kampf" vieler Mediziner in der Öffentlichkeit gegen alle alternativen Heilmethoden macht mich ehrlich gesagt nur noch mißtrauischer gegen diese vermeintlichen Alleswisser.
Damit will ich keineswegs alle Schulmediziner verteufeln. Auch die Schulmedizin hat an bestimmten Stellen ihren Wert und ihren Platz.
Avatar #810513
am Freitag, 24. Januar 2020 um 09:58

Zusammenfassung

Ich fasse zusammen:
Ch.H.69:
- Ärzte arbeiten also symptomorientiert ...
- Heilpraktiker sollen dagegen auf Heilung ausgerichtet sein, obwohl sie kein Heilversprechen machen dürfen
- es wäre gut, wenn HPs, die im schlechtesten Fall ohne jegliche Ausbildung nur mit Glück beim achten mal den Test bestanden haben, ihre Grenzen kennen würden
- Ärzte sollen sich nicht nur ständig fortbilden und die neuesten Therapieentwicklungen kennen, nein sie sollen auch "jahrhunderte alte Medizinweisheiten", die Patienten zumeist schnellstens umgebracht haben, kennen und anerkennen (sic!)
- die Umwelt ist schädlich und es gibt Krankenhauskeime (ach...?)
- Ärzte und andere Berufsgruppen machen auch Fehler, aber bei HPs stirbt dabei meistens niemand
- Wer heilt hat Recht - äh, das ist übrigens Quatsch. Wer nachgewiesen hat, das er/sie geheilt hat, hat schon eher Recht
- Ärzte, mit ihren bildgebenden, mikrobiologischen, hämatologischen usw. Diagnoseverfahren "haushalten" Krankheiten nur
seetie:
- gegen HPs wird gehetzt
- jeder soll selbst entscheiden können (nicht wie bisher, wo es offenbar irgendeinen Zwang gibt), ob er zum jahrelang fachlich ausgebildeten Doktor mit den o.g. Verfahren geht, oder doch lieber zu jemanden, der irgendwann einen Multiple Choice Test bestanden hat, aber schon wenn er Akupunktur anwendet, von einer völlig falschen Physiologie und Anatomie ausgeht
- es gibt anscheinend Richtlinien und Kontrollen, die für HPs "streng gefordert" sind, die bei Ärzten aber wohl nicht durchgeführt werden
Julius Senegal:
- ich vertraue nur gut und fundiert ausgebildeten Profis in allen Bereichen, in denen es gefährlich werden kann
Gulderling:
- ... antibiotikaresistente Keime ... Antibiotika-Mißbrauch ... Ärzte und Tierärzte sind schuld ...
- über den einen(?) Toten, der durch einen HP verursacht wurde, wurde viel zu viel geschrieben
- (Anekdoten über Akupunktur und Homöopathie, in denen auch noch stolz davon berichtet wird, wie man Kindern die Leidenszeit verlängert)
- dieser "besessene Kampf" gegen Pseudomedizin macht mich so dermaßen mißtrauisch, dass ich lieber z.B. dutzende gute Argumente gegen Homöopathie nicht wahrnehme, sondern lieber so bauchgefühlsmäßig unterwegs bin
- wenn ich Krebs habe, gehe ich aber doch zum Arzt

Nun, die (echte, evidenzbasierte) Medizin wurde erfunden, um anekdotische Fehlschlüsse so gut es geht auszuschließen.
Dass man das heutige System kritisieren kann, steht außer Frage. Kapitalismus und Profitgier haben in der Vergangenheit einen unschönen drift verursacht, und jetzt haben wir die Situation, dass es zu wenig Zeit für den individuellen Patienten hat, der sich in der "Apparatemedizin", in der man von einem Verfahren zum nächsten geschoben wird, verloren fühlt.
Muss man deswegen zu einem Laien, der an "geistartige Kräfte" oder "Meridiane" glaubt, gehen?
Ich finde, so etwas sollte es in aufgeklärten Zeiten in dieser Form nicht geben.
Avatar #104828
am Freitag, 24. Januar 2020 um 10:10

test

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