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Avatar #810513
am Donnerstag, 30. Januar 2020 um 08:53

@ B.Schmidt

Mein abschließender Satz bezog sich auch nicht mehr direkt auf Ihren Kommentar, sondern auf den obigen Text. Haben Sie ihn gelesen?
Mit Weißdorn führen Sie ein schönes Beispiel für ein Phytopharmakon an, also klassische Naturheilkunde. Freilich: wo Sie Wirkung haben, ist auch Nebenwirkung garantiert. Diese muss ja nicht immer sicht- und spürbar sein. Auf die Gesamtverträglichkeit kommt es an.
Avatar #751406
am Donnerstag, 30. Januar 2020 um 16:27

Heilpraktiker-Irrsinn?

Ich habe in einer Zahnarztpraxis gearbeitet, dessen Inhaber auch die Lizenz zum heilpraktiken sein eigen nannte.

Es wurde viel gependelt, homöopathisch "behandelt", Knochen gefräst, Amalgam herausgebohrt (besonders bei Krebspatienten!) und nach Kräften injiziert.

Auch der alleinerziehenden Mutter von zwei Kindern, einer Asthmatikerin, wurde injiziert. Frischzellen - um eine "Immunantwort zu provozieren". Sie verstarb im Zahnarztstuhl.

Stoppt den Irrsinn:

https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/heilpraktiker-den-gegenwaertigen-irrsinn-nicht-laenger-hinnehmen-a-1163792.html
Avatar #759489
am Donnerstag, 30. Januar 2020 um 21:54

Unqualifizierter Bashing-Quatsch

Sorry, Herr Dr. Bertelsen, aber solche Aufrufe sind unqualifizerter Quatsch, zudem richtet sich ihr Angriff primär gegen einen ZahnARZT. Das war/ist er wohl primär.
Außerdem ist die Kritik wohl etwas lächerlich, was soll gegen "Amalgam herausbohren" so heftig zu sagen sein? Das machen inzwischen wohl die meisten Zahnärzte, hier ein Artikel dazu: https://www.gesund-vital.de/amalgam-fuellung-entfernen-oder-behalten
Und nicht vergessen: Offizielle Statistik für Deutschland (Weißbuch Patientensicherheit): ca. 20.000 Todesfälle pro Jahr durch Ärztepfusch in Krankenhäusern - Preisfrage: Wieviel kommen durch Fehlbehandlungen in den freien Praxen dazu?
Zu der kritisierten Frischzellenkur:
"Es wurde 1931 von dem Genfer Arzt und Sanatoriumsdirektor Paul Niehans (1882–1971) eingeführt. In den letzten Jahren hat diese Methode stark an Bedeutung verloren. In fast allen Ländern der Welt ist sie verboten." (Quelle Wikipedia)
Wir halten also fest: Diese Therapie wurde von einem Arzt "erfunden".
Weiterhin schreibt die Wiki dazu: "Im Jahr 2000 boten in Deutschland rund zehn Sanatorien diese Therapie an. Eine einwöchige Kur kostete damals bis zu 10.000 Mark. Die erhoffte Wirkung: Die jungen Zellen sollen im menschlichen Körper alte Zellen ersetzen und quasi Reparaturarbeiten übernehmen."
Aha, also in Sanatorien, da sind die Inhaber u. die dortigen Therapeuten wer? Richtig, fast nur Ärzte. Ich kenne auch keinen einzigen Heilpr.-Kollegen, der mit Frischzellen arbeitet (dürfte in D auch inzwischen verboten sein).
Fazit: Der kritische Dr. Bertelsen hat RECHT: STOPPT DEN IRRSINN! (leider hat er sich mit der richtigen Kritik in der Adresse geirrt)

Und DANKE an den Dr. Bertelsen, der einmal mehr aufzeigt, wie fundiert die Kritik an einem kollegialen Berufsstand im Gesundheitwesen ist...
Avatar #759489
am Donnerstag, 30. Januar 2020 um 22:08

Chris Göpferts Gehaltsvorstellungen

Toller Beitrag Herr Göpfert, das war ein erstklassiger Brüller. Heilpraktiker sollen mehr als Ärzte verdienen, wo haben sie denn das her? Und wenn dem so wäre - neidisch? Dann wäre das ein wirkliches LEISTUNGSGEHALT und keine Alimentierung durch die ges. Krankenkassen (egal obs hilft oder nicht), denn die allermeisten Patienten sind Selbstzahler.
Aber jetzt mal im Ernst: Die meisten HP-Praxen sind Nebenerwerbspraxen. Der Klassiker: Die Frau eines gut verdienenden Mannes möchte etwas dazu verdienen. Das geht, weil der Mann genug Kohle mit nach Hause bringt.
Bei den Ärzten schauts so aus:
https://www.spiegel.de/karriere/so-viel-verdienen-aerzte-rangliste-der-fachrichtungen-a-1162979.html
Bei den Heilpraktikern liegt das deutlich darunter:
https://www.gehaltsvergleich.com/gehalt/Heilpraktiker-Heilpraktikerin
Andere Info-Seiten sprechen von ca. 3000.- Brutto/mtl., das ist wirklich mager, also keinen Neid sondern bitte Schadenfreude.

Aber mit Fakten haben es die Heilpraktiker-Jäger ja nicht so...Trump lässt grüßen.
Avatar #103488
am Samstag, 1. Februar 2020 um 08:56

Gehaltsnachstellungen der Justiz

Im bayerischen Schrobenhausen geht in einem spektakulären Fall gerade der Staatsanwalt der Gehaltsfrage nach: https://www.donaukurier.de/lokales/schrobenhausen/wochennl052020-Auch-die-Heilpraktikerin-ist-in-U-Haft;art603,4474082. Dort wurde u.a. ein wirkungsloses Mittel gegen Krebs für 5.900 Euro pro Packung verkauft.

Zu solchen Fällen hört man von den Heilpraktiker-Verbänden in der Regel nichts, im Gegenteil, sie werden stets als "Einzelfälle" bagatellisiert. Ohne damit alle Heilpraktiker über einen Kamm scheren zu wollen - es gibt sicher auch viele, die ihre Grenzen kennen - die Zahl der schwarzen Schafe sollte nicht erst durch den Staatsanwalt reduziert werden. Es braucht andere Regularien und auch mehr selbstkritische Reflexion unter den Heilpraktikern.

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