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Avatar #735550
am Montag, 10. Februar 2020 um 18:41

Man könnte auch sagen...

...Medikamente können die Folgen ungesunden Lebenswandels abmildern, aber das wäre nicht deutsch genug. Nicht genug erhobener Zeigefinger.
Avatar #764595
am Dienstag, 11. Februar 2020 um 07:56

Nette Statistik, aber stimmt die vermutete Ursache?

Möglicherweise dämpfen diese Medikamente ja auch einfach nur das Aktivitätsbedürfnis. Dass man unter dieser Medikation nicht extra anfängt, mehr zu trainieren, kann ich nachvollziehen, aber warum sollte man plötzlich absichtlich weniger machen, als man bisher bereits in sein Leben integriert hat? Außer natürlich, man hat z. B. Muskelprobleme wegen der Statine oder fühlt sich matter wegen des geringes Blutdrucks. (Nur mal so, aus eigener Erfahrung als Ursachen-Idee vorgeschlagen.)
Avatar #106067
am Dienstag, 11. Februar 2020 um 13:38

DÄ-Titel unlogisch und nicht belegt!

Die Publikation "Lifestyle Changes in Relation to Initiation of Antihypertensive and Lipid‐Lowering Medication: A Cohort Study" von Maarit J. Korhonen et al. schreibt in der Originalfassung von Perspektiven statt von Schlussfolgerungen ["Conclusions"], wie im Abstract. https://www.ahajournals.org/doi/10.1161/JAHA.119.014168

"Perspectives - Initiation of antihypertensive or statin therapy appears to be associated with lifestyle changes, some positive and others negative. This means that expansion of pharmacologic interventions toward populations at low CVD risk may not necessarily lead to expected benefits at the population level. More effective measures are needed to support the recommended lifestyle change in relation to the initiation of pharmacologic interventions for primary prevention" belegt in keinster Weise die vom Deutschen Ärzteblatt (DÄ) behauptete Titel-Hypothese: "Hochdruckmedikamente und Statine können zu einem ungesunden Lebensstil verleiten".

Die Initiierung Antihypertensiver- oder Statin-Therapie erscheint mit Lebensstil-Veränderungen assoziiert zu sein, einige positiv und andere negativ ["Initiation of antihypertensive or statin therapy appears to be associated with lifestyle changes, some positive and others negative"].

Nicht mehr und nicht weniger!

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
Avatar #591642
am Mittwoch, 12. Februar 2020 um 15:25

FPS

Ich denke nicht, dass es um "erhobene Zeigefinger" oder um typisch "deutsches" Denken in dieser finnischen Studie geht!
Ist es nicht vereinbar mit unserer persönlichen und beruflichen Erfahrung, dass eine Nachlässigkeit sich einstellt, wenn negative Folgen sich mildern lassen? Ist nicht die HIV-Infektionsrate gestiegen seit dem es potente - wenngleich teure - Therapien zu Verfügung stehen?
Ich nehme die Studie zum Anlass, meine Pat. erneut zu ermutigen - nicht zu ermahnen - dem Change-of-Lifestyle Priorität gegenüber der Pharmakotherapie einzuräumen
DocWulf (AM/Geri/Palli-medizin
Avatar #748578
am Samstag, 7. März 2020 um 07:39

Vielmehr dürfte es so sein, …

… dass der Gebrauch dieser Medikamente ein Indikator für einen ungesunden Lebensstil ist. Bei den Lipidsenkern dürfte es so sein, dass diese zwar imstande sind, die Blutcholesterinwerte zu senken, nicht jedoch verhindern, wofür ein hoher Cholesterinwert verantwortlich gemacht wird. Gefäßzwischenfälle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22981406

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